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Teltow-Fläming Trickreiter, Pferde, Musik und Tanz
Lokales Teltow-Fläming Trickreiter, Pferde, Musik und Tanz
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00:20 21.10.2017
Viktor Kirka auf seinem Pferd Hermann beim Training in Woltersdorf. Quelle: Fotos: Margrit Hahn (2)
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Woltersdorf

Es ist wieder soweit. Am Freitag beginnen die Proben für die Premiere in Riesa für die neue Pferdeshow „Apassionata“. 50 Pferde, ein Esel und 110 Akteure gastieren in den nächsten Monaten in 20 verschiedenen Städten. Zwischendurch kommt ein Teil der Reiter und Pferde zurück nach Woltersdorf. Auf dem Reiterhof von Anita Förster beziehen sie wieder ihr Quartier, bevor es zum nächsten Termin weiter geht. Anita Förster ist Landwirtschaftsmeisterin, Pferdenarr und Reit-Trainerin. Seit zehn Jahren ist sie mit auf Tour. „Die Pferde haben hier in Woltersdorf super Bedingungen. Sie können sich auf der Koppel erholen und ihre freie Zeit genießen“, sagt Anita Förster. Außerdem haben die Reiter Gelegenheit, mit ihren Vierbeiner in der Halle mit Musik zu trainieren. Anita Förster kümmert sich nicht nur in Woltersdorf um Zwei- und Vierbeiner. Sie war in den vergangenen Monaten unter anderem in Malaga und Italien unterwegs, um zu sehen, wie die Reiter in ihren Heimatländern für die Show trainieren. Auch vor jeder Veranstaltung schaut sie, ob in Sachen Tierschutz alles passt. Die Reiter wollen jemanden, der alles im Blick hat und fühlen sich von Anita Förster gut betreut. „Viele sind seit Jahren dabei, und es ist wie eine große Familie. Wenn man nach Woltersdorf kommt, ist es, als würde man nach Hause kommen“, sagt Karen Massine, die Mitbegründerin von Apassionata. Sie schwärmt von der Show, die vor allem die Zuneigung zwischen Reitern und Pferden vermittelt.

Andrea Celan mit Adelante Quelle: Margrit Hahn

Einer der Akteure der Show ist Viktor Kirka. Der gebürtige Ukrainer, der in Moldawien aufgewachsen ist, kam 2010 durch ein mehrjähriges Engagement als Trickreiter bei der Pferdeshow „Apassionata“ nach Deutschland. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und Töchterchen Marscha in Woltersdorf. Er wird in der Show atemberaubende Tricks auf seinen Kaltblütern zeigen. „Ich habe früher im Zirkus gearbeitet und trete seit 20 Jahren auf. Früher war ich sehr aufgeregt aber das hat sich inzwischen gelegt“, sagt Kirka der unter anderem eine große Solo-Nummer mit Feuerfackeln zeigen wird. Für ihn ist wichtig, dass er sich mit seinen Pferden gut vorbereiten kann, denn in der Arena mit dem Licht und der Musik und den vielen Menschen ist es etwas anderes als auf den Platz oder in der Halle in Woltersdorf. Auch die 21-Jährige Giulia Giona ist wieder mit dabei. Die schmucke Italienerin hat in ihrer Heimat ein Internat für Artisten besucht und steht scheinbar mühelos gleichzeitig auf zwei Pferden.

Faszinierende Reitkunst und zauberhafte Kostüme

Kreativdirektor Holger Ehlers kann es kaum erwarten, dass es endlich los geht. Er schreibt und produziert jedes Jahr auf neue die Musik eigens für die „Apassionata“- Show. Jetzt in Riesa will er sehen, wie alles zusammenpasst. „Dort kommen dann auch die Tänzer dazu, zu denen auch die Balerina Katherina Markowskaja gehört“, so Ehlers. In diesem Jahr hat sich Ehlers für „Apassionata – Der Traum“ entschieden. Neben faszinierender Reitkunst, atemberaubender Luftakrobatik, Musik und Tanz und anmutigen Pferderassen gibt es bezauberhafte Kostüme, die jedes Jahr neu genäht werden. Dafür ist Kostümbildnerin Heike Hartmann aus Berlin zuständig, die bereits vor sieben Monaten mit der diesjährigen Kollektion begonnen hat.

Holger Ehlers hat sich zu all dem eine Geschichte ausgedacht, die sich wie ein roter Faden durch die Show zieht. Es spielt in der Zeit von Jules Vernes. Das Stück beginnt in einem Pariser Gymnasium. „Als ich meiner Frau von meinen Ideen erzählt habe, hat sie mich nur ungläubig angeschaut und auf den Balkon geschickt“, erzählt der Kreativdirektor. Er denkt, dass die Show gut wird. Ihm gefällt vor allem der Wechsel aus Melodien, Rhythmen, Orchester und Klaviermusik. „Es musst alles passen: das Licht, die Musik, die Pferde, die Requisiten. alles muss auf die Sekunde genau funktionieren“, erklärt er. Ehlers hat weder Kosten noch Mühen gescheut, um auch in diesem Jahr wieder ein echtes Highlight auf die Beine zu stellen. Er hat Requisiten aufgetrieben, die sich sehen lassen können. Dazu gehören ein vier Meter hoher Globus, ein Hochrad, ein Zeppelin und alte Schulbänke. „Das wird eine Show für die ganze Familie, bei der alle auf ihre Kosten kommen, sowohl Tierliebhaber als auch Theater- und Musikliebhaber“, so der Berliner. Immer wieder sucht er nach neuen Ideen. Dieses Mal ist es eine Art Pferdevorhang, der sich öffnet. Während es zuerst aussieht, als würden die Pferde durchs Wasser reiten, sieht man beim Öffnen des Vorhangs, dass es sich um Sand handelt. „Wer im VIP-Bereich sitzt, kann schon mal ordentlich was abbekommen“, sagt Karen Massine. Eine lustige Episode , die ihr aus all den Jahren bei „Apassionata“ sofort einfällt, ist ein Schwein, das auf die Bühne kam, obwohl es dort nichts zu suchen hatte. Eine Reiterin hatte es dabei. „Das Schwein dachte wohl, es sei ein Pferd und müsste auch zum Auftritt raus auf die Bühne“, so Massine. Den Zuschauern gefiel es.

Das nächste Stück ist schon geschrieben

Ehlers hat das nächste Stück bereits geschrieben. Somit können sich alle „Apassionata“-Fans schon auf die nächste Geschichte freuen. Doch erst einmal heißt es: „Vorhang auf!“. Es gibt für fast alle Veranstaltungen in den Städten noch Karten. In Berlin in der Max-Schmeling-Halle findet die Show am 27. Januar 2018 um 15 und 20 Uhr statt. Das Publikum darf sich auf die Pferderassen wie Friesen, Araber und Holsteiner freuen. Selbst ein weißes Pony mit langer Mähne namens Adelante wird dabei sein, das extra aus Rom angereist ist.

Von Margrit Hahn

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