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Teltow-Fläming Trommeln mit Parkinson
Lokales Teltow-Fläming Trommeln mit Parkinson
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00:28 23.08.2015
Viel Spaß beim Trommeln: die „Parkis“ am Waldhaus. Quelle: Jutta Abromeit
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Ludwigsfelde

Sie treffen sich im Garten am „Waldhaus“ Ludwigsfelde, um etwas zu tun, was bisher deutschlandweit keine andere Gruppe Parkinsonkranker tut: gemeinsam trommeln. Gruppensprecher Michael Pioch, selbst nicht betroffen von der manchmal noch als Schüttellähme bezeichneten Krankheit, hatte zur dritten Übungsstunde dieser Art eingeladen. Jeder wird begrüßt, jeder freut sich, dass es nicht mehr regnet und die großen Gummibälle in den Garten rollen können.

Dort wartet Kaushik Gosai auf die Gruppe, der Kenianer aus Thyrow, in der Region Inbegriff für Drums Alive, das Trommeln auf großen Gummibällen mit Aerobic-Elementen, Tanzschritten und viel Spaß. „Man muss sich konzentrieren und bekommt den Kopf frei“, sagt der 43-Jährige. Für die Parkinson-Kranken ist es viel mehr als Spaß und Kopf-frei. „Es ist sehr wichtig für das Erlebnis als Gruppe“, erklärt Michael Pioch, „es traut den Kranken ja kaum jemand zu. Und 50 Prozent unserer Therapie ist Bewegung.“ Der Gruppensprecher ist Initiator für die neue Bewegungsform. Bis voriges Jahr haben die „Parkis“, wie sie sich selbst nennen, getanzt. Und dann sah Pioch dieses Trommeln. „Zuerst habe ich die Gruppe gefragt, ob sie sich das zutraut. Dann die AOK und einen Sponsor. Und nun haben wir diesen Kurs für ein Jahr mit Option auf Verlängerung.“

Kaushik Gosai trommelt vor, zählt laut, bis die Gruppe Takt und Rhythmus drauf hat. Dann legt er solistisch los, im Hintergrund der Rhythmus der Gruppe. Ob 48 oder 91 Jahre – es klingt gemeinsam, wie ein Orchester. Zu dem gehört Torsten Römer (48) aus Trebbin. Der ehemalige Bauleiter wollte wie so viele anfangs nicht wahrhaben, was mit ihm passierte: „Meine Schrift wurde immer kleiner, ich zog mich immer mehr zurück, das Autofahren war ein Risiko.“ Heute ist er Rentner, lebt mit Medikamenten und Gehirnschrittmacher. „Ohne meine tolle Frau hätte ich das nicht geschafft“, sagt er. Und findet das Trommeln „toll, aber schwierig. Heute schaff ich’s zum ersten Mal, selbst zu zählen.“

Von Jutta Abromeit

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