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Tunnel in Dahlewitz auf der Zielgeraden

Eröffnung im September geplant Tunnel in Dahlewitz auf der Zielgeraden

Es dauert nicht mehr lange, dann hat der Bahnübergang in Dahlewitz ausgedient. Im September soll der neue Tunnel fertig sein, der seit zwei Jahren gebaut wird. Bis es soweit ist, müssen sich Autofahrer während der Sommerferien auf eine sechswöchige Sperrung einstellen.

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Schon deutlich als Tunnel erkennbar: Vor zwei Jahren haben die Arbeiten in Dahlewitz begonnen.

Quelle: Christian Zielke

Dahlewitz. Jahrzehntelang gehörte das Klingeln der Schranken zu den typischen Geräuschen in Dahlewitz, genauso wie die Autoschlange auf beiden Seiten des Bahnübergangs. Womöglich werden Einige das Geräusch vermissen, doch bei den meisten Autofahrern dürfte die Freude darüber überwiegen, nicht mehr auf die vielen Züge warten zu müssen, die täglich für unfreiwillige Stopps sorgen.

Sperrung in den Sommerferien

Im September sollen die ersten Autos durch den neuen Tunnel rollen. „Wenn alles gutgeht“, sagt Sonja Hennig. Sie ist die zuständige Projektingenieurin der Deutschen Bahn. Bevor Autofahrer die neue schrankenlose Freiheit genießen können, müssen sie sich in Geduld üben. Während der Sommerferien soll der Bahnübergang sechs Wochen lang gesperrt bleiben. In dieser Zeit wird der Tunnel mit der Bahnhofstraße verbunden. Fußgänger und Radfahrer dürfen schon früher in den Trog. Im Sommer soll der Geh- und Radweg auf der Südseite in Betrieb genommen werden, dann haben auch die Umwege zu den Bahnsteigen ein Ende. Über eine Treppe geht es dann unter den Gleisen hindurch zu den Regionalzügen.

Projekt im Zeitplan

„Wir liegen völlig im Zeitplan“, sagt Sonja Hennig. Für die 28-Jährige ist es das erste Projekt dieser Größenordnung. „Ich sehe es als Herausforderung“, sagt die studierte Bauingenieurin. Ihr zur Seite steht Martin Schillweit, der als Bauüberwacher täglich vor Ort ist. „Die Koordination von Bau, Straße und Schiene ist die größte Herausforderung“, sagt er. Am Anfang ging es vor allem darum, die Erde zu bewegen. 40 000 Tonnen Aushub wurden abgefahren – das entspricht etwa 1600 Lkw, sagt Schillweit.

Nächster Meilenstein ist Asphaltierung der Straße

Alle Arbeiten folgen einem engen Zeitplan. Wie fragil dieser sein kann, hat man im vergangenen Mai erlebt, als die Brücke mit den Bahngleisen eingeschoben wurde. Wegen unvorhergesehener Probleme, musste die Bahnstrecke mehrere Stunden länger als geplant gesperrt bleiben – zum Ärger vieler Pendler. „Man ist immer froh, wenn man solche Meilensteine geschafft hat“, sagt Sonja Hennig. Nächster Meilenstein wird die neue Straße, die in den kommenden Monaten asphaltiert werden soll. Zuvor muss der Regenwasserkanal fertig sein, dann kommen die Pumpen, die das Wasser in das neue Becken befördern.

Wilfried Magritz vom Landesbetrieb Straßenwesen wird das Bauwerk übernehmen, wenn es fertig ist. Dann wird der Tunnel ein Teil der Landesstraße L40. Er überzeugt sich alle zwei Wochen von den Arbeiten: „Wir wollen sichergehen, dass das Ganze hält – mindestens 80 Jahre lang.“

Von Christian Zielke

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