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Teltow-Fläming Tunnel unter der Bahn eröffnet
Lokales Teltow-Fläming Tunnel unter der Bahn eröffnet
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15:15 06.09.2016
Seit Freitagabend können die Autos bereits den neuen Tunnel in Dahlewitz benutzen. Quelle: Christian Zielke
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Dahlewitz

Autofahrer nutzen den neuen Tunnel in Dahlewitz schon seit Freitagabend wie selbstverständlich. Da wurden die Straßensperrungen, die seit Beginn der Sommerferien standen, abgebaut. Ein paar Dahlewitzer trafen sich noch am selben Abend mit einer Flasche Sekt, um der offiziellen Eröffnung eine inoffizielle voranzustellen.

Bis zum Herbst wird weitergebaut

Die Straße und der südliche Gehweg sind jetzt fertig.

Auf der nördlichen Seite des Tunnels müssen sich Fußgänger und Radfahrer noch gedulden. Weil dort die Stützwände noch nicht fertig sind, wird der Geh- und Radweg erst am Ende der Herbstferien freigegeben. Die Buswendeschleife auf der Ostseite der Bahn soll auch Ende Oktober in Betrieb gehen.

Das letzte Klingeln der Schranken wird am letzten Oktoberwochenende zu hören sein. Dann verschwindet der Bahnübergang für immer. Ende November werden die Baucontainer auf der Westseite abgebaut.

Am Montag war es so weit: Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit ist der Tunnel unter der Bahn freigegeben. „Einer von fünf Bahnübergängen in unserer Gemeinde ist geschafft“, sagte Bürgermeister Ortwin Baier (parteilos) – und das zu einem für die Gemeinde günstigen Tarif. Nur 285 000 Euro kamen aus dem kommunalen Haushalt. Alle weiteren Querungen dürften für die Kommune deutlich teurer werden. Baier hofft, dass die nächsten Bahnübergänge im Zuge des Ausbaus der Dresdner Bahn ebenfalls bald verschwinden. „Wir brauchen die Dresdner Bahn“, sagte auch Detlef Gärtner (SPD), der Beigeordnete der Landrätin. Die Strecke, die zwischen Berlin-Südkreuz und Blankenfelde bislang nur auf dem Papier existiert, sei wichtig als Entlastung für die Anhalter Bahn. „Wenn im nächsten Jahr die Strecke nach München fertig ist, wirkt sich das auf die Taktung der Regional-Züge aus“, sagte Gärtner und erinnerte die anwesende Staatssekretärin im brandenburgischen Verkehrsministerium, Ines Jesse (SPD), an die Verlängerung der S-Bahn nach Rangsdorf, über die Ende des Jahres eine wichtige Vorentscheidung ansteht.

Komfort für Dahlewitzer

Jesse quittierte den Hinweis mit einem Lächeln. Sie sprach lieber über den gestiegenen Komfort für die Dahlewitzer, die nun nicht mehr an der Schranke warten müssen, und den lärmmindernden Asphalt, der die Wohnqualität der Anwohner verbessern soll. Das Land, dem die Straße unter dem neuen Tunnel gehört, hat sich mit 3,8 Millionen Euro an den Gesamtbaukosten von 12,7 Millionen Euro beteiligt.

Den Kosten- und auch den Zeitplan habe man gut eingehalten, bilanzierte Michael Bung, der für den Ausbau der Strecke Berlin-Dresden zuständige Projektleiter der Deutschen Bahn. Nur ein einziges Mal, im Sommer 2015, habe es ernsthafte Probleme gegeben. Bei extrem hohen Temperaturen war ein Teil der noch im Bau befindlichen Gleise ins Rutschen gekommen, so dass die Strecke außerplanmäßig gesperrt werden musste. „Über Nacht haben wir die Gleise neu geschweißt“, sagte Bung, der die gute Zusammenarbeit mit Gemeinde und den drei Baufirmen lobte.

Ein Wermutstropfen

Einen Wermutstropfen müssen die Dahlewitzer verschmerzen. Der Ausbau der L40 wird sich wohl noch um mehrere Jahre verzögern. Wie Staatssekretärin Ines Jesse am Rande der Eröffnung mitteilte, wird das Land vermutlich erst im Jahr 2020 die Straße vom Ortseingang nach Blankenfelde bis zum Kreisverkehr komplett erneuern. „Dort sind ein Planfeststellungsverfahren mit Bürgerbeteiligung und Grunderwerb nötig“, sagte Ines Jesse. Ursprünglich war geplant, die Straße unmittelbar nach Fertigstellung des Tunnels in drei Abschnitten zu erneuern.

Von Christian Zielke

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