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Teltow-Fläming Turmfest-Schlägerei „belastet Klima der Stadt“
Lokales Teltow-Fläming Turmfest-Schlägerei „belastet Klima der Stadt“
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02:15 16.06.2017
Die verletzten jungen Männer aus Luckenwalde mussten an Bein und Hand operiert werden. Quelle: Margrit Hahn
Luckenwalde

Mit Bestürzung reagiert Luckenwaldes Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) auf die Schlägerei beim 27. Luckenwalder Turmfest. Zwei einheimische Turmfestbesucher waren in der Nacht vom 3. zum 4. Juni von drei Syrern krankenhausreif geschlagen worden.

„Es belastet das Klima in der Stadt, dass unter den Tatverdächtigen Flüchtlinge sind, die in Luckenwalde leben“, teilt sie in einer Presseerklärung mit. „Die Vorstellung, dass Menschen, die Zuflucht in unserer Stadt gefunden haben, nun Gewalt gegen andere ausüben, ist nur schwer zu ertragen“, fährt sie fort. Es bleibe aber die Aufgabe der Gerichte, losgelöst von der Herkunft der Tatverdächtigen, individuelle Schuld festzustellen und nach dem Gesetz zu ahnden.

Zahl der Security-Kräfte erhöht

Den Eindruck, dass erst durch Flüchtlinge das friedliche Turmfest unfriedlich geworden sei, relativiert Herzog-von der Heide. „So schlug vor zwei Jahren ein (deutscher) Besucher einem Security-Mann drei Zähne aus, als dieser ihn am Einlass aufforderte, nicht so zu drängeln“, betont sie. Große Menschenmengen und Alkohol beim Feiern bergen laut Bürgermeisterin immer die Gefahr von tätlichen Auseinandersetzungen.

Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide. Quelle: Margrit Hahn

Erfreulicherweise habe sich deren Anzahl verringert. „Das ist auch auf die erhöhten Sicherheitsstandards zurückzuführen“, teilt sie mit. Nachdem Vorfall vor zwei Jahren sei die Anzahl der professionellen Security-Kräfte auf 16 erhöht worden. Weitere bewachen den Einlass an den Kassenhäuschen. „Leider können die Streifen nicht überall sein. Auch wenn zum Tatzeitpunkt neun Sicherheitskräfte am Markt waren, befanden sie sich nicht unmittelbar am Ort des Geschehens“, so die Bürgermeisterin. Den Verletzten habe man schnell Hilfe leisten können. „Wir hoffen auf eine schnelle Genesung der jungen Männer“, so Herzog-von der Heide.

Von Elinor Wenke

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