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Teltow-Fläming Turmkobold spukt durch die Bibliothek
Lokales Teltow-Fläming Turmkobold spukt durch die Bibliothek
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12:05 13.09.2016
Elka Freudenberger (M.) und ihre Mitstreiter führen die Geschichte vom Turmkobold Piereluth als Puppentheaterstück auf. Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

Die Mitarbeiter der Luckenwalder Bibliothek im Bahnhof können mehr als Bücher verleihen, Leser über Lektüre beraten, sortieren und registrieren. Sie können auch Puppentheater spielen. Am 14. September führen sie in der Bibliothek das Theaterstück über den Luckenwalder Turmkobold Piereluth auf. Frei nach der Sage von Emil Koitz erwecken sie den Feuerkobold Piereluth und seine Zeitgenossen zum Leben.

Claudia Jäntsch (l.) und Elka Freudenberger bei der Probe hinter der Bühne. Quelle: Elinor Wenke

Die Idee hatte Doris Ullrich, ehemalige Deutschlehrerin und Mitglied im Verein der Luckenwalder Heimatfreunde. Unter ihrer Regie wurde im vergangenen Jahr mit Hobby-Schauspielern in der Kreisstadt ein Film über den Turmkobold Piereluth gedreht und beim Weihnachtsmarkt gezeigt. Das Thema Sagen wird bei den Grundschülern auch im Unterricht behandelt. „Wir wollten die Geschichte von Piereluth auch unseren jungen Lesern nahebringen“, berichtet Bibliotheksleiterin Elka Freudenberger, „aber die alte Sage liest sich für Kinder sehr schwer.“ Also bat sie Doris Ullrich um eine kindgerechte Neufassung der Geschichte. Doris Ullrich wiederum hatte die Idee, daraus gleich ein Puppentheaterstück zu kreieren.

Hintergrund

Der Luckenwalder Schulrat und Heimatforscher Emil Koitz hatte Luckenwalder Sagen aufgespürt und im Jahr 1929 die Sage vom Turmkobold Piereluth aufgeschrieben.

Piereluth ist ein Feuerkobold, der vor 300 Jahren rund um den Luckenwalder Marktturm sein Unwesen trieb. Er soll in einem weißen Laken auf dem Turm gesessen und von oben die Leute geärgert und bespuckt haben.

Die Theateraufführung beginnt um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Anmeldung: Telefon 0 33 71/40 33 40.

Auch der Förderverein der Bibliothek war begeistert und unterstützte die Vorbereitung. Bernd Respondek bastelte einen Luckenwalder Marktturm im Klein-Format, Ronny Gottschalk baute eine Puppenbühne und sorgte für die Requisiten.

Eigentlich sollten die Vereinsmitglieder auch als Puppenspieler alle Rollen besetzen. „Doch das war so zeitintensiv und aufwendig, dass das nicht jeder neben seinem Hauptjob stemmen konnte“, berichtet Elka Freudenberger. So schlüpft jetzt auch jeder ihrer Mitarbeiter in eine, zwei oder drei Rollen. Elka Freudenberger selbst spielt die Großmutter. „Ich habe keine Schauspielerstimme, aber die Rolle der Oma ist okay“, befindet sie. Cornelia Hübsch vom Förderverein verkörpert den Piereluth, während Claudia Jäntsch als Hexe die Geschichte erzählt.

Die Puppenbühne soll künftig von Kitas genutzt werden

Weiterhin werden sich unter anderem der Teufel, der Wachtmeister Baltasar, der Müller und der Seifensieder ein Stelldichein in dem Halbstunden-Stück geben. Geprobt wird in diesen Tag mit viel Fleiß und viel Spaß. „Es ist ganz schön anstrengend, immer mit den Händen hoch oben zu fuchteln“, gibt Elka Freudenberger zu, „aber wir sind alle total ehrgeizig und auch selbstkritisch.“

Nach der Premiere soll die Puppenbühne in den Lesestübchen nicht verkümmern. „Wir wollen sie der Stadt zur Verfügung stellen, damit sie zum Beispiel beim Weihnachtsmarkt genutzt oder von Kitas ausgeliehen werden kann“, sagt Elka Freudenberger.

Von Elinor Wenke

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