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Turnhalle als Flüchtlingsheim

OSZ Ludwigsfelde Turnhalle als Flüchtlingsheim

In der Turnhalle des Oberstufenzentrums in Ludwigsfelde könnten Flüchtlinge untergebracht werden. Nach MAZ-Informationen soll sie als Übergangswohnheim für 50 Menschen dienen, entschieden ist aber noch nichts.

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Das Oberstufenzentrum in Ludwigsfelde.

Quelle: Foto: Jutta Abromeit

Ludwigsfelde. Die Turnhalle des Oberstufenzentrums in Ludwigsfelde könnte demnächst als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden. Nach MAZ-Informationen ist es möglich, dass bis Jahresende 50 Flüchtlinge die Halle beziehen. Die Kreisverwaltung hält sich allerdings noch die Option offen, die Flüchtlinge auch anderweitig unterzubringen. Denn wenn die Halle für Flüchtlinge genutzt würde, dann würde sie nicht mehr als Sporthalle zur Verfügung stehen. In diesem Fall müsste der Landkreis wiederum dafür sorgen, seiner gesetzlichen Pflicht zur Erfüllung des Unterrichts nachzukommen, und der Schulsport müsste woanders stattfinden.

Gleichwohl muss sich der Kreis um Quartiere für Flüchtlinge kümmern. Derzeit rechnet die Verwaltung damit, dass rund 600 Flüchtlinge mehr als ursprünglich einmal für dieses Jahr prognostiziert im Landkreis untergebracht werden müssen. Wo und wie diese Mammutaufgabe geschultert werden soll, wird heftig diskutiert. Beinahe jeden Tag findet eine Krisensitzung statt. Laut Kreisverwaltung wird derzeit jede Möglichkeit erwogen, um die Hilfesuchenden über den Winter zu bringen. Dazu müssen bestimmte gesetzliche Auflagen erfüllt werden. Die meisten Übergangswohnheime sind an ihrer Kapazitätsgrenze, Neubauten müssen geplant werden und entstehen nicht über Nacht. Daher werde jede Möglichkeit geprüft, so die Kreisverwaltung. Der Kreis hatte bereits in der vergangenen Woche erwogen, Hotels als Flüchtlingsunterkünfte anzumieten. Im Gespräch ist dafür unter anderem ein Motel in Genshagen (die MAZ berichtete). Besonders geprüft werden aber Gebäude, die dem Kreis selbst gehören. Dazu zählen auch Schulen. Deswegen ist eine Unterbringung in Turnhallen nicht ausgeschlossen.

Ziel der Kreisverwaltung ist es, Zustände wie in Berlin zu vermeiden, wo Flüchtlinge zum Teil tagelang vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales campieren. Um schneller handeln zu können, hatte sich Landrätin Kornelia Wehlan extra erweiterte Vollmachten vom Kreisausschuss einräumen lassen (die MAZ berichtete). Sie kann in der Flüchtlingsproblematik nun ohne Rücksprache mit den politischen Gremien über deutlich größere Beträge verfügen als sonst. Wehlan ist derzeit mit allen Städten und Gemeinden im Gespräch, um zusätzliche Unterbringungskapazitäten zu schaffen. Ausgenommen ist lediglich Zossen, da im Ortsteil Wünsdorf eine Erstaufnahmeeinrichtung mit einer Gesamtkapazität von 1700 Plätzen entstehen soll, sagte Wehlan der MAZ.

Der CDU-Kreisverband hatte kürzlich gefordert, die leerstehenden Kasernen in den Städten und Gemeinden im Süden des Landkreises zu nutzen. Auch sie stehen allerdings nicht sofort zur Verfügung, sondern müssten erst saniert werden.

Von Krischan Orth

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