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Teltow-Fläming Überflieger in Selchow
Lokales Teltow-Fläming Überflieger in Selchow
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19:45 01.06.2016
Die Halle 4 ist als Innovationsplattform der globalen Aerospace-Industrie ein Magnet für die Besucher. Weithin sichtbar ist ein 17 Meter hohes Modell der neuen Ariane 6-Trägerrakete. Quelle: Uta Schmidt
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Selchow

Der Spannungsbogen bei der Internationalen Luftfahrtausstellung (ILA) ist in diesem Jahr so breit wie nie zuvor: Bis zum 4. Juni zeigt die bedeutendste Luft- und Raumfahrtmesse in Kontinentaleuropa wieder Fachbesuchern und Flugbegeisterten auf dem Messegelände in Selchow neben einem spektakulären Showprogramm am Himmel neueste Entwicklungen von Fluggeräten, High-Tech-Produkten und -Technologien der Luft- und Raumfahrt. Zudem werden Einblicke in die Geschichte des 125 Jahre alten Flugwesens in Berlin und Brandenburg gegeben.

Das Umfeld der Space-Halle 4 mit dem 17 Meter hohen Modell der neuen Ariane-6-Trägerrakete wirkt da wie ein Schmelztiegel der Flugtechnik aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Zu sehen ist der originalgetreue Nachbau des Fluggleiters, mit dem Otto Lilienthal vor 125 Jahren als erster Mensch mehrere Meter weit flog.

Zukunftsmusik im Space-Pavillon

Wenige Meter weiter im Space-Pavillon wird Zukunftsmusik gespielt. Airbus Defence und Space zeigt neben dem Modell der im Einsatz befindlichen Trägerrakete Ariane 5 auch die neueste Entwicklung, die Ariane 6. Beide Versionen sollen in der Lage sein, leichte und schwere Satelliten in den Weltraum zu transportieren. Unternehmen der Raumfahrtindustrie demonstrieren Besuchern zudem, wie aus dem Weltall gewonnene Daten und Beobachtungen zum Schutz von Klima- und Umwelt sowie zur Erhöhung der Sicherheit eingesetzt werden können.

Es gibt auch einen virtuellen Einblick in die Internationale Raumstation ISS. Sie ist das größte wissenschaftliche Gemeinschaftsvorhaben der USA, Russland, Kanada, Japan und Europa und kreist als Außenposten der Menschheit in 400 Kilometern Höhe um die Erde.

Der Auftritt der nationalen und internationalen Raumfahrtindustrie zählt wieder zu den Höhepunkten der Messe und wird gemeinsam vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, der Europäischen Weltraumorganisation, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und den im Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) organisierten Raumfahrtunternehmen gestaltet. Geboten wird die gesamte Bandbreite der Forschung – vom unbemannten Hubschrauber Super-Artis, der in einer Simulation mit Hilfe optischer Präzisionsnavigation auf dem Mond landet, über neue Landesysteme für Flugzeuge, die lärmarme und treibstoffsparende Anflüge ermöglichen bis hin zur Virtual-Reality-Begehung von verschiedenen Triebwerkstypen.

Zahlen und Fakten

1017 Aussteller aus 37 Ländern zeigen Spitzentechnologie aus allen Geschäftsfeldern der Luft- und Raumfahrtindustrie.

200 Luftfahrzeuge aller Größen und Kategorien stellen sich den Besuchern am Boden und in einem abwechslungsreichen Flugprogramm vor.

50 Konferenzen, Seminare und Workshops stehen auf der ILA-Agenda. Leitkongresse widmen sich Marktentwicklungen und Trends.

250 000 Quadratmeter Hallen und Freigeländeflächen stehen auf dem Berlin Expo-Center Airport zur Verfügung.

Bis zum 2. Juni (10 bis 18 Uhr) sind Fachbesuchertage. Am ersten Publikumstag (3. Juni), dem „Long Friday“, gibt es zehn Stunden lang von 10 bis 20 Uhr das volle ILA-Programm.

Der Publikums-Samstag (4. Juni) mit vielen Highlights in den Hallen, auf dem Freigelände und in der Luft ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

„Wir haben in diesem Jahr eine Neuausrichtung der Messe vorgenommen, stellen stärker als bisher Innovationen in der Luft- und Raumfahrtbranche in den Fokus und wollen dem Publikum zeigen, wie Hightech aus Deutschland den Menschen dienen kann“, sagt Volker Thum, BDLI-Hauptgeschäftsführers. Zur Neuauflage gehöre für das Publikum der „Lange Freitag“ mit einer Öffnungszeit bis 20 Uhr sowie ein Tag für 50 Startup-Unternehmen der Branche.

Die Messe hat in diesem Jahr aber auch abgespeckt, bietet zwei Veranstaltungstage weniger und hat das beliebte Flugprogramm reduziert – an den Publikumstagen von sieben auf fünf Stunden. „Es wird aber wieder zahlreiche sehenswerte Flugvorführungen von Eurofighter der Bundeswehr, des Airbus A 350, der Schweizer Flugstaffel und weiteren Piloten geben“, verspricht ILA-Flugprogrammleiter Wolfram Cornelius für die Publikumstage. Die offizielle Jet-Nationalstaffel der Schweizer Luftwaffe sei mit sieben Northrop F-5E Tiger II vertreten und gehöre seit 1964 zu den Höhepunkten bei Flugshows. Ebenso wird Kunstflieger Uwe Wendt sein Flugprogramm mit einer Extra 300 zeigen. Der Eurofighter, das modernste europäische Kampfflugzeug, startet bei Demonstrationsflügen erstmals direkt von der ILA Runway.

„Ein knallharter Wirtschaftsfaktor für Brandenburg“

Cornelius hat mit einem Team von 30 Experten nicht nur die Highlights im Blick, sondern auch die Sicherheitsauflagen, Schallschutzvorgaben und Wettervorhersagen. „Obwohl die Starts und Landungen auf der BER-Startbahn stattfinden, stehen wir genehmigungsseitig auf der grünen Wiese, weil sie noch kein Bestandteil des Flughafens ist. Die Bahn muss deshalb auf Sicht angeflogen werden.“ Die Vorführungen in der Luft finden in einer Mindesthöhe von 150 Metern und einem Mindestabstand von 350 Metern von den Zuschauern statt. Weitere Vorgabe: die Gesamtschallbelastung darf 111 Dezibel pro Tag nicht überschreiten. Damit sind maximal 19 Überschreitungen von je 94 Dezibel zulässig. „Die Aufsichtsbehörde schaut uns dabei genau über die Schulter“, sagt Cornelius, der deutlich weniger Fluglärm als 2014 verspricht.

Größter Einzelaussteller ist die Bundeswehr, die ihre Exponate sowohl bei den Vorführungen als auch auf einem 10 000 Quadratmeter großen Freigelände zeigt. Zum umfangreichen „Produktdisplay“ gehören Kampfflugzeuge, Transportflugzeuge und Hubschrauber.

Vor allem die Vertreter von Politik und Wirtschaft nehmen die Innovationskraft der regionalen Firmen unter die Lupe. MTU Aero Engines präsentiert neue Triebwerkstechnologie, mit der 15 Prozent weniger Kraftstoffverbrauch und 15 Prozent weniger Kohlendioxid-Ausstoß für Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge möglich wird. Rolls-Royce ist nach eigenen Angaben mit dem effizientesten zivilen Flugzeugtriebwerk für den A 350 dabei. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) zeigt sich beeindruckt: „Die Entwicklungen der Luft- und Raumfahrtbranche, in der 20 000 Menschen in der Region Beschäftigung haben, üben nicht nur eine große Faszination aus, sie sind ein knallharter Wirtschaftsfaktor für Brandenburg.“

Von Uta Schmidt

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