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Überraschungs-Kandidatin in Ludwigsfelde

Stadtverband der Linken zieht mit einer Frau in den Bürgermeister-Wahlkampf Überraschungs-Kandidatin in Ludwigsfelde

Mit einer Überraschung endete in Ludwigsfelde die Wahl der Linken für einen Bürgermeister-Kandidaten am 20. September: Die promovierte Agrarwissenschaftlerin Cornelia Hafenmayer gewann die Abstimmung im ersten Wahlgang mit knapper Mehrheit gegen den 40 Jahre alten kaufmännischen Angestellten Silvio Pape. Beide sind Stadtverordnete.

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Cornelia Hafenmayer ist Bürgermeister-Kandidatin der Ludwigsfelder Linken.

Quelle: Jutta Abromeit

Ludwigsfelde. Die Stadtverordnete Cornelia Hafenmayer wurde in Ludwigsfelde vom Stadtverband Die Linke mit knapper Mehrheit zur Bürgermeister-Kandidatin gewählt.

Damit tritt die 57 Jahre alte promovierte Agrarwissenschaftlerin am 20. September in der Autobauerstadt um die Bürgermeister-Nachfolge von Frank Gerhard (SPD) an, der im März überraschend gestorben war. Bisher stehen von der SPD Stadtverordnetenvorsitzender Andreas Igel und von der CDU Stadtverbandsvorsitzender Detlef Helgert als Kandidaten fest. Bis zum 16. Juli sind Bewerbungen im Wahlbüro möglich.

Zwei Kandidaten stellten sich zur Wahl

Die Linke stand bei ihrer Wahlversammlung am Samstag vor einer ganz anderen Situation als bei Bürgermeister-Wahlen in der Scholl-Ära oder als es 2007 um dessen Nachfolge ging und sie stets einen geeigneten Kandidaten suchen musste. Dieses Mal standen zwei Interessenten zur Wahl, neben Hafenmayer auch der 40 Jahre alte Stadtverordnete und kaufmännische Angestellte Silvio Pape. Der ist nach zwei Jahren als Nachrücker seit 2009 Stadtverordneter und stellvertretender Fraktionschef, derzeit leitet er den Bauausschuss. Pape sagt nach der Wahl: „Auch ich bin überrascht. Und enttäuscht.“

Überrascht von der Entscheidung im ersten Wahlgang war selbst Linken-Urgestein Peter Dunkel, seit dem Mauerfall Stadtverordneter, Fraktionschef und langjähriges Kreistagsmitglied: „Doch ich bin sehr froh und zufrieden mit dem Ergebnis und freue mich, dass eine starke Frau für uns um das Amt des Bürgermeisters kämpfen will.“

Hafenmeyer hält das „Wir-Gefühl“ der Ludwigsfelder für wichtig

Cornelia Hafenmayer kam Anfang der 1980er Jahre aus Kleinmachnow nach Ludwigsfelde. Sie promovierte an der Humboldt-Universität, arbeitete im Großbeerener Institut für Gemüseproduktion, hat inzwischen auch Berufsabschlüsse als Verwaltungsfachwirt und Personalreferent. Nach dem Mauerfall leitete sie 21 Jahre lang das Gewerbeamt im Rathaus von Ludwigsfelde. 2011 war sie aus eigenem Antrieb zu einem privaten Bildungsträger gegangen, jetzt bearbeitet sie bei der Lasa, der Landesagentur für Struktur und Arbeit, Fördermittelanträge für Arbeits- und Bildungsprojekte. Sie ist verheiratet, „wir haben drei Kinder und zwei Enkel und leben im Stadtteil Ludwigsdorf“, sagt sie. Neben ihrem politischen Ehrenamt als Stadtverordnete – sie arbeitet im Sozialausschuss und leitet den Rechnungsprüfungsausschuss – ist sie im erweiterten Vorstand des Ludwigsfelder Handballclubs Schiedsrichterwartin.

Zur Motivation für die Bürgermeister-Kandidatur erklärt sie: „Ich halte wie Herr Gerhard das Wir-Gefühl der Ludwigsfelder für wichtig, damit sich Menschen vom Kindesalter bis zum Senior, einheimische und ausländische Bürger in unserer Stadt wohlfühlen.“ Sie will die Entwicklung der Stadtmitte fortsetzen, „und ich möchte dass wir es schaffen, dass die Industrie sich hier weiter wohlfühlt und junge Leute ausbildet, die gern hier bleiben, und dass unser Klubhaus zu einem kulturellen Zentrum wird, in das alle gern kommen.“

Von Jutta Abromeit

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