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Umfrage: Das wollen die Jüterboger

Reformation, Sport, Politik Umfrage: Das wollen die Jüterboger

Ob Wohnraum, Sportplatz oder die Arbeit von Bürgermeister Arne Raue – die Vorstellungen der Menschen in Jüterbog gehen zu aktuellen Themen oft auseinander. Das geht aus einer Umfrage der MAZ hervor, an der sich 155 Jüterboger beteiligt haben. Nur was die Vorfreude auf 2017 angeht, sind sich fast alle einig.

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Rathaus in Jüterbog.

Quelle: Peter Degener

Jüterbog. Jüterbogs Bürgermeister Arne Raue (parteilos) polarisiert: Das geht aus einer aktuellen Leserumfrage hervor, für die die MAZ mehrere Hundert Haushalte in Jüterbog und den Ortsteilen befragt hat.

Ansichten über Bürgermeister gespalten

Zwar gibt fast die Hälfte (49 Prozent) der insgesamt 155 Teilnehmer der Umfrage an, mit der Arbeit des Bürgermeisters „sehr zufrieden“ (13 Prozent) oder „zufrieden“ (36 Prozent) zu sein. Aber gut jeder vierte Befragte ist auch „nicht zufrieden“ (28 Prozent). Einige nutzten sogar die offene Frage „Was ist Ihrer Meinung nach das drängendste Problem in der Stadt Jüterbog und de Ortsteilen?“, um ihren Unmut über den Bürgermeister kundzutun: „Das Stadtimage hat unter Herrn Raue großen Schaden genommen“, schreibt ein Befragter. „Der Rechtspopulismus des Bürgermeisters muss endlich aufhören“, beschwert sich ein anderer. Im November 2015 hatte Raue die Bürger vor dem Kontakt mit Asylbewerbern gewarnt, weil diese angeblich Krankheiten übertrügen – und war dafür heftig kritisiert worden.

Bürgermeister Arne Raue (parteilos)

Bürgermeister Arne Raue (parteilos)

Quelle: Peter Degener

Eine Umfrageteilnehmerin nahm den Bürgermeister in Schutz: Raue sei der einzige, „der die Ängste der Bürger ausspricht“, schreibt sie, „leider wird ihm zu oft der Mund verboten.“. 23 Prozent der Umfrageteilnehmer wollten die Arbeit des Bürgermeisters, der seit 2011 im Amt ist, gar nicht beurteilen.

Wenn es um den Sportplatz am Rohrteich geht, sind sich die Jüterboger indes weitgehend einig. Insgesamt sprachen sich 88 Prozent der Umfrageteilnehmer für die Grundsanierung der maroden Anlage aus. Davon fordern 44 Prozent, dass der Landesstützpunkt der Leichtathleten möglichst schnell erneuert werden soll. Der anderen Hälfte der Befragten (44 Prozent) genügt eine schrittweise Erneuerung – ihnen geht es auch darum, die Stadtkasse nicht zu sehr zu belasten. Lediglich ein kleiner Teil ist gegen die Sanierung mit städtischen Mitteln: Die Anlage sollte „höchstens repariert werden, wo es unbedingt nötig ist“, gab fas jeder zehnte Befragte (11 Prozent) an. Nur ein Prozent der Teilnehmer findet: „Es gibt wichtigere Projekte in der Stadt.

Schon seit Jahren kämpfen die Athleten für die Sanierung des Sportplatzes. Zwar sind im aktuellen Haushalt 230 000 Euro für die Sanierung der maroden Tartanbahn vorgesehen. Ob die 20 Jahre alte Wettkampfanlage tatsächlich erneuert wird, hängt aber auch von anderen geplanten Baumaßnahmen in der Stadt ab, die Vorrang haben könnten.

Mindestens genauso leidenschaftlich wie über ihren Bürgermeister diskutieren die Jüterboger über das Angebot von Mietwohnungen und städtischem Bauland. Zwar ist jeder zweite Befragte insgesamt zufrieden mit dem Wohnungsmarkt (51 Prozent). Die andere Hälfte der Umfrageteilnehmer beklagt jedoch, dass es zu wenige bezahlbare Wohnungen gibt und Bauflächen in der Stadt fehlen. Eine große Baufläche wurde mittlerweile im Norden der Stadt geschaffen. Am künftigen Leopold-Ring auf dem Areal des einstigen Lokstadions wird derzeit die erste Baugrube ausgebaggert.

Wenn es ums Feiern und den Stolz auf die Historie ihrer Stadt geht, sind sich die Jüterboger wieder einig: Die große Mehrheit (insgesamt 96 Prozent) begrüßt das Reformationsjubiläum 2017 oder sieht darin einen Nutzen. 29 Prozent hoffen, dass das Fest ihre Stadt bekannter macht. Jeder dritte Befragte (32 Prozent) freut sich auf „die vielen Veranstaltungen, die es dann geben wird“. 35 Prozent gehen davon aus, dass der Tourismus in der Region vom Reformationsjubiläum profitieren wird. Lediglich vier Prozent halten die Veranstaltung für Zeit- und Geldverschwendung.

Von Josefine Sack

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