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Umfrage: Mehr Angebote für Jugendliche

Jugendbeirat in Jüterbog Umfrage: Mehr Angebote für Jugendliche

Kein Kino, keine Disco, kein zentraler Jugendtreff – stattdessen herrscht für Jüterbogs Jugend nur gähnende Langeweile. Das soll sich nun ändern. Mit einer Schülerumfrage will der Jugendbeirat den jungen Einwohnern eine Stimme geben und die Stadt bewegen, mehr Freizeitangebote zu schaffen.

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Benjamin Hartwig und Celine Fischer vom Jugendbeirat.

Quelle: Josefine Sack

Jüterbog. Die lange geplante Schülerumfrage des Jugendbeirats nimmt Gestalt an. Am Dienstag nächster Woche kommen die Vertreter des im vergangenen Jahr gegründeten Gremiums zusammen, um den endgültigen Entwurf des Fragebogens zu beschließen. „Nach den Winterferien wollen wir die Umfrage in den Schulen vorstellen und Schülern ab Klasse 5 die Möglichkeit geben, den Fragebogen auszufüllen“, sagt der Beiratsvorsitzende Benjamin Hartwig. Herausfinden wolle man, wie bestehende Angebote angenommen werden und welche Aktivitäten und Einrichtungen sich Kinder und Jugendliche noch wünschen.

Konzertstätte wird vermisst

„Seit das ,Full House’ 2013 geschlossen wurde, gibt es in Jüterbog viel zu wenig Angebote“, sagt Hartwigs Stellvertreterin Celine Fischer. Zwar gibt es noch den Jugendclub Jüterbog II und den Jugendtreff am Neumarkt, beide seien aber nur schwer zu erreichen. „Ein Trampolin-Spielplatz und ein Veranstaltungsort für Konzerte, wie früher die alte Schauburg, wären toll“, sagt die 17-Jährige. Hartwig könnte sich auch ein Jugend-Internetcafé im Stadtzentrum vorstellen.

Katrin Niemeyer, die den von Jugendlichen selbst verwalteten Neumarkt-Treff betreut und bis 2013 Jugendbeauftragte der Stadt war, hat Verständnis für die Sorgen. „Gerade für Ältere fehlen Angebote. Wer abends weggehen will, muss nach Luckenwalde fahren.“ Bis zu zehn Besucher kommen regelmäßig unter der Woche zum Neumarkt-Treff, am Wochenende seien es auch mal um die 20.

Mit Umfrageergebnissen rechnet der Beirat nicht vor Ende März. Diese sollen den Stadtverordneten präsentiert werden. „Danach müssen wir diskutieren, was sich umsetzen lässt“, sagt Fischer.

Bürgermeister begrüßt die Initiative

„Ich heiße die Initiative des Beirates für gut“, befindet Bürgermeister Arne Raue (parteilos). „Angetreten, um etwas für Kinder und Jugendliche zu bewegen, kann nur sinnvoll sein, zunächst den Ist- Stand zu ermitteln.“ Er bietet den Akteuren an, ihnen als Verwaltung professionell bei der Aktion zur Seite zu stehen – „natürlich ohne auf die Ergebnisse Einfluss zu nehmen“. Angesichts der angespannten Haushaltslage und der Vorgabe, im freiwilligen Bereich zu sparen, kann die Stadt laut Bürgermeister Raue über veränderte Angebote nachdenken. „Ein Mehr an finanzieller Unterstützung halte ich für wenig kreativ. Ich glaube auch nicht, dass der Beirat seine Arbeit so anlegt, mit ausgestreckter Hand nur nach Geld zu fragen“, sagt Raue.

Von Josefine Sack

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