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Umfrage: Rückhalt für den Bürgermeister

Niedergörsdorf Umfrage: Rückhalt für den Bürgermeister

Der Bürgermeister von Niedergörsdorf, Wilfried Rauhut (parteilos), macht für die Mehrheit seiner Bürger einen guten Job. Das ist ein Ergebnis einer (nicht repräsentativen) MAZ-Umfrage in der Gemeinde. Doch manche Bürger äußern in der anonymen Befragung auch Kritik an der Verwaltung, vor allem an der mangelnden Transparenz.

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Dörfliche Idylle, Felder, Windmühlen – so präsentiert sich Schönefeld in Niedergörsdorf.

Quelle: Stefan Dobers

Niedergörsdorf. Mit ihrem Bürgermeister Wilfried Rauhut (parteilos) ist eine Mehrheit der Niedergörsdorfer zufrieden. Das geht aus einer Leserumfrage hervor, für die die MAZ mehrere hundert Haushalte in der Gemeinde befragt hat. 59 Prozent der Befragten gaben an, dass sie „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“ mit Rauhut seien. Nur jeder Siebte ist unzufrieden mit seiner Arbeit.

Bürger fordert „mehr Information der Gemeinde“

In einer offenen Rubrik kritisierten viele Umfrageteilnehmer dagegen die Gemeindeverwaltung generell. „Mehr Informationen der Gemeinde in öffentlichen Versammlungen“ fordert ein Bochower. Ein Einwohner von Malterhausen bemängelt, dass lange angekündigte Einwohnerversammlungen nie einberufen worden seien. „Man kommt sich in Malterhausen wie ein ahnungsloser Bürger vor“, schreibt er und sagt, es sei „höchste Zeit die Frage nach einem Ortsbeirat zu stellen“. Anderswo habe man damit Erfolge bei der Mitwirkung der Einwohner erzielt. Auch im Ort Niedergörsdorf, wo die Gemeindeverwaltung sitzt, ärgert sich ein Leser über die „Kommunikation zwischen Bürger und Ämtern“.

Doch nicht nur die zentrale Verwaltung wird kritisiert, auch manche Ortsvorsteher werden in der anonymen Befragung an den Pranger gestellt, weil sie aus Sicht mancher Einwohner zu wenig Initiative zeigen.

Kommunalfusionen werden deutlich abgelehnt

Ein deutliches Stimmungsbild ergab sich bei der Frage einer möglichen Kommunalfusion mit Nachbargemeinden. Zwei Drittel fordern trotz der vom Land angestrebten Verwaltungsstrukturreform 2019 die Eigenständigkeit Niedergörsdorfs. Wenn das nicht möglich ist, liegt die Präferenz der Teilnehmer bei Jüterbog als Verwaltungssitz.

Feuerwehr soll finanziell gefördert werden

Das Nachwuchsproblem bei den Freiwilligen Feuerwehren will die Mehrheit mit finanziellen Anreizen lösen. Jeder fünfte sieht allerdings ein, dass im Zweifel eine Pflichtfeuerwehr unumgänglich ist, denn keiner sagte aus, dass ihm die fehlende Einsatzbereitschaft der Feuerwehren egal sei. In den Kommentaren zur Umfrage werden zudem mehrfach zusätzliche Mittel für den Brandschutz gefordert, um Gebäude und Technik zu erhalten und die Feuerwehr mit persönlichen Schutzausrüstungen auszurüsten.

Busverbindungen werden kritisiert

Bei der Frage zur Bahnanbindung nach Berlin überrascht das Ergebnis: Obwohl durch die Fahrplanwechsel viele Pendler mittlerweile längere Fahrtzeiten in Kauf nehmen müssen oder deshalb sogar auf das Auto umgestiegen sind, sehen 54 Prozent der Umfrageteilnehmer das Defizit eher bei der Busverbindung in das Umland. „Verbesserte Busverbindungen“ und „Kleinbusse für alle Generationen“ werden von Lesern gefordert.

Von der häufiger vorgebrachten Kritik an der Zahl und Nähe der Windparks zu den Dörfern der Gemeinde bis zu den überschaubaren Problemen wie der fehlenden Bank am längst wieder verkrauteten Dorfteich reichten die übrigen Hinweise der Leser. Bei diesen Problemen hat die Gemeinde auch den nötigen Handlungsspielraum, der ihr bei großen Investitionen meistens fehlt.

Von Peter Degener

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