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Teltow-Fläming Umjubelte Premiere in Thyrow
Lokales Teltow-Fläming Umjubelte Premiere in Thyrow
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05:25 25.04.2016
Barbara Hagelstein-Zimmermann und Josephine Strauch (v. l.) Quelle: Ott
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Thyrow

Nach mehr als zwei Jahren schöpferischer Pause servierte die Thyrower Theater Truppe am Sonnabend vor ausverkauftem Haus ihr neues Stück „Bei Anschlag Mord“. Geschrieben hat die sogenannte „Krimödie“ der Autor Dieter Bauer. Die Thyrower Theatermacher haben die fünf Szenen eines verzweifelten Schriftstellers, gespielt von Leopold Strauch, nahezu professionell umgesetzt.

Besagter Schriftsteller steht unter Druck. Sein Telefon klingelt und der ungehaltene Verleger verlangt, er solle endlich einen richtigen Krimi schreiben. Und zu einem richtigen Krimi gehört ein Mord. So sitzt der verzweifelte Schriftsteller an seiner Schreibmaschine, hofft, dass er mit jedem Anschlag auf der Tastatur endlich die geforderte Mordgeschichte hinbekommt. Seine Figuren nehmen indes Gestalt an und erwachen auf der Bühne zum Leben. Es gibt einen Brillanten-Bruno, eine Kommissarin, die stirbt, weil sie aus Versehen vom Rattengift kostet, das sie für reines Heroin hält. Wieder ist es kein Mord, sondern Selbstverschulden. Der Schriftsteller stöhnt und rauft sich die Haare. Dabei hält er sich beim Schreiben an die Vorgaben eines Lehrbuchs. Doch all sein Mühen scheint vergebens. Er leidet unter der Schreibblockade, sucht nach der richtigen Story, weil er weiß, dass er einen Mord liefern muss.

Ehemalige Mitglieder zu Besuch

„Hervorragend, ist mal was anderes und prima gespielt“, schwärmte Besucher Gerhard Erdmann aus Beelitz. Im Zuschauerraum war auch Tino Flörke. Der Leiter der Musik- und Kunstschule Ludwigsfelde zeigte sich nicht nur von der schauspielerischen Leistung der Akteure angetan. „Die können sogar richtig gut singen“, lobte er. Lustbetont und mit einem Augenzwinkern trällerten Ina Krause und Waltraud Lahn „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“. Verruchter Gesang war von Annette und Josephine Strauch zu erleben. Davon waren auch Vertreter vom Ludwigsfelder Amateurtheater „Amalu“ begeistert. Ein kurzweiliger Abend, hieß es von Seiten der „Konkurrenz“.

„Super! Großartig!“, sagten Christiane und Jörg Platow. Das Ehepaar und ihre Tochter Amanda (18) gehörten einst zur Thyrower Theater Truppe. Sie hätten sich im Ensemble sehr wohlgefühlt, erzählten sie. Die Familie lebt jetzt in Sachsen und war wiedergekommen, um die Leute wiederzusehen.

Viele Zuschauer wünschten sich nach der Vorstellung, ihre Theaterleute mögen doch für ein neues Stück nicht wieder zwei Jahre verstreichen lassen.

Von Gudrun Ott

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