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Umleitungsstrecke wird verbreitert

Mahlow Umleitungsstrecke wird verbreitert

Kaum ein Ortskundiger Autofahrer hält sich an die offizielle Umleitung für den Berliner Damm in Mahlow. Um den Schleichverkehr besser zu verteilen, lässt die Gemeinde in den Osterferien die Richard-Wagner-Chaussee verbreitern. Damit soll vor allem der Verkehr vor der Astrid-Lindgren-Schule weniger werden.

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Zweiradfahrer kümmern die Absperrungen nicht. In den kommenden Tagen soll die Richard-Wagner-Chaussee verbreitert werden.

Quelle: Foto: Christian Zielke

Mahlow. Jahrelang haben die Mahlower für den Ausbau des Berliner Damms gekämpft, doch seit die Arbeiten vor vier Wochen begonnen haben, gibt es Frust. Der Verkehr, der sonst über die wichtige Verbindung zwischen Blankenfelde und Mahlow fließt, sucht sich andere Wege durch den Ort.

Kaum ein Ortskundiger hält sich an die offizielle Route über Blankenfelde und Diedersdorf. Richtig brisant ist die Situation, seit vor zwei Wochen die Richard-Wagner-Chaussee für den Autoverkehr gesperrt wurde. Diese ehemalige Baustraße war schlicht zu schmal für den Umleitungsverkehr. In den Osterferien will die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow nun handeln und lässt die Straße zunächst auf eigene Kosten verbreitern. Darauf habe man sich in der vergangenen Woche mit dem Landesbetrieb Straßenwesen geeinigt, der derzeit die L792, den Berliner Damm, ausbaut.

Ausbau der Straße war an fehlendem Baurecht gescheitert

„Wir sind froh, dass wir so kurzfristig eine Firma gefunden haben“, sagt Bürgermeister Ortwin Baier (SPD). Diese soll die Richard-Wagner-Chaussee in den kommenden Tagen um etwa 50 Zentimeter verbreitern. Dazu wird neben der jetzigen Fahrbahn ein zusätzlicher Streifen asphaltiert. Nach Abschluss des Baus würden die Kosten zwischen Gemeinde und Landesbetrieb verrechnet.

Im vergangenen Jahr hatte der Landesbetrieb Straßenwesen damit begonnen, die Richard-Wagner-Chaussee auszubauen und einen Geh- und Radweg anzulegen. Dass der Ausbau nicht bis zur Beethovenstraße fertig gestellt wurde, begründet die Behörde mit fehlendem Baurecht. Die schmale Straße war für den Umleitungsverkehr – insbesondere die Busse – ungeeignet. Nach den Osterferien, am 24. April, soll die geflickte und verbreiterte Straße wieder für den gesamten Verkehr offen sein. Bis dahin bleibt die Kreuzung Richard-Wagner-Chaussee und Berliner Damm voll gesperrt.

Kreistagsabgeordneter fordert Ausweitung von Tempo 30 vor Schule

Bürgermeister Ortwin Baier appelliert an die Autofahrer, nach der Wiedereröffnung vorsichtig zu fahren. Schließlich sei das Musikerviertel ein Wohngebiet. Auch auf der derzeit am meisten vom Umleitungsverkehr betroffenen Straße, dem Glasower Damm, ruft Baier zu besonderer Vorsicht auf.

Im März hatte es einen Unfall gegeben, bei dem ein Kind auf dem Weg zur Astrid-Lindgren-Schule von einem Transporter angefahren und schwer verletzt wurde. „Die Leute sollen sich an das Tempo 30 halten“, sagt Baier. Der CDU-Kreistagsabgeordnete Michael Wolny fordert eine Ausweitung des Tempolimits von der Schule über die Eisenbahnbrücke bis zur Ibsenstraße. Eine entsprechende Anfrage hat er im Ausschuss für Regionalentwicklung gestellt. „Das Straßenverkehrsamt hat signalisiert, dass man Tempo-30-Zonen vor Schulen ausweiten kann“, sagt Wolny. Er hofft, dass Blankenfelde-Mahlow davon künftig stärker Gebrauch macht.

Von Christian Zielke

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