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Teltow-Fläming Umspannwerk ist nun Wohnhaus
Lokales Teltow-Fläming Umspannwerk ist nun Wohnhaus
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06:09 27.03.2016
Letzte Baubesprechungen: Mitte April sollen die ersten Mieter einziehen.  Quelle: Christian Zielke
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Blankenfelde

 In den 1940er Jahren haben Menschen begonnen, leerstehende Industriegebäude als Wohnung zu nutzen. Vor allem Künstler schätzten das Prinzip von viel Platz für wenig Geld. Der marode Fabrikcharme störte kaum. Heute gehören Lofts zu begehrten Wohnungen.

Mit dem alten Umspannwerk gibt es dieses Wohngefühl nun auch in Blankenfelde. Jan Dewerzeny hat das Gebäude aus den 1950er Jahren für mehr als eine Million Euro zum Wohnhaus umgebaut. Elf Wohnungen zwischen 55 und 100 Quadratmetern sind entstanden. In den kommenden Wochen sollen die ersten Mieter einziehen.

Investor hofft auf private Zeit zum Durchschnaufen

Für den Bauherren ist das eine willkommene Möglichkeit zum Durchatmen. „Ich bin froh, wenn die Anspannung vorbei ist“, sagt Jan Dewerzeny. Die Doppelbelastung mit der Baustelle und der eigenen Firma für Kälte- und Klimatechnik sei hart gewesen. Da sein Büro direkt neben der Baustelle liegt, war er zwar nah am Geschehen, doch manchmal war die Nähe wie ein Fluch. Familienvater, Firmenchef, Bauleiter und Vermieter in Personalunion – „Dagegen war der Bau meines Eigenheims ein Klacks“, sagt der 39-Jährige.

Nicht nur dem Bauherren ging es an die Substanz, auch das Gebäude aus den 1950er Jahren ist – zumindest innen – kaum wiederzuerkennen. Wo einst riesige Transformatoren standen und weite Teile von Blankenfelde mit Strom versorgten, dominieren weiße Wände und Holzfußböden. Große Fenster bringen Licht in die Räume. Makler würden von einem gehobenen Standard sprechen.

Mieter aus Blankenfelde und aus Mahlow

Acht Wohnungen sind bereits vermietet. Die neuen Mieter kommen zum großen Teil aus Blankenfelde und Mahlow, es sind aber auch Berliner und Münchener darunter. Für Architekt Harald Schulz ist es eines der letzten Projekte seines Berufslebens. Im August geht der 65-Jährige in den Ruhestand. Er erinnert sich, als er zum ersten Mal das Haus betrat, das in den 1950er Jahren von Schülern des Architekten Albert Speer entworfen wurde: „Ich ging durch die Räume und hatte sofort eine Vorstellung, wie es aussehen könnte.“

Bauherr Jan Dewerzeny (l.) und sein Planer Harald Schulz haben in dem einstigen Industriebau elf Wohnungen geschaffen. Quelle: Christian Zielke

Einem Gebäude einen neuen Zweck zu geben, sei immer eine besondere Aufgabe, so auch bei dem alten Umspannwerk. „Es war mehr als nur entkernen“, sagt er. Die bis zu 60 Zentimeter hohen Decken musste eine Spezialfirma mit schwerem Gerät in kleine Teile schneiden und mit einem Kran absenken. Wären die tonnenschweren Betonteile abgestürzt, hätte es die Decken darunter zerschlagen.

Umso größer war die Erleichterung, als vor einigen Wochen die Rüstung fiel. „Es ist genau so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe“, sagt Jan Dewerzeny. Ob er sich vorstellen könnte, ein solches Projekt noch einmal zu stemmen? „Jetzt nicht, vielleicht in ein paar Jahren.“

Von Christian Zielke

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