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Umstrittene Fahrradstraße in der Trebbiner Allee

Stangenhagen Umstrittene Fahrradstraße in der Trebbiner Allee

Eigentlich könnten sich die Anwohner der Trebbiner Allee 6 bis 10 in Stangenhagen über die geplante Fahrradstraße vor ihren Häusern freuen. Doch als Anlieger sollen sie heftig zur Kasse gebeten werden.

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Dieser Weg soll als Fahrradstraße ausgebaut werden.

Quelle: Elinor Wenke

Stangenhagen. Entlang der Trebbiner Allee Nummer  6 bis 10 in Stangenhagen soll nach dem Willen der Stadt Trebbin zusammen mit dem Landkreis Teltow-Fläming aus dem bislang unbefestigten Sandweg eine Fahrradstraße gebaut werden. Sie soll dem überörtlichen Radverkehr als auch der Zuwegung der anliegenden Grundstücke dienen und kann von den Anwohnern auch mit dem Auto befahren werden.

Einem entsprechenden Beschlussvorschlag stimmte der Trebbiner Bauausschuss jetzt mehrheitlich zu, die Stadtverordneten sollen am 28. September grünes Licht geben.

Bauarbeiten beginnen

Schon in den nächsten Tagen sollen die Bauarbeiten beginnen, doch das Vorhaben ist umstritten. Der Landkreis beteiligt sich mit 40 000 Euro an den Baukosten, die Stadt Trebbin trägt 16 000 Euro; sie hat das Geld bereits im Haushalt eingestellt. Doch weil es sich bei dem 180 Meter langen Abschnitt um eine Anliegerstraße handelt, sollen 70 Prozent des Stadtanteils auf die wenigen Anwohner-Grundstücke umgelegt werden. Auf jeden Eigentümer würden nach derzeitigem Stand mehr als 3000 Euro zukommen.

Ortsvorsteher Lutz Heimer bestätigte im Bauausschuss, dass das Vorhaben im Rahmen der Dorferneuerung mit den Anwohnern abgesprochen war, weil für den Bau einer sogenannten Fahrradstraße Fördermittel in Aussicht gestellt wurden. „Aber, dass solche Kosten auf die Bürger zukommen, wusste niemand“, sagte Heimer. „Deswegen sind die Anwohner sauer.“

Sein Stellvertreter und Stadtverordneter Knut Vetter (GpgS) bestätigte das ursprüngliche Ansinnen, von einem bezuschussten Radweg profitieren zu können. „Aber letztlich ist alles nicht ordentlich mit den Bürgern abgesprochen, sie wurden vor vollendete Tatsachen gestellt“, sagte er. Laut Stefanie Brügge, Bau-Abteilungsleiterin der Stadt, ist mit den Bürgern gesprochen worden, aber noch sind nicht alle strittigen Fragen ausgeräumt.

Meinungen gehen auseinander

Im Dorf indes wird berichtet, dass die Anwohner mehrheitlich die Straße weder wollen, noch sie für notwendig halten. Auch im Bauausschuss gingen die Meinungen auseinander. Uwe Mertin (Neue Liste) gab zu bedenken: „Wir wollten ursprünglich einen Radweg entlang der B246, da können wir jetzt nicht die Anwohner mit den Kosten belasten.“ Christian Heller (CDU) bezweifelte die Richtigkeit der Bezeichnung „Fahrradstraße“. „Es muss eine Mischstraße sein, denn auf ihr sollen auch Versorgungsfahrzeuge fahren können“, sagte er.

Ausschussvorsitzender Ralf Marschall (CDU) hingegen verwies auf die Kostenbeteiligung des Landkreises. „Er trägt mit 40 000 Euro den überwiegenden Anteil der Finanzierung, das sollte man sich nicht entgehen lassen“, sagte er.

Von Elinor Wenke

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