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Teltow-Fläming Umstrukturierung im Klostermuseum
Lokales Teltow-Fläming Umstrukturierung im Klostermuseum
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00:20 06.11.2017
Das Obergeschoss des Siechenhauses (vorne) soll neben der Abtei (hinten) soll künftig mit zum Museumsbereich zählen. Quelle: Isabelle Richter
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Kloster Zinna

„Es ist alles bedacht und ausgeschlossen. Die Planer können jetzt loslegen“, erklärt Norber Jannek. In der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats Kloster Zinna brachte der Leiter der städtischen Museen die Anwesenden auf den neuesten Stand zur umfassenden Sanierung des Klostermuseums.

Verbindung von Abtei und Siechenhaus

Mehr zum Anfassen und Mitmachen und nicht so viel zum Lesen laute das Konzept. Denn nicht nur die Heizungsanlage von 1964, sowie Elektrik und Fenster müssen dringend erneuert werden, auch eine Umstrukturierung des Museums ist notwendig.

Derzeit befindet sich das Klostermuseum in der vor 1440 erbauten Abtei. Dort ist die Geschichte des Ordens dargestellt. Oft tummeln sich hier einzelne Besucher zusammen mit ganzen Schulklassen auf engem Raum.

Um das Klostermuseum übersichtlicher und weitläufiger zu gestalten, lautet der Plan „beide Gebäude miteinander zu verbinden“, so Jannek. Damit gemeint sind die Abtei und das anschließende Siechenhaus.

Obergeschoss bisher nur als Lagerraum genutzt

Demnach wird im ehemaligen Abthaus zwar weiterhin die Historie rund um das Kloster zu erkunden sein – allerdings in acht, statt in sechs Räumen. Denn das Büro und der Galerieraum bekommen einen neuen Platz.

„Die gesamte obere Etage im Siechenhaus ist leer und wird derzeit nur als Lagerraum genutzt“, so Jannek. Dieses Platzangebot wolle man deshalb nutzen und als zusätzlichen Museumsbereich ausbauen. In das Obergeschoss des Siechenhauses wandern Büro und Galerieraum.

Außerdem entsteht auf der Etage ein öffentlicher Großraum mit genügend Platz für Schulklassen. Darüber hinaus kann der Raum künftig für Veranstaltungen oder Sitzungen genutzt werden.

Auch ein Toilettenbereich wird in das Obergeschoss des Siechenhauses einziehen. Zwar besitzt das Museum bereits eine Toilette. Jedoch befindet sich diese auf dem Hof. „Im Moment müssen die Besucher immer nach unten gehen“, berichtet Norbert Jannek.

Keine Barrierefreiheit für die obere Etage

Der Plan klingt vielversprechend, hat aber einen Haken. Die gewünschte Barrierefreiheit kann für den oberen Museumsbereich nicht gewährleistet werden.

Der Einbau eines Fahrstuhls zwischen beiden Gebäuden wurde nach Begutachtung des Denkmalschutzes und eines Behindertenbeauftragten ausgeschlossen. Der bauliche und technische Aufwand sei einfach zu groß. Außerdem befänden sich an dieser Stelle Reste alter Bauwerke in der Erde.

Monitor mit Touchscreen als Lösung

Gabriele Schröder findet das schade. „Wir leben im 21. Jahrhundert und haben keine Idee wie wir Rollstuhlfahrer dort reinbekommen?“, so die Ortsvorsteherin. Norbert Jannek erklärte ihr daraufhin, dass man sich aber bereits Gedanken zur Lösung des Problems gemacht habe. „Unten könnten Monitore mit Touchscreen platziert werden, damit auch diese Besucher sehen können, was oben ist“, so der Museumsleiter.

Dann müsse man sich aber Gedanken über eine Anpassung des Eintritts machen, fanden die Mitglieder des Ortsbeirats.

Eineinhalb bis zwei Jahre soll der Bau am Museum nach derzeitigen Schätzungen dauern. Damit begonnen werde vermutlich Ende 2018.

Von Isabelle Richter

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