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Umzug ins Ungwisse

Rangsdorfer Bücker-Museum ist geschlossen Umzug ins Ungwisse

Ohne die unermüdliche Arbeit einiger Unermüdlicher wäre die Geschichte der Fliegerei in Rangsdorf vermutlich verloren gegangen. Seit Sonntag gibt es das Bücker-Museum in Rangsdorf nicht mehr. Während ein Teil der Ausstellung künftig im Rathaus gezeigt werden soll, wird ein Teil eingemottet. Ob und wann die Exponate wieder zu sehen sind, weiß derzeit niemand.

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Knut Hentzschel (l.) und Werner Kriszio müssen die mehr als 600 Exponate aus dem Bücker-Museum sicher verpacken.

Quelle: Christian Zielke

Rangsdorf. Mehr als 14 Jahre lang hütete das Bücker-Museum die Geschichte der legendären Flugzeuge, die einst in Rangsdorf gebaut wurden. Damit ist es vorerst vorbei. Am Sonntag öffnete das Museum zum letzten Mal seine Türen. Bis Ende Januar müssen alle Exponate in Kisten verstaut sein.

Das Seehotel, dem die Räume gehören, hatte den Pachtvertrag zum Jahresende gekündigt, weil es die Räume zu Personalwohnungen umbauen möchte. Für Werner Kriszio und Knut Hentzschel vom Förderverein des Bücker-Museums ist es ein Umzug in eine ungewisse Zukunft. Noch weiß niemand, was mit den etwa 630 Exponaten geschieht. „Wir wünschen uns, dass die Sammlung eines Tages wieder zu sehen sein wird“, sagt Werner Kriszio. Zumindest ein Teil wird von Ende Januar an im Rangsdorfer Rathausfoyer gezeigt – vor allem Bilder und Vitrinen. Die Modelle der bei Kunst- und Sportfliegern einst so beliebten Maschinen verschwinden zusammen mit den Eissegel-Exponaten zum Großteil in einer Lagerhalle in Mittenwalde, die die Gemeinde zunächst für ein Jahr anmietet.

Viele Gemeindevertreter hatten den Museums-Machern am letzten Öffnungstag zugesichert, sich um das Thema zu kümmern. „Allen ist bewusst, dass das Museum hier hergehört“, sagt Werner Kriszio. Theoretisch gibt es auch schon geeignete Räumlichkeiten über der Kegelbahn, doch es scheitert – wie so vieles in Rangsdorf derzeit – am Geld. „Wir haben eine gültige Baugenehmigung“, sagt Bürgermeister Klaus Rocher (FDP). Hätte die Gemeinde die nötigen 1,2 Millionen Euro, könnte sie diese auch umsetzen und unter dem Dach der Kegelbahn ein großzügiges Museum bauen, in dem das bisherige Eissegel- und Bückermuseum einen Teil der Geschichte Rangsdorfs abbilden.

„Dann könnten wir vielleicht auch endlich mal ein ganzes Flugzeug ausstellen“, sagt Knut Hentzschel. Diese seien dem Verein mehrfach angeboten worden, doch bisher fehlte der Platz dafür. Zusammen mit einem Café könnte man die Öffnungszeiten deutlich erweitern. „Es wäre der ideale Standort“, sagt Werner Kriszio.

Das Ende des Bücker-Museums bedeutet nicht das Ende des Vereins mit seinen mehr als 60 Mitgliedern. Dieser koordiniert seine Aktivitäten künftig in einem eigenen Büro des Verlags „Natur und Text“ in der Friedensallee. Auch die Modellflieger werden weiterhin von der Piste des ehemaligen Flugplatzes abheben. Sogar ein gemeinsamer Flugtag mit dem Verein Höllenberg aus Christinendorf ist für das kommende Jahr geplant. „Wir verschwinden nicht im Wohnzimmer oder Keller“, sagt Knut Hentzschel – im Gegenteil. Beide Vereinsvorsitzende sind optimistisch, dass sie ihre Ausstellung eines Tages wieder der Öffentlichkeit präsentieren. Zunächst könnten aber andere Museen die Geschichte der Flugzeuge „Made in Rangsdorf“ zeigen. Der Verein möchte einige Exponate für Sonderausstellungen anpreisen. Beide Vorstandsvorsitzende hoffen, dass sich so auch ein paar Sponsoren finden, die den Verein bei seiner Arbeit unterstützen.

Von Christian Zielke

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