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Teltow-Fläming Unbekannte verseuchen Wasser im Freibad
Lokales Teltow-Fläming Unbekannte verseuchen Wasser im Freibad
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00:19 06.08.2017
Mit Hilfe von Bindemittel wurde das Öl aufgefangen. Stadtbrandmeister Jens Reichwehr (l.) und Einsatzleiter Silvio Pade begutachten den weißen Teppich. Quelle: Elinor Wenke
Luckenwalde

Wasserratten müssen auf den öffentlichen Badespaß unter freiem Himmel in Luckenwalde vorerst verzichten. Das Freibad Elsthal ist seit Mittwoch früh auf unbestimmte Zeit geschlossen. Unbekannte hatten in der Nacht das Wasser mit Öl verunreinigt.

Nico Buhle (l.) und Lutz Unruh von der Luckenwalder Feuerwehr transportieren die Ölsperren wieder ab. Quelle: Elinor Wenke

Für die Freibad-Mitarbeiter war es ein Schock. Schwimmmeister Dirk Schadow, der um 7 Uhr als Erster auf dem Gelände eintraf, bemerkte das Desaster. Am Vorabend um 20 Uhr war noch alles in Ordnung. Ein oder mehrere Täter hatten in der Nacht augenscheinlich einen 20-Liter-Öl-Kanister ins Wasser geworfen, aus dem ein Teil der Flüssigkeit austrat. „Ein Großteil der Wasserfläche war verseucht“, berichtet Schadow. Das Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken misst insgesamt 1700 Quadratmeter Fläche.

50 Liter Bindemittel eingesetzt

Gegen 8 Uhr rückte die Luckenwalder Feuerwehr mit zwei Fahrzeugen und sechs Einsatzkräften an, um den schlimmsten Schaden einzudämmen. „Wir haben etwa 50 Liter Öl-Bindemittel eingesetzt, das sogenannte ,Ekoperl 66’“, berichtet Einsatzleiter Silvio Pade. Dann wurden mehrere Ölsperren aufgebracht und durch eine gezielte Strömung am Nichtschwimmerbecken der weiße Teppich an den Rand des Schwimmerbeckens getrieben und abgesaugt.

„So einen Einsatz hat man nicht alle Tage“, sagte Stadtbrandmeister Jens Reichwehr, der so einen Fall in einem Freibad noch nie erlebt hat. „Wir haben verschiedene Varianten geprüft, um das Öl-Wasser-Gemisch zu trennen“, erklärte er. Mit dem Ergebnis zeigte er sich zunächst zufrieden. „Wir haben dadurch Schlimmeres verhindert, zum Beispiel, dass das verseuchte Wasser in die Nuthe gelangt“, sagte er. Doch um das Wasser wieder in Badequalität herzustellen, dafür sei die Feuerwehr technisch nicht ausgerüstet. „Dazu muss ein Spezialunternehmen anrücken“, sagte er.

Wann das Bad wieder öffnet, ist noch unklar

Laut Polizei wird der Schaden auf mindestens 5000 Euro geschätzt. Wann das Bad wieder öffnen kann, ist nach Auskunft der Stadt als Eigentümer bislang unklar. „Nach der Entfernung des Ölteppichs wird ein Labor die Wasserqualität untersuchen und erst wenn nach einigen Tagen die Ergebnisse vorliegen, kann die Aquapark Management GmbH als Betreiber eine Aussage treffen, wann das Bad wieder genutzt werden kann“, so Stadtsprecherin Sonja Dirauf.

„Die Mitarbeiter des Freibades sind verärgert und bedauern die Schließung sehr“, erklärte Betriebsleiter Edgar Sauer. Bei angesagter Wassertemperatur von 23 Grad mussten zahlreiche Badegäste wieder abziehen. „So eine Schandtat soll sich nicht wiederholen“, sagte Dirk Schadow, „wir denken darüber nach, die Sicherheitsvorkehrungen künftig zu erweitern.“ Beispielsweise ist der Einsatz eines Wachschutzes oder von Überwachungsanlagen angedacht.

Die Polizei ermittelt zu einer gemeinschädlichen Sachbeschädigung und sucht Zeugen. Sachdienstliche Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Teltow-Fläming, unter der Telefonnummer 0 33 71 60 00 entgegen.

Von Elinor Wenke

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