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Teltow-Fläming Unbekannter Absender
Lokales Teltow-Fläming Unbekannter Absender
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00:21 17.11.2017
Clara Gracia (r.) und Felix Ahlert (l.) überzeugten mit einem Mix aus Schauspiel und Akrobatik. Quelle: Isabelle Richter
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Jüterbog

Ein Märchen mit waghalsigen, akrobatischen Einlagen – so etwas hatten die Schüler der Jüterboger Lindenschule bis Montagvormittag auch noch nicht erlebt.

Im Zuge der 28. Berliner Märchentage, die sich in diesem Jahr thematisch der Liebe widmen, ging es für die Klasse 5a ins Kulturquartier Mönchenkloster. Dort warteten Clara Gracia und Felix Ahlert vom Berliner Zirkustheater „Kazibaze“ mit einem besonderen Stück auf ihre jungen Gäste.

Fräulein Rita wartet vergeblich auf Post

Unter vollem Körpereinsatz präsentierten sie den Fünftklässlern die außergewöhnliche Liebesgeschichte zwischen Fräulein Rita und dem Postboten Fritz. Dabei ließ sich anfangs noch nicht erahnen, welche Talente in dem schüchternen Briefträger noch so schlummern.

Denn für Fräulein Rita galt er zunächst nur als Überbringer schlechter Nachrichten. Tag für Tag rannte sie zu ihrem Briefkasten – voller Hoffnung, dort einen an sie adressierten Brief zu finden. Doch Fritz enttäuschte sie immer wieder mit leeren Händen. Eine Tatsache, die Fräulein Rita wütend und traurig zugleich machte.

Die Briefe stammen von einem Unbekannten

Um die hübsche Spanierin aufzumuntern, heckte der Postbote schließlich einen Plan aus. „Ich werde Fräulein Rita einen Brief schreiben“, so Fritz. Ohne Absender stellte er ihr mehrere nette Nachrichten zu.

Eines Tages packt Rita jedoch die Neugier. „Wer wird er wohl sein?“, fragt sie sich. Auf der Suche nach ihrem heimlichen Verehrer schießen ihr vom schönen Prinzen bis hin zum mutigen Piraten alle möglichen Mannsbilder durch den Kopf – nur an den unscheinbaren Postboten denkt sie nicht.

Postbote Fritz kann nicht nur bei Rita überzeugen

Mithilfe von akrobatischen Tricks und seiner liebenswürdigen Art zeigt er ihr, dass er weit mehr ist, als ein gewöhnlicher Postbote. So schafft es Fritz am Ende, Fräulein Rita um seinen Finger zu wickeln. Ein Happy End, über das sich auch die Lindenschüler freuen. Luisa Krause fand: „Es war eine schöne Idee.“

Auch Carola Langer zeigte sich begeistert vom Programm der „Kazibaze“-Darsteller. Nach dem Geschmack der Bibliotheksleiterin soll ihr erster Auftritt in Jüterbog deshalb nicht der letzte gewesen sein.

Von Isabelle Richter

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