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Und täglich wühlt die Wildschweinrotte

Luckenwalde Und täglich wühlt die Wildschweinrotte

Anwohner am Grünen Weg in Luckenwalde ärgern sich über die Schäden, die durch Wildschweinen hervorgerufen werden. Im Frühjahr und im Herbst ist es am schlimmsten. Selbst der städtische Bauhof ist betroffen. Ein Vorschlag zur Lösung des Problems: ein Jagdsitz in der Gärtnerei.

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Gartenbaumeister Berndt Meyer entdeckt auf seinem Gelände am Grünen Weg in Luckenwalde täglich neue Wildschwein-Löcher.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Anwohner und Gewerbetreibende am Grünen Weg in Luckenwalde haben die Nase voll: Wildschweine verwüsten ihre Grundstücke und diese Plage wird immer schlimmer.

Gartenbaumeister Berndt Meyer schaut sich täglich die tiefen Löcher an, die von den Borstentieren frisch gewühlt wurden. Auch unter den Zäunen graben sie sich durch und richten auf seinen Freilandflächen große Schäden an. Berndt Meyer hatte sich an den zuständigen Jagdpächter gewandt. Dieser hatte sich alles angeschaut und dann festgestellt, dass es mit der Schießrichtung problematisch sei. „Es sollte hier auf dem Grundstück der Gärtnerei ein Jagdsitz errichtet werden“, sagt Meyer. Doch davon hat er seit langem nichts mehr gehört.

Inzwischen ist die Wildschweinrotte größer geworden. Ein Nachbar hat eine Wildkamera aufgestellt. Auf dieser sind nicht nur Berndt Meyer mit seinem Hund zu sehen, sondern auch bis zu 20 Wildschweine. „Wenn ich morgens ganz früh hier bin, kann ich die Wildschweinfamilie sehen, wie sie von einer Seite zur anderen laufen“, fügt Meyer hinzu. Am liebsten kommen sie, wenn es geregnet hat. Dann können sie sich auf dem Gelände der Gärtnerei oder in der Umgebung ordentlich suhlen.

Horst Fürtig, der in der Nähe seine Pferde auf der Weide hat, ärgert sich, dass die Wildschweinplage keine Behörde zu interessieren scheint. Seine Pferde verbringen auf der Wiese ihren Lebensabend. Doch inzwischen wühlen die Wildschweine das ganze Grün um und buddeln tiefe Löcher. Fürtig sorgt sich um seine Tiere. Sie könnten sich zum Beispiel die Hufe brechen. Inzwischen ist von der Wiese nicht mehr viel übrig geblieben. Fast täglich versucht er, die Wiese wieder auf Vordermann zu bringen, damit die Pferde auch genügend Futter finden. Aber inzwischen wächst kaum noch etwas. Das Flatterband, das er gespannt hat, brachte nichts. Davon lassen sich die Schwarzkittel nicht abhalten.

Horst Fürtig bringt die Wiese jeden Tag aufs Neue für seine Pferde in Ordnung

Horst Fürtig bringt die Wiese jeden Tag aufs Neue für seine Pferde in Ordnung.

Quelle: Margrit Hahn

Horst Fürtig hatte sich im vergangenen Jahr an die Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Heidemarie Migulla (Linke) gewandt. Sie hatte das Problem an das städtische Straßen-, Grünflächen und Friedhofsamt weitergeleitet. Von dort kam die Antwort, dass die Verwaltung keinen Handlungsspielraum hat und dass dieses Problem nur mit der Unteren Jagdbehörde geklärt werden könne.

Das hat Berndt Meyer bereits versucht. Doch er hatte keinen Erfolg. Trotzdem lässt sich Fürtig nicht abwimmeln. Er will zur Stadt- und zur Kreisverwaltung. Schließlich ist nicht nur er davon betroffen, sondern fast alle Anlieger am Grünen Weg, selbst der städtische Bauhof. „Im Frühjahr und im Herbst ist es am schlimmsten“, sagt Fürtig.

Von Margrit Hahn

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