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Teltow-Fläming Unerwartete Sperrung am Luckenwalder Berg
Lokales Teltow-Fläming Unerwartete Sperrung am Luckenwalder Berg
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05:30 25.11.2016
Wer von Norden in die Stadt kommt, gerät in dieser Kurve leicht in den Gegenverkehr. Quelle: Peter Degener
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Jüterbog

Ganz unerwartet standen Autofahrer am Mittwoch und Donnerstag vor einer Vollsperrung in Jüterbog. Der Luckenwalder Berg war zwischen Fuchsberge und dem Werderschen Weg gesperrt worden, um eine alte Forderung des Verkehrsbeirats zu erfüllen. Eine durchgehende Mittellinie sollte dort aufgetragen werden, um zu verhindern, dass Autos in der stark abschüssigen Kurve auf die Gegenfahrbahn geraten. Bei rund 200 Meter Länge wäre das eigentlich eine Sache von höchstens zwei Stunden gewesen. Doch am Ende war die Einflugschneise aus dem Norden in das Stadtzentrum über 24 Stunden dicht – und die gewünschte Mittellinie gibt es immer noch nicht.

Am Anfang lief alles routinemäßig nach Plan, . . .

„Das ist uns in 20 Jahren Betriebsgeschichte noch nicht passiert“, sagt Sebastian Schultz, Geschäftsführer der beauftragten Luckenwalder Firma Procom Verkehrstechnik. Zu Beginn lief alles nach Plan. Mit Laubbläsern reinigten seine Mitarbeiter am frühen Mittwochnachmittag die Straßenmitte von Sand und anderem Schmutz, der die Haftung der Farbe verringern würde. Mit einem Brenner wärmten sie den Asphalt vor.

. . . dann streikte die Pumpe der Markierungsmaschine

Doch während sie die Linie bergab mit einer Markierungsmaschine auftrugen, fiel in dem Gerät die Pumpe für den Härter aus. Bemerkt wurde das Problem erst, als die Linie vollständig aufgetragen worden war. „Die Maschine trägt einen drei Millimeter starken Kaltplastik-Film auf, der mit einem Härter vermischt wird“, erklärt Schultz das Prinzip. Je nach Lufttemperatur härtet eine Markierung innerhalb von 30 bis 60 Minuten aus. Doch ohne die Beimischung des Härters bleibt die Masse dauerhaft weich. „Wir haben am Abend noch nachträglich mit einem Härter-Pulver probiert, das die chemische Reaktion in Gang setzen sollte“, sagt Schultz Doch das Ergebnis hielt einer Überprüfung am Donnerstag nicht stand. So mussten die Mitarbeiter im unteren Bereich der Straße die Farbe mit Kellen wieder herunterkratzen.

Vollsperrung dauerte bis zum Nachmittag

Eine neue Linie konnte allerdings auch nicht gezogen werden, weil der Fehler in der Maschine nicht ausfindig zu machen war. So wurde die Vollsperrung gegen 14 Uhr wieder aufgehoben. Erst wenn die Maschine repariert ist, sowie Temperaturen und Wetter stimmen kann ein neuer Anlauf genommen werden – vermutlich erst im Frühjahr 2017. So bleibt genug Zeit, den abgesackten Kanaldeckel zu sanieren, der viele Fahrer stadteinwärts überhaupt erst zum Ausweichen auf die falsche Spur bewegt.

Von Peter Degener

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