Volltextsuche über das Angebot:

33 ° / 18 ° heiter

Navigation:
Unfälle, Knochenbrüche, Platzwunden

Winterwetter in Dahmeland-Fläming Unfälle, Knochenbrüche, Platzwunden

Vor mehr als einer Woche hat der Winter Einzug gehalten in Brandenburg und inzwischen machen sich Schneematsch und vereiste Fußwege auch in den Notaufnahmen der Region bemerkbar. Vor allem Knochenbrüche und Platzwunden müssen die Ärzte versorgen. Auf den Straßen kam es zu Verkehrsunfällen.

Voriger Artikel
Streit um mögliches großes Asylheim in Selchow
Nächster Artikel
Weniger Gründungen in der Region

Vorsicht, es bleibt rutschig!

Quelle: Bernd Gartenschläger

Dahmeland-Fläming. Das Winterwetter fordert seinen Tribut: Seit dem Wochenende ist die Zahl der Patienten in den Notaufnahmen der Region stark gestiegen. Glatte Straßen sowie vereiste Rad- und Fußwege führten zu etlichen Stürzen. Am häufigsten müssen sich die Mediziner in diesen Tagen um Kopfplatzwunden und Knochenbrüche kümmern.

Autos landen an Leitplanken und in Gräben

Insbesondere die Straßen in Dahme-Spreewald waren aufgrund von überfrierender Nässe spiegelglatt. Die Polizei verzeichnete allein für diesen Landkreis etwa zehn nennenswerte Verkehrsunfälle, die auf überfrorene Straßen zurückzuführen sind. Mehrere Autofahrer fanden sich samt ihrer Fahrzeuge in Straßengräben oder an Leitplanken wieder. Gleich zweimal wurde ein Stromkasten in Mitleidenschaft gezogen, in Zeesen wurde ein 72 Jahre alter Mann angefahren, in Lübben überschlug sich ein Autofahrer. Er musste mit Schocksymptomen ins Krankenhaus.

40 Prellungen und Brüche im Achenbach-Krankenhaus

Im Achenbach-Krankenhaus in Königs Wusterhausen häuften sich am Montag die Notfälle. Bis Mittag hatten sich mehr als 40 Patienten mit Prellungen und Knochenbrüchen in der dortigen Notaufnahme eingefunden. Zum Vergleich: Eine Woche zuvor am Montag waren es zum gleichen Zeitpunkt nur 14 Patienten.

Auffällig sei, dass es sich bei den Verletzten häufig um Fahrradfahrer handelt, sagt die Sprecherin des Krankenhauses, Ragnhild Münch. „Viele haben offensichtlich die Straßenverhältnisse unterschätzt und gedacht, die Straße sei nur nass.“ Das Ergebnis seien zahlreiche Knochenbrüche an Armen und Beinen. Es kam deshalb zum Teil zu Wartenzeiten in der Notaufnahme. Dort und in der Chirurgie musste das Personal verstärkt werden. „Wir haben das aber hinbekommen, wir waren vorbereitet“, so Ragnhild Münch.

Dauereinsatz im Platzwunden-Nähen

Auch in den Notaufnahmen im Landkreis Teltow-Fläming ist die Zahl der Patienten seit dem Wochenende deutlich gestiegen. „Je länger das Glatteis anhält, desto mehr Stürze passieren“, sagt zum Beispiel Göran Knösch, der Pflegedienstleister des Rot-Kreuz-Krankenhauses in Luckenwalde. Platzwunden am Kopf und Knochenbrüche seien derzeit die häufigsten Verletzungen. „Und das zieht sich durch alle Altersgruppen“, sagt Göran Knösch. Alle Hände voll zu tun hatten auch die Ärzte im evangelischen Krankenhaus in Ludwigsfelde. „Das Winterwetter macht sich deutlich bemerkbar, wir haben mächtig zu tun“, betonte die leitende Chirurgin am Montag.

Daran dürfte sich auch in den kommenden Tagen nicht viel ändern, in der Region bleibt es winterlich kalt. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD), kann es im gesamten Nordosten Deutschlands schon von Dienstag an zu Schneefällen bis in die Niederungen führen. Bei den noch recht milden Temperaturen könne sich wiederum Schneematsch bilden, der zu Glätte führt. Auch gefrierender Regen und Nebel mit Sichtweiten unter 150 Meter sind laut DWD möglich. Zum Wochenende hin sinken die Temperaturen dann deutlich, für kommenden Sonntag erwarten die Meteorologen bis zu minus sechs Grad Celsius.

Von Martin Küper

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

Was halten Sie von einem Kopftuchverbot in öffentlichen Gebäuden?

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg