Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Unfallschwerpunkt als Rennstrecke
Lokales Teltow-Fläming Unfallschwerpunkt als Rennstrecke
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:33 25.09.2015
Die Angst einflößenden Raser im B-101-Kreisel bei Hornbach lassen manchen Anwohner noch immer Umwege fahren. Quelle: Jutta Abromeit
Anzeige
Ludwigsfelde

Eine ganz spezielle Gefahr lauert besonders an sonnigen Wochenenden oder Schönwetter-Abenden im Hornbach-Kreisel von Ludwigsfelde. Pkw-Fahrer sind gut beraten, auf Motorräder zu achten. Davon sind viele am Knoten von Landesstraße 793 und Bundesstraße 101 unterwegs – gut vermummt rasen die Fahrer in Sekunden Runde um Runde, testen Geschwindigkeit und Kurvenlage. Und das genau dort, wo die Unfallkommission des Kreises wegen der vielen Vorfahrt-Unfälle jüngst erst einen der Schwerpunkte im Nordkreis Teltow-Fläming ausgemacht hatte, wo es besonders häufig kracht. Das hat nicht nur mit dem Missachten der Vorfahrt, sondern auch mit dem dichten Verkehr zu tun. Der Knotenpunkt gehört wegen des Industrieverkehrs und den Zufahrten nach Berlin und zum Autobahn-Südring zu den meistbefahrenen Straßenabschnitten im Kreis.

Bereits in den zurückliegenden Jahren hatten sich Polizei und Kreis zu einer bundesweit einmaligen Maßnahme gezwungen gesehen: Sie sperrten im Nordteil des Brandenburg Parks eine intakte Straße zwischen zwei Kreisverkehren, dort darf zeitlich begrenzt kein Motorrad fahren. Raser hatten sich dort teils vor zahlreichen Zuschauern Rennen geliefert und Polizeistreifen zum Narren gehalten. Die Straßensperrung für motorisierte Zweiräder war verfügt worden, nachdem ein Motorradfahrer tödlich verunglückt war.

Bei der Polizei ist bekannt, dass die Raser jetzt auf den für öffentlichen Verkehr noch gefährlicheren Abschnitt ausweichen. Zwar seien sie nicht die Ursache des Unfallschwerpunkts, wie Sprecherin Jana Birnbaum von der Polizeidirektion West in Brandenburg/Havel erklärt. Das seien Konfliktsituationen beim Einfahren in den Kreisel, die mit dem Nichtbeachten der Vorfahrt des Kreisels und Unaufmerksamkeit beim Abbiegen sowie zu dichtem Auffahren zu tun haben.

Aber das Problem mit den Motorradfahrern ist sowohl in der Kommission als auch im Polizeirevier Ludwigsfelde bekannt. „Es kann aber nur schwer bekämpft werden“, sagt Birnbaum, „so bald die Polizei erkannt wird, sind die Motorräder weg.“ Polizeikräfte für Kontrollen vor Ort im Voraus einzuplanen sei schwierig, sagt sie. „Zum einen, weil das Phänomen absolut wetterabhängig ist, zum anderen, weil die Örtlichkeit ungeeignet ist für Geschwindigkeitskontrollen.“

Bei der Polizei ist man schon froh, dass sich die Raser an das Verbot nebenan halten. „Wenigstens wird der für Kräder zeitlich gesperrte Bereich auch tatsächlich nicht mehr benutzt“, so die Polizeisprecherin. Sie sagt nach einem Blick in die Unfallstatistik von 2014 für diesen Bereich: „Kein Verkehrsunfall mit Krad-Beteiligung hatte laut Unfallaufnahme etwas mit einem ,Rennen’, mit ,übermäßiger Straßenbenutzung’ oder ähnlichem zu tun.“

Autofahrern bleibt in diesem Bereich beim Anblick rasender Männer in schwarz, die sich manchmal bei ihren vermeintlichen Heldentaten auch noch filmen, nur, noch mehr Vorsicht als sonst walten zu lassen.

Von Jutta Abromeit

Dahme-Spreewald MAZ-Selbstversuch im Offroad-Park Kallinchen - Und dann kam die Kuppe

Seit 1997 betreibt Ulrich Hausmann in Kallinchen seinen Offroad-Park. Dort können sich große Kinder mit Geländewagen und Quads austoben. Das Prunkstück des Fuhrparks: Ein slowakischer Militärlaster aus dem Jahr 1973 – MAZ-Reporter Martin Küper hat sich hinter das Steuer gewagt.

25.09.2015
Teltow-Fläming Treffen von elf Initiativen aus zwei Landkreisen - Flüchtlingshelfer willkommen!

Auf diesen Tag haben Petra Reinhard, Tanja Wachs und ihre ehrenamtlichen Mitstreiter des Teams „Flüchtlingshilfe Zossen“ lange hin gearbeitet: Vertreter von elf Flüchtlingsinitiativen aus den Landkreisen Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald kamen Samstag nach Zossen, um sich zu vernetzen.

24.09.2015
Teltow-Fläming KMS ertüchtigt Wassernetz für Erstaufnahmestelle - Arbeit unter Hochdruck

Die Zeit sitzt Heike Nicolaus im Nacken. Die Vorsteherin des Wasserzweckverbandes KMS steht vor einer großen Herausforderung. Bis Ende Oktober muss die Wünsdorfer Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge ans Trinkwasser- und Abwassernetz angebunden sein. Sonst gerät der Zeitplan in Gefahr. Anfang Januar sollen die ersten 1000 Plätze belegt werden.

24.09.2015
Anzeige