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Teltow-Fläming Ungewisse Zukunft für Bücker-Museum
Lokales Teltow-Fläming Ungewisse Zukunft für Bücker-Museum
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02:15 27.07.2015
Michael Lenort führt Besucher durch das Museum. Er kennt viele Geschichten über die legendären Flugzeuge, die in Rangsdorf entstanden. Quelle: Zielke
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Rangsdorf

Seit die Hotelgruppe Dr. Lohbeck das Seehotel in Rangsdorf übernommen hat, wird das Haus von Grund auf umgekrempelt. Zuerst wurde der traditionelle Name Seebad-Casino getilgt, nun gerät eine weitere Rangsdorfer Institution in Bedrängnis: das Bücker-Museum. Dort hat man vor wenigen Tagen erfahren, dass der Mietvertrag nicht verlängert werden soll.

Vor 15 Jahren bekam die Gemeinde die Räumlichkeiten am Strandbad von den damaligen Hotelbesitzern, der Familie Glendenberg, kostenlos zur Verfügung gestellt und gab diese an den Förderverein des Museums unentgeltlich weiter. Dieser Vertrag läuft Ende des Jahres aus und soll auch nicht verlängert werden, denn die neuen Besitzer wollen in den Räumen Wohnmöglichkeiten für die Hotelmitarbeiter schaffen. Viele von ihnen pendeln täglich zwischen Berlin und Rangsdorf. Laut Sebastian Ott, Geschäftsführer der Hotelgruppe, sollen die Umbauten erst beginnen, wenn das Museum neue Räume gefunden hat. „Es ist nicht unser Bestreben, das Museum ins Nirwana zu schicken“, sagte Ott der MAZ. Vielmehr habe man durch die Kündigung signalisiert, dass man mittelfristig andere Ideen für die Räume habe. Bis Mitte kommenden Jahres soll das Museum die Räume mietfrei nutzen können, verspricht der Geschäftsführer.

Die Suche nach einem neuen Domizil gestaltet sich schwieriger als gedacht. „Es gibt kaum geeignete Räume“, sagt Rüdiger Witt, der Vorsitzende des Bücker-Vereins. Nur ungern gebe man den bisherigen Standort auf, da viele Besucher erst durch das Strandbad vom Museum erfahren hätten. Witt und seine Vereinskollegen wollen dem Hotel das Museum schmackhaft machen. „Dort müsste man doch daran interessiert sein, den Gästen die historische Bedeutung der Sammlung näher zu bringen“, sagte Witt. Auch von der Gemeinde erhofft er sich Unterstützung, schließlich mache der Verein viel heimatgeschichtliche Arbeit. Doch bei der Gemeinde hält man sich mit konkreten Aussagen noch zurück. „Wir wollen eine Lösung finden“, sagte Rangsdorfs Bürgermeister Klaus Rocher (FDP). Derzeit sei man in Gesprächen mit Verein und Hotelbesitzern.

Für den Umbau des Dachgeschosses über der Kegelbahn zu einem neuen Museum fehlt derzeit das Geld im Haushalt. Michael Lenort, ebenfalls Mitglied im Verein, hofft, dass die im vorigen Jahr der Öffentlichkeit vorgestellten Pläne für ein neues Bücker- und Eissegelmuseum eines Tages umgesetzt werden. „Es wäre schade, wenn die viele ehrenamtliche Arbeit der vergangenen Jahre verloren geht“, sagt er. Ein Raum als Lager für die mehreren Hundert Exponate wäre nur die zweitbeste Lösung, glaubt Lenort. „Wenn das Museum einmal zu ist, war’s das.“

Von Christian Zielke

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