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Teltow-Fläming Unglücks-Pilot hinterlässt Frau und zwei Söhne
Lokales Teltow-Fläming Unglücks-Pilot hinterlässt Frau und zwei Söhne
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00:20 20.10.2017
Das Flugzeugwrack am Montag vor seiner Bergung. Quelle: Julian Stähle
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Jüterbog

Trauer und Betroffenheit herrschen nach dem tragischen Flugzeugabsturz am Montagmittag in der Nähe des Jüterboger Ortsteils Neuhof. An einem Waldrand neben den Gleisen der einstigen Königlichen Militäreisenbahn kam das Ultraleichtflugzeug auf dem Boden auf und wurde völlig zerstört. Der Pilot starb.

Leidenschaftlicher Flieger mit verschiedenen Fluggeräten

Bei dem Todesopfer handelt es sich um Christoph G. aus Berlin. Der 50 Jahre alte leidenschaftliche Flieger hinterlässt seine Ehefrau und zwei Söhne. Er stammte aus Röttingen (Bayern) und betrieb eine Physiotherapiepraxis in Berlin-Kreuzberg. Auf seinem Facebook-Profil zeigte er seine Leidenschaft für das Fliegen sowohl mit Kleinflugzeugen als auch mit Segelfliegern und mit Drachen.

Die Feuerwehr sicherte am Montag die Unfallstelle. Die Asphaltstrecke gehört zur Fläming-Skate. Quelle: Julian Stähle

G. war am Montag in Altes Lager bei besten Witterungsbedingungen gestartet. Auf dem alten Militärflugplatzgelände betreibt der Drachenflieger-Club Berlin ein Trainings- und Wettkampfgelände. Der 50-Jährige war ein langjähriges, aktives Vereinsmitglied.

Erfahrener und umsichtiger Pilot

An seinem knallgelben Zweisitzer mit einem markanten Streifendesign und einer französischen Flagge als Kennung am Heck hatte er am Vormittag noch Wartungsarbeiten durchgeführt. Wie sein Vereinskollege Jürgen Röder der MAZ berichtet, war G. ein erfahrener Pilot, der sich mit vielen verschiedenen Fluggeräten auskannte.

„Wir haben uns gut gekannt und gut verstanden. Es ist ein großer Verlust für uns“, sagt Jürgen Röder. Für ihn ist G.s Absturz ein Schock. „Er ist sehr viel geflogen – mit Motor und ohne. Er war ein versierter Flieger“, sagt er. Sowohl im Drachenflieger-Club als auch auf den Flugplätzen der Region herrscht Betroffenheit nach dem Unglück.

Die Unfallstelle liegt direkt neben den Gleisen der einstigen Königlichen Militäreisenbahn. Quelle: Julian Stähle

Die Ursache des Absturzes bleibt weiterhin ungeklärt. Augenzeugen berichteten, sie hätten vor dem Absturz einen lauten Knall gehört. Dann sei die kleine Maschine zu Boden getrudelt.

Bundesstelle für Flugunfälle untersucht Absturz

Aufgrund des Knalls schließt die Polizei einen technischen Defekt nicht aus. Für weitere Untersuchungen wurde das Flugzeugwrack sichergestellt. Die Ermittlungen zur Ursache des Absturzes dauern weiterhin an und werden durch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung geführt.

Auch Jürgen Röder kann sich den Absturz derzeit noch nicht erklären. „Eigentlich sind seine Fluggeräte immer in Ordnung“, sagt er über G., „er war da sehr akribisch.“

Von Isabelle Richter

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