Volltextsuche über das Angebot:

-2 ° / -9 ° wolkig

Navigation:
Unglücks-Pilot hinterlässt Frau und zwei Söhne

Jüterbog Unglücks-Pilot hinterlässt Frau und zwei Söhne

Der mit seinem Ultraleichflieger am Montag nahe Jüterbog abgestürzte Pilot war ein Mitglied des Drachenflieger-Clubs Berlin. Unter Vereinskollegen herrscht Trauer und Mitgefühl für die Familie des Piloten. Der 50-jährige Physiotherapeut hinterlässt eine Ehefrau und zwei Söhne.

Voriger Artikel
Unterhaltsam und exquisit
Nächster Artikel
Sonne blendet – Schild umgefahren

Das Flugzeugwrack am Montag vor seiner Bergung.

Quelle: Julian Stähle

Jüterbog. Trauer und Betroffenheit herrschen nach dem tragischen Flugzeugabsturz am Montagmittag in der Nähe des Jüterboger Ortsteils Neuhof. An einem Waldrand neben den Gleisen der einstigen Königlichen Militäreisenbahn kam das Ultraleichtflugzeug auf dem Boden auf und wurde völlig zerstört. Der Pilot starb.

Leidenschaftlicher Flieger mit verschiedenen Fluggeräten

Bei dem Todesopfer handelt es sich um Christoph G. aus Berlin. Der 50 Jahre alte leidenschaftliche Flieger hinterlässt seine Ehefrau und zwei Söhne. Er stammte aus Röttingen (Bayern) und betrieb eine Physiotherapiepraxis in Berlin-Kreuzberg. Auf seinem Facebook-Profil zeigte er seine Leidenschaft für das Fliegen sowohl mit Kleinflugzeugen als auch mit Segelfliegern und mit Drachen.

Die Feuerwehr sicherte am Montag die Unfallstelle

Die Feuerwehr sicherte am Montag die Unfallstelle. Die Asphaltstrecke gehört zur Fläming-Skate.

Quelle: Julian Stähle

G. war am Montag in Altes Lager bei besten Witterungsbedingungen gestartet. Auf dem alten Militärflugplatzgelände betreibt der Drachenflieger-Club Berlin ein Trainings- und Wettkampfgelände. Der 50-Jährige war ein langjähriges, aktives Vereinsmitglied.

Erfahrener und umsichtiger Pilot

An seinem knallgelben Zweisitzer mit einem markanten Streifendesign und einer französischen Flagge als Kennung am Heck hatte er am Vormittag noch Wartungsarbeiten durchgeführt. Wie sein Vereinskollege Jürgen Röder der MAZ berichtet, war G. ein erfahrener Pilot, der sich mit vielen verschiedenen Fluggeräten auskannte.

„Wir haben uns gut gekannt und gut verstanden. Es ist ein großer Verlust für uns“, sagt Jürgen Röder. Für ihn ist G.s Absturz ein Schock. „Er ist sehr viel geflogen – mit Motor und ohne. Er war ein versierter Flieger“, sagt er. Sowohl im Drachenflieger-Club als auch auf den Flugplätzen der Region herrscht Betroffenheit nach dem Unglück.

Die Unfallstelle liegt direkt neben den Gleisen der einstigen Königlichen Militäreisenbahn

Die Unfallstelle liegt direkt neben den Gleisen der einstigen Königlichen Militäreisenbahn.

Quelle: Julian Stähle

Die Ursache des Absturzes bleibt weiterhin ungeklärt. Augenzeugen berichteten, sie hätten vor dem Absturz einen lauten Knall gehört. Dann sei die kleine Maschine zu Boden getrudelt.

Bundesstelle für Flugunfälle untersucht Absturz

Aufgrund des Knalls schließt die Polizei einen technischen Defekt nicht aus. Für weitere Untersuchungen wurde das Flugzeugwrack sichergestellt. Die Ermittlungen zur Ursache des Absturzes dauern weiterhin an und werden durch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung geführt.

Auch Jürgen Röder kann sich den Absturz derzeit noch nicht erklären. „Eigentlich sind seine Fluggeräte immer in Ordnung“, sagt er über G., „er war da sehr akribisch.“

Von Isabelle Richter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
955520b0-12fc-11e8-9039-e4d533068ab6
Willkommen, liebe Babys, in Teltow-Fläming!

Die MAZ begrüßt die Neugeborenen im Landkreis Teltow-Fläming! Die Babys, die vor allem in den Krankenhäusern in Luckenwalde und Ludwigsfelde zur Welt gekommen sind, lächeln uns in dieser Bildergalerie an.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg