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Unter einem Dach zunächst in Schönefeld

Bekämpfung des Fluglärms Unter einem Dach zunächst in Schönefeld

Erster Schritt für ein Lärmkompetenzzentrum für das gesamte Flughafenumfeld ist getan. Nach dem Konzeptentwurf umfasst das Leistungsangebot drei Hauptsäulen: Lärmreduzierung und Schutz vor Lärm in allen Lebensbereichen, um den Umgang mit Lärm sowie um die Erhaltung und den Ausbau der Lebensqualität im Flughafenumfeld.

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Verkehrsgünstig gelegen und nicht zu übersehen: die ehemalige Airportworld in Schönefeld.

Quelle: Andreas Kämper

Mahlow/Schönefeld. Das Dialogforum Berlin-Brandenburg unterstützt das gemeinsame Anliegen der Landkreise LDS und TF, aus dem Flughafenberatungszentrum in Mahlow ein Lärmkompetenzzentrum für das gesamte Flughafenumfeld zu entwickeln.
Unter einem Dach sollen Bürger, Vertreter aus Politik und Verwaltung, wirtschaftliche Akteure, andere überregional Interessierte und auch Schulklassen kompetente Ansprechpartner vorfinden. Nach dem Konzeptentwurf umfasst das Leistungsangebot drei Hauptsäulen. Danach geht es um Lärmreduzierung und Schutz vor Lärm in allen Lebensbereichen, um den Umgang mit Lärm sowie um die Erhaltung und den Ausbau der Lebensqualität im Flughafenumfeld.

Deshalb zieht das Flughafenberatungszentrum in Mahlow noch in diesem Jahr um. Darüber informierte die amtierende Landrätin, Kirsten Gurske (Die Linke), den Kreistag Teltow-Fläming auf seiner letzten Sitzung. Alle, die Fragen zum Fluglärm, Schallschutz, Flughafen BER oder zu den Kostenerstattungsvereinbarungen haben, werden in der ehemaligen Airportworld in Schönefeld ihre Ansprechpartner finden. Das teilte Detlef Gärtner (SPD), Beigeordnete des Landkreises TF, mit.

Damit ist der bisherige Standort in der Mahlower Böcklinstraße Vergangenheit. Dieser war wegen seiner Lage und der Bausubstanz – es handelt sich um ein altes Ambulatorium – immer als Kompromiss gesehen worden. „Wir haben uns in beiden Landkreisen nach geeigneten Alternativen umgeschaut“, sagte Gärtner. Man sei sich einig, das Kompetenzzentrum solle unbedingt in der am meisten betroffenen Kommune seinen Platz finden. So solle längerfristig als endgültiges Objekt der Bahnhof Mahlow erworben und ausgebaut werden, einigten sich die Vertreter des Dialogforums.

Detlef Gärtner leitet die Arbeitsgruppe 3 im Dialogforum und begrüßt die Übergangslösung. Denn einstimmig hatte der Arbeitsausschuss des Dialogforums einem Umzug zugestimmt. BER-Chef Hartmut Mehdorn soll darauf aufmerksam gemacht haben, dass die Airportworld für diesen Zweck genutzt werden könnte.

Detlef Gärtner sieht im Umzug zunächst nach Schönefeld den „ersten Schritt zur Verwirklichung unseres Umwelthauses“. Bestätigung für das komplexe Vorhaben sowie eine Aufwertung durch einen verkehrsgünstigen Standort erfährt es zudem dadurch, dass der Flughafen den Kommunen das Gebäude der Airportworld möglicherweise kostenlos zur Verfügung stellt. Dafür setzt sich der Bürgermeister von Großbeeren Carl Ahlgrimm (parteilos) als Leiter der AG 1 (Interessensausgleich) im Dialogforum ein.
„Es ist uns gelungen, alle an einen Tisch zu holen und einen Konsens zu finden“, betonte Gärtner. So nehme die Idee eines Umwelthauses langsam Gestalt an. Als zweiten Schritt gilt es, die Trägerschaft zu klären. Auch dazu fasste der Arbeitsausschuss des Dialogforums einen Beschluss. Eine Expertise soll die rechtlichen Möglichkeiten darlegen.

Das Haus versteht sich nicht nur als zentrale Anlaufstelle für alle Belange und Fragen rund um das Thema nachhaltige Flughafenumfeldentwicklung, es sieht sich als Kompetenzzentrum für aktiven und passiven Schallschutz, für die Erhaltung der Lebensqualität im Flughafenumfeld, für die Betrachtung des Umgebungslärms und der Umweltverträglichkeit. Es will die Entwicklung der Flughafenregion begleiten und Kompetenzen bündeln, unter anderem auch aus Wissenschaft und Forschung.
Das gesamte Team der Flughafenberatung in Mahlow zieht nach Schönefeld, allen voran die Flughafenkoordinatorin und der Lärmschutzbeauftragte des Landkreises TF. Dort werden auch der LDS-Ombudsmann sowie die Geschäftsstelle des Dialogforums ihren Sitz haben.

„Die Anwohner vom Flughafen sollen wissen, dass wir sie ernst nehmen“, betonte Gärtner. Für sie erhoffen sich seine Mitstreiter vom Umwelthaus – übrigens in seiner Komplexität einmalig im Land Brandenburg – Impulse für Wachstum in der Region und für Aktivitäten zur Verbesserung der Lebensqualität.

Von Elke Höhne

Das Dialogforum Airport Berlin Brandenburg

2006 wurde das Dialogforum unter der Leitung der Gemeinsamen Landesplanung Berlin und Brandenburg, die dem Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg zugeordnet ist, installiert.
Seit 2009 wird das Dialogforum in regionaler Verantwortung von den Berliner Flughäfen finanziert und von einem externen Moderator geleitet. Es ist eine Kommunikationsplattform der Landkreise und Kommunen im Flughafenumfeld und des Flughafenbetreibers und seiner Gesellschafter.
Ziele: Einen fairen, transparenten und intensiven Dialog zwischen den Mitgliedern auf unterschiedlichen Ebenen. Erarbeitung von Konfliktlösungen unter Berücksichtigung aller Interessen – der Anrainer in kommunaler Verantwortung, der Umwelt und des Flughafens.
Die drei Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit Interessensausgleich, Fluglärm- und Schallschutz sowie kommunaler Entwicklung. Mitglieder: 14 Bürgermeister, ein Amtsdirektor, Landräte LDS und LOS, amt. Landrätin TF, Infrastrukturminister Brandenburg, Senator für Stadtenwicklung Berlin, Chef Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH.

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