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Teltow-Fläming Unternehmer machen Schüler fit für den Job
Lokales Teltow-Fläming Unternehmer machen Schüler fit für den Job
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14:10 08.04.2016
Nicht nur Theorie, sondern auch Praxis gehörte beim Training dazu, um Teamarbeit zu üben. Quelle: Margrit Hahn
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Luckenwalde

An der Luckenwalder Oberschule erlebten die Zehntklässler einen zukunftsweisenden Unterrichtsstag. Sie stehen kurz vor der Jobsuche mitsamt Bewerbungen und Assessment-Centern. Worauf es bei so einem Personalauswahlverfahren ankommt. erfuhren sie nun von Profis.

14 Unternehmer beteiligen sich am Projekt

„Sie absolvieren einen Einstellungstest und müssen verschiedene Aufgaben lösen“, erklärte Sven Lange, Chef der Barmer GEK in Luckenwalde und Hauptinitiator. Er konnte insgesamt 14 Unternehmen für die Aktion gewinnen. Sie wollen einerseits die Schüler beraten, andererseits auch eigene Azubis finden.

Unternehmer im Klassenraum. Quelle: Margrit Hahn

„Wir überlegen, ob wir künftig im ersten Halbjahr in die 10. Klassen gehen, weil viele sonst schon einen Ausbildungsplatz haben“, sagte Sven Lange. In den kommenden Wochen besuchen die Unternehmen weitere Schulen. „Wir rechnen damit, dass wir in diesem Schuljahr insgesamt 1200 Schüler mit dem Assessment-Center erreichen werden“, fügt lange hinzu.

Schüler knüpfen Kontakte zu Unternehmern

„Gebt heute alles. Es ist eine gute Gelegenheit, sich auf Stresssituationen einzustellen. Das ist meine Arbeitszeit. Ich hoffe ihr nehmt die Sache ernst“, sagte Agata Riehm von der Zukunftsagentur Brandenburg den Jugendlichen. Von 70 Oberschülern hatten 25 ihre Bewerbungen dabei, 42 Steckbriefe mit persönlichen Angaben. Einige hatten sich richtig in Schale geschmissen. Sven Lange verwies darauf, dass die Schüler, die noch keinen Ausbildungsplatz haben, die Gelegenheit zum Kontakt mit Unternehmen nutzen sollten.

Die Schüler folgten den Erklärungen zum Assessment-Center. Quelle: Margrit Hahn

Das ließ sich Tim Golnast nicht zweimal sagen. Der 16-Jährige wollte ursprünglich Jura studieren, hat sich jetzt aber für eine Ausbildung zum Bankkaufmann entschieden. „Ich denke Jura ist etwas zu trocken. Da ich gut mit Zahlen umgehen kann und auch sehr kontaktfreudig bin, wäre Bankkaufmann der ideale Beruf für mich“, schätzt der Luckenwalder Schüler ein. Nadine Gohlisch von der Sparkasse sagte ihm zu, sich mit ihm noch einmal telefonisch in Verbindung zu setzen. Die 17-jährige Michelle Nestler hat ihren Ausbildungsplatz zur Altenpflegerin schon sicher. Sie fand die Veranstaltung trotzdem sehr gut, denn sie denkt, dass sie in ihrem Arbeitsleben noch einige Bewerbungsgespräche haben wird.

Am liebsten in die IT-Branche

Die meisten Schüler wollen einen Job in der IT-Branche, einer will Koch werden und eine Schülerin Bestatterin, eine Ausbildung, die nur in Bayern angeboten wird. „Eine Gruppe war sehr interessiert. Es gab aber auch einige mit Null-Bock-Mentalität“, sagte Andreas Helfer, Ausbilder bei Schaeffler, „ich habe festgestellt, das manche falsche Vorstellungen vom Berufsleben haben.“

Von Margrit Hahn

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