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Unternehmer unterstützen Traditionsfleischerei

City-Verein nennt Behördenentscheidung „willkürlich“ Unternehmer unterstützen Traditionsfleischerei

Nicht nur die Kunden stehen hinter der Fleischerei Bendig aus Mahlow, auch viele Unternehmer bekunden ihre Solidarität. Der Blankenfelder Mittelstandsverein und der City-Verein aus Mahlow kritisieren die Entscheidung der Kreisverwaltung und warnen vor einem Ende des Lebensmittelhandwerks in der Gemeinde.

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Uwe Köhler, Dörte Thie und Andreas Beckmann vom Mittelstandsverein Blankenfelde.

Quelle: Christian Zielke

Blankenfelde-Mahlow. In Unternehmerkreisen hat die Nachricht von einer möglichen Schließung der Fleischerei Bendig einen Schock ausgelöst. Sowohl der Mahlower Cityverein als auch der Mittelstandsverein Blankenfelde stellen sich nun demonstrativ hinter das Mahlower Unternehmen.

„Es berührt und sehr, dass Herr Bendig in solchen Schwierigkeiten ist“, sagt Dörte Thie, die Vorsitzende des Blankenfelder Mittelstandsverein. Die Nachricht von der drohenden Schließung der Küche habe Kunden und Beschäftigte zutiefst verunsichert. „Wir wissen, wie schwer es ist, Kunden zurückzugewinnen und wie schlimm es für Mitarbeiter ist, wenn sie um ihre Existenz bangen“, sagt die Inhaberin eines Dentalstudios. Rainer Bendig, selbst langjähriges Vereinsmitglied sei als großzügiger und zuverlässiger Arbeitgeber bekannt, der sich immer sehr für das soziale und kulturelle Leben im Ort eingesetzt hat.

Alle Alternativen geprüft?

Andreas Beckmann, Rechtsanwalt aus Blankenfelde, zweifelt, dass die Untere Bauaufsicht alle Alternativen zur Schließung der Küche geprüft hat. „Es gibt Kompromisse bei der Besitzstandswahrung, etwa den Bestandsschutz“, sagt der Jurist. Zwar sei die Argumentation von Bauaufsichtsleiter Norbert Jurtzik richtig, dass das Baugesetz nur wenige Ermessensspielräume bietet, doch gerade jetzt zeige sich, dass „man bereit ist, heilige Kühe zu schlachten, wenn die Entwicklung es erfordert“, sagt Beckmann. Im Angesicht der Flüchtlingssituation sei es schließlich auch möglich, das Baurecht großzügig auszulegen. Zudem müsse man sich fragen, welches Rechtsgut durch die Schließung der Küche stärker eingeschränkt wird. Diese stoße schließlich keine gesundheitsschädlichen Gerüche aus und sei zudem schon seit mehr als 20 Jahren in Betrieb.

„Ich appelliere an die Behörde, bei ihrer Entscheidung daran zu denken, was für Unternehmer wichtig ist und was es für die Menschen im Ort und die Mitarbeiter bedeutet“, sagt Dörte Thie. Die Firma Bendig sei einer der letzten im Lebensmittelhandwerk in der Gemeinde. In den vergangenen Jahren haben die Fleischerei Gröschel in Dahlewitz und die Fleischerei Finke geschlossen. Mit dem Dorfbäcker in Blankenfelde verschwand der letzte Kleinbetrieb seiner Art in der Region.

80 Arbeitsplätze wegen einer Beschwerde gefährdet

Der Mahlower City-Verein kritisiert die Behördenentscheidung als willkürlich. Wegen der Beschwerde eines Nachbarn sind nun 80 Arbeitsplätze gefährdet. Im Zentrum von Mahlow ist eine Vielzahl von Geschäften ansässig, die mit Geräusch- und Geruchsentwicklung verbunden sind. Warum ausgerechnet der Betrieb der Fleischerei unzulässig sein soll, ist aus Sicht des Vereins nicht begründbar, heißt es in einer Pressemitteilung. Er fordert die Gemeinde auf, sich mit allen rechtlichen Möglichkeiten gegen das Nutzungsverbot für das Mahlower Vereinshaus einzusetzen. Alle Gemeindevertreter und Kreistagsmitglieder aus Blankenfelde-Mahlow sollen sich zum Standort der Fleischerei bekennen.

Von Christian Zielke

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