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Unterstützung der Kleinsten

Weiterbildung zum Spracherwerb bei Kindern Unterstützung der Kleinsten

Wann sollten Kinder sprechen, welchen Wortschatz sollten sie in welchem Alter beherrschen und wie kann man Kleinkinder unterstützen, wenn sie Hilfe beim Sprechenlernen brauchen.. Wichtige Fragen, vor allem für Erzieher in Kindergärten. Eine Berliner Expertin hat zu dem Thema am Montag eine Weiterbildung in Niedergörsdorf initiiert.

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Fortbildung der Erzieherinnen in Niedergörsdorf.

Quelle: Martina Burghardt

Niedergörsdorf. Mit den „Meilensteinen der Sprachentwicklung“ beschäftigten sich Kita-Erzieherinnen aus Niedergörsdorf, Blönsdorf, Altes Lager und Langenlipsdorf am Montag bei einer Weiterbildungsveranstaltung in der Gemeindeverwaltung Niedergörsdorf. Beate Reinsch, Dozentin am Berliner Institut für Frühpädagogik, erläuterte, wie dieses Verfahren zur Beobachtung der Sprachentwicklung von Zwei- bis Fünfjährigen in der Praxis eingesetzt wird.

Die Sprachfördergruppen, wie sie bis zum vergangenen Jahr vom Gesetzgeber in den Kindertagesstätten für die Kleinen gefordert waren, gibt es nicht mehr. Jetzt wird Wert auf integrierte Sprachförderung gelegt. Um Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen, füllen Erzieherinnen den Meilenstein-Fragebogen aus. Das geschieht jeweils um den Zeitpunkt des Geburtstages herum. Die Sprachebenen Lexik, Grammatik, Kommunikation und Literalität bilden die Grundlagen für die Begutachtung. Zeigt sich an einer Stelle ein Defizit, können die Erzieherinnen durch gezielte Förderung darauf reagieren.

Das Wissen darüber, wie genau sich Kinder zu einem bestimmten Zeitpunkt ausdrücken sollten, wird in Fortbildungen wie jetzt in Niedergörsdorf vermittelt. Und natürlich lernen die Erzieherinnen auch, wie sie das Kind in seiner Entwicklung unterstützen können. Darüber hinaus spielt die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern eine wichtige Rolle für die Sprachentwicklung.

„Die bisher praktizierte Sprachförderung ein Jahr vor der Einschulung ist zu wenig“, sagt Andrea Schütze, Hauptamtsleiterin und damit zuständig für die Kitas der Gemeinde. „Analysen haben ergeben, dass es zwar kurzfristig positive Effekte gibt, aber eben nicht nachhaltig.“ Für eine alltagsintegrierte Sprachförderung müssten sich die Strukturen verbessern, so Andrea Schütze. Der Personalschlüssel und die finanzielle Förderung vom Land müssten angepasst werden. Eine Kita-Erzieherin mit 32 Stunden betreut im Krippenbereich (bis zwei Jahre) sechs Kinder, im Kindergartenalter sind es zwölf.

Von Martina Burghardt

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