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Unterwegs auf dem Weg des Lebens

Beim Tag der offenen Tür im evangelischen Krankenhaus in Ludwigsfelde Unterwegs auf dem Weg des Lebens

Zahlreiche Besucher kamen zum Tag der offenen Tür ins evangelische Krankenhaus Ludwigsfelde, besichtigten sämtliche Abteilungen und lernten neue Angebote kennen wie die Teleneurologie: Eng sind die Ludwigsfelder mit ihren Kollegen vom Unfallkrankenhaus Marzahn vernetzt, dessen Spezialisten bei Diagnosen rund um die Uhr helfen können.

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Die „begehbare Arterie“ interessierte nicht nur die Großen.

Quelle: Andrea von Fournier

Ludwigsfelde. Alle zwei Jahre lädt das evangelische Krankenhaus Ludwigsfelde zu einem Tag der offenen Tür, und obwohl es diesmal tropisch heiß war, kamen viele Besucher, um das Haus kennenzulernen, sich in Vorträgen und über neue Angebote zu informieren.

Die Organisatoren hatten sich auf die sommerlichen Temperaturen eingestellt, boten Speiseeis an und verteilten Wasser. Die Krankenhausmitarbeiter, die vor dem Haupteingang die Grillstation übernommen hatten, zeigten sich hitzeresistent: Kurze Hosen blitzten unter den Kitteln hervor, und sie hatten Spaß beim Brutzeln von Steak und Wurst, die viele Abnehmer fanden. Freiwillige Feuerwehr, eine Hüpfburg, der Posaunenchor des Diakonissenhauses Teltow-Stahnsdorf und das Jugendblasorchester Ludwigsfelde empfingen die Besucher im Außenbereich. Nach der Begrüßung durch die Krankenhausleitung und einführende Worte des kaufmännischen Direktors Fulco Rid wurde ein Krankenhausrundgang angeboten. Den hatte der ärztliche Direktor, Burkhard Schult, übernommen.

Der Ludwigsfelder arbeitet seit 26 Jahren als Arzt und seit vier Jahren als Direktor im Haus. Er verriet, dass er 1972 hier selbst auf dem OP-Tisch lag, und wusste in allen Gebäudeteilen, was früher einmal darin untergebracht war. Alte Ludwigsfelder kommentierten das mit „Stimmt!“ oder „Ach ja, richtig!“. „Ich schlage vor, mit unserem Rundgang dem Lebensweg zu folgen“, so Schult. Das bedeutete, dass man über die Kinderabteilung und den Kreißsaal zur Inneren-, Chirurgie- und Geriatrie-Abteilung gehen wollte. Obwohl das Krankenhaus mit 250 Betten ein eher kleines ist, hat es ein breites Leistungsspektrum und, wie die Gäste erfuhren, durch Netzwerke und Kooperationen mit anderen Häusern Zugriff auf weiteren externen Sachverstand und Diagnostik. Daher könne bestmögliche Versorgung bei hohem Qualitätsstandard gewährleistet werden.

Man sei stolz auf das Erreichte, betonte Schult. Am Labor machte der ärztliche Direktor Halt und erklärte, dass es Kämpfe koste, es im Haus zu halten: „Die meisten Krankenhäuser haben ihre Labors längst ausgelagert, wir wollen das nicht.“ Über die bunte Kinderabteilung, in der das Netzwerk „Gesunde Kinder“ Spiele anbot, ging es auf die gynäkologische Station. Hier dämpfte Schwester Veronika die Freude auf die Geburtsstation: „Die Kinder kommen gerade wie verrückt, Vollmond und heißem Wetter sei Dank!“ Deshalb wurde der Kreißsaal nicht besichtigt. Ein neues Angebot interessierte die Besucher dann, die Teleneurologie. Wie bei der Teleradiologie, die es bereits gibt, können die Ärzte seit Juni per Datenleitung rund um die Uhr auf Spezialisten im Unfallkrankenhaus Marzahn zugreifen, die die in Ludwigsfelde gemachten Röntgen- oder Computertomografie-Bilder auswerten. Davon profitieren Patienten mit Schlaganfall oder Hirnblutungen. Die Besucher stellten viele Fragen dazu.

In der Geriatrie-Abteilung lenkte Schult die Gruppe zu einem Fenster mit Blick in den grünen Hof. Hier soll der Neubau für das chirurgische Bettenhaus entstehen. Dieses sei bislang ein Wermutstropfen in der Krankenhausentwicklung, denn es sei einfach nicht mehr zeitgemäß. „Aber behandelt wurde man hier immer gut“, konterte ein Besucher.

„Erstaunlich, was sich hier getan hat“, befand ein Ludwigsfelder Ehepaar. Nach dem Rundgang suchten viele die Info- oder Imbissstände auf.

Von Andrea von Fournier

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