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Teltow-Fläming Urteil im Müll-Prozess 2018 erwartet
Lokales Teltow-Fläming Urteil im Müll-Prozess 2018 erwartet
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17:14 29.09.2017
Am 27. September 2007 – fast auf den Tag vor zehn Jahren, wurde die Malterhausener Kiesgrube wegen des Verdachts illegaler Müllverbringung durchsucht. Quelle: Frank Schauka
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Malterhausen/Potsdam

Langsam nähert sich der Prozess gegen Björn S. und Jörg F. wegen illegaler Verklappung von mehr als 300 000 Tonnen Müll in der Malterhausener Kiesgrube dem Ende. 22 Prozesstage ist seit Dezember vor dem Landgericht Potsdam bereits verhandelt worden. Noch mindestens weitere acht Tage seien notwendig, sagte Richter Axel Gerlach der MAZ. Ein Urteil ist frühestens kommendes Jahr zu erwarten. Die Aufdeckung der Taten jährt sich zum zehnten Mal. Seit September 2007 wird ermittelt.

Süß-säuerlicher Gestank statt Sand und Steinen

Am Freitag wurden zwei Zeugen vor dem Potsdamer Landgericht gehört. Eine niedersächsische Bau-Ingenieurin berichtete, wie sie in jenem September vor zehn Jahren für die Polizei auf der A 30 eine Müll-Ladung in Richtung Malterhausen begutachtete, die nicht der Deklaration entsprach. „Trotz großer Kälte stank der Müll süß-säuerlich und eine bräunliche Flüssigkeit tropfte aus dem Container“, sagt die Frau. Das waren nicht die in den Papieren beschriebenen Mineralien wie Sand und Steine.

Ehemaliger Mitarbeiter beschreibt als Zeuge die Vorgänge

Ebenfalls angehört wurde ein Mitarbeiter der zwei Angeklagten aus dem Landkreis Wittenberg. Gerd L. hatte im Frühjahr 2007 zwei Monate lang Müll sortiert und Container mit Müll in die Grube gefahren. „Es wurden Materialien wie Metall, Folien, Holz und Steine mit Maschinen und zum Teil per Hand aussortiert“, berichtete L. Der „Restmüll“, der nicht gewinnbringend aussortiert werden konnte, wurde in Containern mit Sand bedeckt und von L. in die Kiesgrube gefahren.

Echte Dokumente gab es nicht – nur ein Papier für den Fall einer Kontrolle

„Darunter waren Windeln, Schläuche, Matratzenreste, Gummi, Eimer mit Betonresten und ähnliche Sachen“, sagt der frühere Mitarbeiter. Dokumente für die Container, die den Inhalt beschrieben und gegengezeichnet wurden, habe er nie gehabt. „Im Auto gab es für den Fall einer Kontrolle Papiere“, erinnert L. sich, „ich wusste damals nicht, dass das illegal war“, sagte der 57-jährige. Er ist wegen Beihilfe zu der illegalen Entsorgung bereits zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

Von Peter Degener

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