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VW-Autohaus insolvent

Ludwigsfelde VW-Autohaus insolvent

Für das VW-Autohaus Markwardt in Ludwigsfelde ist vergangenen Freitag am Amtsgericht Potsdam Insolvenz angemeldet worden. Der Geschäftsführer sieht einen Zusammenhang zu den Abgas- und Betrugsskandalen des VW-Konzerns.

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Das inzwischen insolvente VW-Autohaus Markwardt an der „Automeile“ im Preußenpark von Ludwigsfelde.

Quelle: Foto: Jutta Abromeit

Ludwigsfelde. Für das VW-Autohaus Markwardt in Ludwigsfelde ist vergangenen Freitag am Amtsgericht Potsdam Insolvenz angemeldet worden. Das ist der Internetseite mit Brandenburger Insolvenzanmeldungen zu entnehmen. Stammhaus ist das gleichnamige Autohaus in Zossen, dieses ist von der Insolvenz in Ludwigsfelde aber nicht betroffen. Es handelt sich um getrennte Gesellschaften.

Geschäftsführer des Autohauses im Preußenpark mit 41 Beschäftigten ist Reiner Markwardt. Für ihn hat diese Insolvenz keine regionalen Gründe, sie sei indirekt eine Folge der großen VW-Skandale vergangener Jahre, sagte er gegenüber der MAZ. „Wir haben ein gut gehendes Geschäft, und alles läuft auch weiter wie bisher. Nur hat uns die VW-Bank, weil eine Bürgschaft auslief, den Kreditrahmen um 250 000 Euro gekürzt und konnte ihn nicht kurzfristig wieder aufstocken.“ Damit sei er in die Situation gekommen, nicht mehr 80 Prozent aller Verpflichtungen erfüllen zu können. „Ich hatte genau drei Wochen Zeit, den Insolvenzantrag zu stellen. Hätte ich das nicht getan, wäre das Insolvenzverschleppung und ich dafür haftbar.“ Markwardt bedauere den Schritt sehr. Er sei sich jedoch sicher, dass der Insolvenzverwalter die Lage erkenne und alle Beschäftigten ihren Job wie bisher fortsetzen können. „Denn unsere Auftragsbücher sind ja voll“, erklärt er.

Für den Geschäftsmann steht fest: „Hier hat die Bürokratie ein gut gehendes Geschäft ausgehebelt. Das finde ich sehr tragisch.“ Reiner Markwardt sieht einen direkten Zusammenhang zu den großen VW-Abgas- und Betrugsskandalen der zurückliegenden Jahre: „Wegen dieser Skandale steht die Bank unter akribischer Beobachtung.“ Unter der Hand habe man ihm erklärt, dass sich deshalb niemand auch nur den kleinsten Fehler leisten dürfe. „Deshalb sind dort alle übervorsichtig. Und wir, die Kleinen am Ende der Kette, haben das auszubaden.“ Zum Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Sebastian Laboga von der bundesweit bekannten Sozietät Kübler bestellt. Aus deren Berliner Kanzlei waren noch keine Details zu Hintergründen zu erfahren. Ein Sprecher sagte der MAZ: „Der Insolvenzverwalter versucht natürlich, den Betrieb zu erhalten. Er hat eine hochmotivierte Belegschaft vorgefunden.“

Jetzt wird ein Gutachten über die Lage des Unternehmens erstellt, die Ergebnisse bekommt das Amtsgericht.

Von Jutta Abromeit

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