Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Verbands-Vize Kaluza wirft hin
Lokales Teltow-Fläming Verbands-Vize Kaluza wirft hin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:32 15.10.2015
David Kaluza Quelle: Gertraud Behrendt
Anzeige
Jüterbog

Dicke Luft beim Wasser- und Abwasserzweckverbandes Jüterbog-Fläming: Nach einer intensiven Debatte über Gebührenerhöhungen in der Verbandsversammlung am Donnerstagabend trat David Kaluza, parteiloser Bürgermeister von Niederer Fläming, als stellvertretender Verbandsvorsteher zurück. „Er hat sein Amt überraschend und freiwillig niedergelegt“, teilte Arne Raue, Verbandsvorsteher und Jüterboger Bürgermeister, am Freitag mit. Er wünsche ihm „weiterhin alles Gute für die berufliche Zukunft“.

Einen Nachfolger will Raue „zeitnah“ finden, sagt er, es gebe aber noch keinen Kandidaten. Es wird voraussichtlich keine einfache Lösung geben. Die beiden anderen parteilosen Bürgermeister im Verband haben kein großes Interesse. Wilfried Rauhut aus Niedergörsdorf hatte den Vorsteher-Posten erst Ende 2013 abgegeben - er kritisierte damals mangelhaften Rückhalt bei den Verbandsmitglidern. Michael Knape aus Treuenbrietzen ist in einem anderen Zweckverband eingebunden. Zuletzt war ein hauptamtlicher Vorsteher im Gespräch, der das Duo aus Geschäftsführer und ehrenamtlichem Vorsteher ersetzen soll.

Geeinigt hat sich die Verbandsversammlung am Donnerstag auf Gebührenerhöhungen im nächsten Jahr. Bereits 2014 waren die Mengengebühren für Trink- und Schmutzwasser angehoben worden. Nun soll der Preis für einen Kubikmeter Trinkwasser laut Geschäftsführerin Ilona Driesner von 1,91 Euro auf 1,95 (ohne 7 Prozent Umsatzsteuer) und für die dezentrale Schmutzwasserentsorgung aus Sammelgruben von 5,49 Euro auf 5,53 Euro steigen. Hingegen sinkt die Mengengebühr für die Schmutzwasserbeseitigung über die Kanalisation von 2,88 Euro auf 2,60 Euro.

Gleichzeitig gab Driesner die jährlichen Grundgebühren bekannt. Diese bleiben im Bereich Trinkwasser gleich und werden bei zentralem und dezentralem Schmutzwasser sogar gesenkt. Für Sammelgruben beginnt sie bei 54 Euro und für Abwasser bei 96 Euro.

Die Senkung der Mengen- und Grundgebühren bedeutet dennoch nicht, dass der WAZ sich in einer überaus positiven, finanziellen Lage befindet. In den beiden folgenden Jahren steigen im Verband unter anderem die Personalkosten im Trinkwasserbereich. Es gibt vier Langzeitkranke und mehrere Mitarbeiter, die kurz vor dem Eintritt in die Altersteilzeit stehen. „Mit diesem Personalbestand ist die Arbeit nur schwer abzudecken“, erklärte Driesner.

Bauvorhaben 2016

Mit Investitionen reagiert der WAZ auf Notwendigkeiten. Dazu gehören begleitende Maßnahmen beim Straßenbau oder hohe Rohrbruchhäufigkeiten. Turnusmäßige Maßnahmen sind für den Zweckverband finanziell nicht möglich.

In Jüterbog erfolgen Erneuerungen am Trink- und Abwassernetz unter der B102, in der Goethestraße, der Zinnaer Vorstadt und der Brückenstaße sowie in Kloster Zinna, Am Sandgarten.

Weitere Arbeiten im Trinkwasserbereich werden in Bochow, Rohrbeck, Werbig und Feldheim vorgenommen.

Eine Havarieleitung wird in Jüterbog von der Wiesenschule zur Friedrich-Ebert-Straße verlegt.

Erneuerungsmaßnahmen sind an der Kläranlage vorgesehen.

Den größten Kostenpunkt stellen Investitionen dar, die im Wirtschaftsplan aufgelistet sind. Demnach muss der WAZ im Jahr 2016 eine Summe von etwa 1,2 Millionen Euro finanzieren. Ob dafür Fremd- oder Eigenmittel eingesetzt werden steht noch nicht fest. Mitarbeiterin Kerstin Thinius empfahl, maximal 300 000 Euro Eigenmittel einzusetzen. Vorsteher Raue bat um einen klaren Finanzierungsvorschlag und eine genaue Kreditübersicht des WAZ.

Von Victoria Barnack

Teltow-Fläming Lesung von „Die Armenierin“ - Der Roman zum Völkermord

Der Jüterboger Thomas Hartwig hat sich lange Zeit mit dem Völkermord der Türkei an den Armeniern vor 100 Jahren befasst. Herausgekommen ist sein Roman „Die Armenierin“, den er am Sonnabend im Kulturquartier seiner Heimatstadt vorstellte.

18.10.2015
Teltow-Fläming Initiative lud zum Tag der offenen Tür - Neues Leben im alten Trebbiner Bahnhof

Als die Stadt den alten Trebbiner Bahnhof gekauft hat, hatte es kein Nutzungskonzept. Daher wurde das Gebäude an die Bürgerinitiative „Trebbin im Wandel“ übergeben – und die hat es herausgeputzt. Davon überzeugten sich zahlreiche Besucher am Tag der offenen Tür.

14.10.2015

Kostenlose Mitgliedschaft und Sonderrechte – mit solchen Angeboten versucht der Meinsdorfer Kaninchenzüchterverein junge Mitglieder zu werben. Bisher erfolglos. Erfolgreich hingegen war die Zuchtschau, die am Wochenende in Meinsdorf stattfand.

14.10.2015
Anzeige