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Teltow-Fläming Verbesserungen für die Tagesmütter
Lokales Teltow-Fläming Verbesserungen für die Tagesmütter
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23:47 26.02.2018
Die Luckenwalder Tagesmutti Margret Hermanns von der Tagespflege „Kuschelecke" besucht mit ihren Kindern gern den Tierpark in der Kreisstadt. Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

Gut, dass es sie gibt! Ohne die Tagesmütter wäre die Situation der Kindertagesbetreuung noch schwieriger. Darüber sind sich Politiker und vor allem die Eltern einig. Die „Tagesmuttis“, offiziell und geschlechtsneutral als Kindertagespflegepersonen bezeichnet, schließen manche, wenn auch nicht jede Lücke bei der Betreuung der kleinsten Kinder bis zu drei Jahren.

Tagespflegestellen erhalten und ausbauen

Politisch ist man sich darüber einig, dass man die bestehenden Tagespflegestellen möglichst erhält und neue Tagespflegepersonen gewinnt. Das geht aber nur, wenn man diese Tätigkeit attraktiver macht, die Tagesmütter besser vergütet und absichert. Von 2013 bis 2017 sank ihre Zahl im Landkreis Teltow-Fläming von 106 auf 88.

Petition der Tagesmütter

Zusätzlichen Schub erfuhr das Thema durch eine Petition der Tagesmütter, unterstützt vom Kindertagespflegeverein „Happy Kids“ in Blankenfelde-Mahlow. Darin wurde eine Reihe von Verbesserungen gefordert (die MAZ berichtete). In Vorbereitung einer Änderung der Förderrichtlinie der Kindertagespflege hatte das Jugendamt allen Tagesmüttern einen Fragebogen zugeschickt. Aus seiner Auswertung und den Forderungen der Petition sollen nun einige Verbesserungen vorgenommen werden. Rückwirkend zum 1. Januar 2018 sollen 23 Urlaubs- und Fortbildungstage (gefordert waren 30) sowie (wie gefordert) zehn Krankheitstage, für die es eine finanzielle Erstattung gibt, festgelegt werden. Darüber wird der Kreistag am Montag zu beschließen haben. Im Jugendhilfeausschuss fiel die Empfehlung an den Kreistag einstimmig positiv aus.

Finanzielle Absicherung

Hinzu sind Verbesserungen bei der finanziellen Absicherung bei Abwesenheit des Betreuungskindes beziehungsweise der Tagespflegeperson geplant, sowie bei der Eingewöhnungsvergütung und auch Erhöhungen bei den Fortbildungs-, Instandhaltungs- und Ausstattungspauschalen vorgesehen.

Anhebung der Altersgrenze, wenn kein Kita-Platz vorhanden

Auch soll die Altersgrenze der Kinder in der Tagespflege über das dritte Lebensjahr hinaus angehoben werden, aber nur für den Fall, dass für kein Kitaplatz vorhanden ist.

Ab dem 1. Juli 2018 soll der Sachaufwand nicht mehr nach der Betreuungszeit und der Anwesenheit eines Kindes gestaffelt berechnet werden, sondern als Pauschale pro Betreuungsplatz erfolgen. Für das zweite Halbjahr 2018 bedeutet dies für den Landkreis einen finanziellen Mehraufwand von 181 000 Euro. Ab dem kommenden Jahr müssen dafür also 363 000 Euro mehr im Haushalt eingeplant werden.

Zwei mögliche Vertretungsmodelle

Soweit es die Haushaltslage des Landkreises erlaubt, soll ab dem 1. Januar 2019 eine gleichbleibende Förderleistung für jedes Kind erfolgen – das bedeutet eine Erhöhung für das vierte und fünfte betreute Kind (in jeder Tagespflegestelle werden höchstens fünf Kinder betreut) – sowie die Einrichtung von Vertretungsmodellen. Das hieße, dass entweder eine Vertretungs-Tagesmutter für fünf Tagespflegestellen bereitsteht und bei Abwesenheit der beispielsweise erkrankten Kollgin in deren Räumen einspringt, wo sie sonst einmal pro Woche sich mit den Kindern beschäftigt. Oder die Gruppe der erkrankten Kollegin kommt in die eigenen Räume der Vertreterin, die die Kinder über regelmäßige Besuche kennt.

Nach Berechnungen des Jugendamts liegt dann der geschätzte Mehraufwand pro Jahr bei 801 000 Euro gegenüber 2017.

Uta Barnstorf vom Kindertagespflegeverein „Happy Kids" in Blankenfelde-Mahow freut sich über die Verbesserungen. Quelle: Hartmut F. Reck

Für die Tagesmütter sind das jedenfalls wichtige Verbesserungen, auch wenn nicht alle ihre Wünsche dadurch in Erfüllung gehen, zum Beispiel die Beteiligung des Kreises an der Krankenversicherung. Ansonsten zeigte sich Uta Barnstorf vom Verein „Happy Kids“ und Sprecherin der Tagespflegepersonen im Landkreis bei der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses zufrieden: „Die größte Errungenschaft sind die Krankentage. Da freuen wir uns sehr!“

Von Hartmut F. Reck

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