Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Verein Waldhaus will neu starten

Ludwigsfelde Verein Waldhaus will neu starten

Dutzende Verein und Interessengruppen haben im Waldhaus Ludwigsfelde ihr Domizil. Doch in den zurückliegenden Jahren wurde viel über Raumnutzungen und Öffnungszeiten gestritten. Mit der Neuwahl seines Vorstandes will der Trägerverein Waldhaus diese Querelen hinter sich lassen.

Voriger Artikel
Arbeitslosenzahl im Mai auf Rekordtief
Nächster Artikel
Neue Bauvorhaben in Ludwigsfelde

Die Begegnungsstätte Waldhaus an der August-Bebel-Straße in Ludwigsfelde.

Ludwigsfelde. Wer darf wann welche Räume in der Ludwigsfelder Begegnungsstätte Waldhaus nutzen, wer macht sie sauber, wer hat welche Schlüssel? Solche praktischen Fragen will der neugewählte Vorstand des gleichnamigen Trägervereins so schnell wie möglich klären, damit es keine Zwistigkeiten mehr gibt. Das sagte die Vorsitzende Heidi Hübner von der Akademie 2. Lebenshälfte. In deren Kontaktstelle hat die 59-Jährige Ludwigsfelderin ihren Arbeitsplatz. „Damit bin ich fast täglich im Haus und kann das mit dem neuen Ehrenamt ganz gut koordinieren“, sagt die gelernte Wirtschaftskauffrau.

Wie berichtet hatte es in den zurückliegenden Jahren im Waldhaus immer wieder Streitigkeiten um Nutzungsrechte und Kompetenzen gegeben. Bei Diskussionen in öffentlichen Sitzungen der Stadtverordneten hatten sich sowohl die ehrenamtlichen Politiker als auch die Verwaltung überfordert gezeigt. Der Verein Waldhaus war ohne „Personal“ und ohne Arbeitgeberfunktion gegründet worden, damit die Stadtverwaltung für die vielen Vereine, Selbsthilfe- und Interessengruppen in der Begegnungsstätte nur einen einzigen Ansprechpartner hat. Das hatte eine Zeit lang auch gut funktioniert, mit wechselnden Beteiligten aber irgendwann nicht mehr. Seit wenigen Wochen hat die Ludwigsfelder Gleichstellungsbeauftragte Petra Herbst einen Teil ihrer Arbeitszeit ins Waldhaus verlegt, damit ist ein kurzer Draht zwischen Stadtverwaltung und Ehrenamtlern garantiert.

Zum neuen Vorstand gehören der 2. Vorsitzende Henri Vogel vom Sozialverein Solbra, Marion Meisel vom Verein Spas, Anna Wunder vom Diakonischen Werk TF, Heidrun Giese vom Verein Frauenstammtisch und Petra Sturm vom Verein Lukiss. In einem ersten Pressegespräch nach der Neuwahl in der vorigen Woche erklärt die bisherige Vorsitzende Marion Meisel: „Wir hatten zwar seit 2015 viele gute neue Ansätze, aber jetzt müssen wir sie endlich umsetzen.“

Henri Vogel beschreibt das Problem dabei: „Wir haben als gemeinnütziger Verein einerseits das Verbot, Einnahmen zu generieren, andererseits aber die Pflicht, Kosten zu decken.“ Dabei geht es nicht um Betriebskosten; die trägt die Stadt für dieses soziokulturelle Zentrum, das als Vereinsdomizil inzwischen unentbehrlich scheint. Vogel sagt: „Es geht um Kosten wie Versicherung, Internetnutzung, Telefon oder die Reinigung der Vereinsräume.“ Um das alles ohne Streitpotenzial zu regeln, seien jetzt eine neue Nutzungsvereinbarung mit der Stadt, einen neue Hausordnung und vor allem konkrete Schlüsselpläne nötig, so Heidi Hübner. Und die frischgewählte Vorsitzende ergänzt: „Unser Waldhaus ist eine wundervolle Begegnungsstätte. Es ist uns Herzenssache, dass sie funktioniert.“ Außerdem nennt sie gleich einen einhellig gesetzten Termin dazu: „Im Herbst soll alles unterschrieben sein.“

Gelingt dieser Neustart über die Sommerzeit, dann kommt der Verein Waldhaus wieder in ruhigeres Fahrwasser. Und seine Mitglieder können Ende September beruhigt den 20. Jahrestag seiner Gründung feiern.

Von Jutta Abromeit

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg