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Verein bietet Senioren-Wohngemeinschaften

Luckenwalde Verein bietet Senioren-Wohngemeinschaften

Zu gebrechlich für die eigene Wohnung, zu fit fürs Altenheim? Der Seniorennachbarschaftsheim-Verein bietet eine Zwischenlösung – Senioren-Wohngemeinschaften in der Grabenstraße und der Potsdamer Straße.

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Geschäftsführer Christian Nitsche (r.) sowie Gesundheits- und Krankenpfleger Christian Hauck betreuen Gisela North.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. Gisela North ist mit ihren 85 Jahren noch gut drauf, sie kocht und bäckt und geht gern an die frische Luft. Und dennoch hat ein gesundheitlicher Zwischenfall vor zwei Jahren das Leben der Seniorin verändert. 20 Jahre lang hatte sich die gebürtige Greifswalderin in ihrer Wohnung in Luckenwalde wohlgefühlt; plötzlich konnte sie allein dort nicht mehr zurechtkommen.

Schweren Herzens trennte sie sich von den geliebten eigenen vier Wänden, doch für ein Altersheim fühlte sie sich zu vital. „Meine Tochter hatte von einer Senioren-Wohngemeinschaft gehört und mich dorthin vermittelt“, sagt Gisela North. Der Seniorennachbarschaftsheim-Verein mit seinem Ambulanten Dienst bietet seit zwei Jahren in der Grabenstraße und der Potsdamer Straße eine Senioren-Wohngemeinschaft an. „Meines Wissens die einzigen dieser Art“, sagt Christian Nitsche, Geschäftsführer des Ambulanten Dienstes.

Einzelzimmer und Gemeinschaftsräume

Die Konditionen ähneln denen einer klassischen WG. Die 125 Quadratmeter große Erdgeschosswohnung in der Grabenstraße bietet fünf einzelne Zimmer, eine Gemeinschaftsküche, ein Badezimmer, Gästetoiletten sowie einen Wintergarten, der gemeinschaftlich genutzt werden kann. „Außerdem gibt es einen wunderschönen Garten“, schwärmt Gisela North, „es ist fast schon ein kleiner Park.“

Sie war 2014 die erste Mieterin dort und bewohnt ein helles 26-Quadratmeter-Zimmer, das sie mit ihren eigenen Möbeln und Accessoires eingerichtet hat. Zweimal täglich kommen Mitarbeiter des Ambulanten Dienstes, helfen bei der Körperpflege, der Medikamentengabe und alltäglichen Besorgungen. Auch ein Hausnotruf ist installiert. Die Gemeinschaftsräume werden gereinigt und Altersbegleiterin Marion Jahn kommt regelmäßig, um mit den Bewohnern zu kochen, zu backen oder Ausflüge zu planen. „Im Wintergarten hatten wir eine kleine Adventsfeier, in der warmen Jahreszeit ein Sommerfest“, berichtet Christian Nitsche. „Wir haben noch freie Kapazitäten“, sagt er, denn in der Grabenstraße hat Gisela North derzeit nur eine Mitbewohnerin.

Rollstuhlgerechte WG in der Potsdamer Straße

Im „Haus Hanne-Lore“ in der Potsdamer Straße stehen vier Zimmer zur Verfügung, von denen derzeit nur eins belegt ist. „Die WG dort ist ebenerdig und rollstuhlgerecht ausgestattet“, versichert Christian Nitsche.

Gisela North hat sich inzwischen gut eingelebt. „Ganz so wie eine eigene Wohnung ist es nicht, aber auch keine Senioren-Anstalt“, sagt die 85-Jährige, „und man wird gut betreut.“

„Eine WG ist immer ein Kompromiss, wenn es in den eigenen vier Wänden nicht mehr geht und man noch nicht ins Seniorenheim will“, erklärt Christian Nitsche. „Man muss sich auf die Mitbewohner einstellen, kann sich aber auch zurückziehen und im Notfall ist immer Hilfe da“, sagt er.

Telefon  0 33 71/67 04 00

Von Elinor Wenke

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