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Teltow-Fläming Verfall und Gedenken
Lokales Teltow-Fläming Verfall und Gedenken
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07:15 21.07.2015
Der Historiker Stefan Rothen (l.) führte die Besucher über das Gelände des ehemaligen Bücker-Werks in Rangsdorf. Quelle: Christian Zielke
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Rangsdorf

Wie hätte sich die Geschichte entwickelt, wenn der Plan von Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg vor 71 Jahren aufgegangen wäre und Adolf Hitler am 20. Juli 1944 bei dem Attentat in der Wolfsschanze getötet worden wäre? Diese Frage ist sicher unter Historikern eine der am häufigsten gestellten. Wäre Stauffenberg nicht gescheitert, wäre vielleicht auch der Flugplatz Rangsdorf heute keine Ruinenlandschaft, sondern ein Gedenkort für einen Mann, der sich dort mit dem Flugzeug aufmachte, um die Welt von einem Tyrannen zu befreien.

Hintergrund

Als Konversion wird die Umwandlung ehemaliger Militärflächen in eine zivile Nutzung bezeichnet.

18 Prozent des Kreises Teltow-Fläming wurden einst militärisch genutzt – so viel wie in kaum einer anderen Region in Deutschland.

Ein Teil des ehemaligen Rangsdorfer Flugplatzes wird bereits als Wohngebiet und von der Seeschule genutzt.

Doch es scheint Hoffnung zu geben für das geschichtsträchtige Gelände, das seit mehr als 20 Jahren verfällt. Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) gibt sich geheimnisvoll. „In anderthalb Monaten wissen wir mehr“, sagt er bei einem Rundgang über das Gelände anlässlich des Brandenburgischen Konversionssommers, einer vom Land geförderten Veranstaltung, die das Thema militärische Altlasten in den Blick der Öffentlichkeit rücken soll. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Investor mit hochtrabenden Plänen vor der Tür steht. Baumschule, Beamtenwohnen, Pferdesport und ein deutsch-polnisches Flugzeugbauunternehmen wollten sich schon ansiedeln – ohne Erfolg. Das mehr als 200 Hektar große Gelände ist ein echter Ladenhüter im Portfolio der Brandenburgischen Bodengesellschaft (BBG), dabei ist Bauland in Rangsdorf sehr begehrt. Das Problem, sagt Bürgermeister Klaus Rocher, ist der Denkmalschutz. In der Gemeinde gibt es Pläne, das Gelände zu einem Wohn- und Sportzentrum zu entwickeln. Eine neue Straße soll das Gebiet mit dem Bahnübergang Pramsdorf verbinden, doch dies ist bislang am Denkmalschutz gescheitert. Das ehemalige Flugfeld darf nicht asphaltiert werden. Dabei wäre die Straße wichtig, weil es dort sonst nur eine einspurige Brücke über die Bahn gibt, falls die Schranken eines Tages beseitigt werden.

Für den Historiker Stefan Rothen wäre sogar die Nutzung von einst eine Option. „Hier hätte man keine Probleme mit dem Nachtflugverbot gehabt“, sagt er. Das Land habe damals einen Fehler gemacht, als es die Flieger für immer verbannte. Immerhin sei Rangsdorf in den 1930er Jahren der internationale Flughafen für Berlin gewesen.

Das Gelände lebt von seiner Geschichte, aber der Zahn der Zeit nagt unentwegt. 71 Jahre nach dem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler haben Klaus Rocher und die CDU-Bundestagabgeordnete Jana Schimke gestern Kränze an dem Stauffenberg-Gedenkstein niedergelegt. Sie lobte Stauffenberg als Beispiel für „ein hohes Maß an Zivilcourage“. Aus seinem Handeln könne man lernen „dass er aus der Mitte der Gesellschaft heraus Widerstand organisiert hat.“

Von Christian Zielke

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