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Teltow-Fläming Seniorenheim-Fläche im Dornröschenschlaf
Lokales Teltow-Fläming Seniorenheim-Fläche im Dornröschenschlaf
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00:21 16.06.2018
Das DRK möchte auf dem Nachbargrundstück der neuen Pflegeeinrichtung (rechts) betreutes Wohnen anbieten. Quelle: Fotos: Frank Pechhold (2)
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Saalow

Dornröschenschlaf. Vandalismus. Warten auf ein Wunder. Verwahrlost und verwaist liegen Grundstück und Gebäude des ehemaligen Pflegeheims „Saalower Berg“ da. Investoren sind auch fast 14 Jahre nach der Schließung weit und breit nicht in Sicht. Aktuell gibt es nur jeweils eine Absichtserklärung und Anfrage für mögliche Bauprojekte auf dem 19000 Quadratmeter großen Areal.

„Wir sind daran interessiert, Gebäude für betreutes Wohnen zu errichten“, sagt Harald-Albert Swik, Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Fläming-Spreewald. Zeitgleich mit der am 3. September 2014 erfolgten Schließung des alten Heimes ging gleich nebenan die neue DRK-Senioren-Betreuungseinrichtung „Saalower Berg“ in Betrieb.

Niederländischer Investor im Gespräch

Swik zufolge will sich das DRK dort gern erweitern und eine direkt angrenzende Teilfläche erwerben. Das habe er schon vor geraumer Zeit bei einer Zusammenkunft mit Frank Broshog (parteilos), Bürgermeister der Gemeinde Am Mellensee, kundgetan. „Zu dieser Aussage stehen wir als DRK-Kreisverband nach wie vor.“ Nun sei der Landkreis Teltow-Fläming als Eigentümer der Liegenschaft gefordert, darauf zu reagieren.

MAZ-Informationen zufolge hat sich ein niederländischer Investor kürzlich danach erkundigt, ob auf dem alten „Saalower Berg“-Gelände auch Wohnungen errichtet werden könnten. Davon sei ihr nichts bekannt, sagt Ilka Leistner, Hauptamtsleiterin der Kreisverwaltung Teltow-Fläming. Allerdings sei man mit dem DRK-Kreisverband im Gespräch. Dort müsse man sich noch gedulden.

Boss: „Das ist kein einfaches Grundstück“

„Die bisher von Kreis und Gemeinde unternommenen Bemühungen, Investoren zu akquirieren, waren leider ergebnislos“, so Leistner. Beispielsweise gab es die Idee, im Hauptgebäude die Verwaltung der Gemeinde Am Mellensee unterzubringen. Andere Pläne sahen eine geschlossene Therapieeinrichtung für Suchtkranke vor. Für Schlagzeilen sorgte der Investor des sogenannten Deutschland-Parks bis zu seinem Rückzug.

„Das ist ja auch kein ganz einfaches Grundstück“, sagt Saalows Ortsvorsteher Theo Boss (UWG). Es sei sehr schwierig, jemand zu finden, der dort in dem jetzigen Zustand investieren wolle, so der Vorsitzende des Bauausschusses der Gemeinde Am Mellensee.

Kreis entwickelt Areal nur mit Kommune

„Die Planungshoheit liegt bei der Gemeinde”, sagt Kreis-Hauptamtsleiterin Ilka Leistner. Laut dem wirksamen Flächennutzungsplan wären Einrichtungen für Bildung, Gesundheit und Soziales möglich. Weitere Bereiche seien als Grünfläche ausgewiesen. Leistner zufolge werde eine Entwicklung und Nutzung des Areals nur in Zusammenarbeit mit der Kommune erfolgen.

„Der Kreis hat uns versprochen, dass er den Ortsbeirat bei jeder Entscheidung einbezieht“, sagt Ortsvorsteher Theo Boss. Gut wäre es, wenn auf dem Saalower Berg endlich was passiert. „Das ist wahrlich nicht der schönste Fleck im Dorf.“ Den Wunsch nach Investoren verknüpft Boss mit der Hoffnung auf eine bessere Infrastruktur. „Dann haben wir vielleicht größere Chancen, endlich vernünftige Geh- und Radwege zu bekommen“.

Von Frank Pechhold

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