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Teltow-Fläming Vergleich der ganz Großen
Lokales Teltow-Fläming Vergleich der ganz Großen
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00:25 01.03.2018
Die Studenten stellten ihre Arbeiten bei der Vernissage in einem kurzen Vortrag vor. Quelle: Fotos: Isabelle Richter (2)
Jüterbog

Auch die berühmtesten Architekten haben einmal angefangen. Wie sich die Frühwerke von Rem Koolhaas, Luigi Snozzi und Co. im Vergleich zu ihren Hauptwerken unterscheiden, können sich Interessierte ab sofort in der Ausstellung „Opus.One“ im Jüterboger Wachsmannhaus anschauen.

Semesterarbeit von Studenten

Auf 15 Collagen dokumentierten Architekturstudenten aus Süddeutschland und zwei Gaststudentinnen aus Frankreich die Vergleiche und ziehen am Ende ihr eigenes Resümee. Ein Semester lang beschäftigten sich die künftigen Baukünstler mit der Thematik.

Dozent Ulf Meyer von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) in Konstanz hatte ihnen die Aufgabe gestellt und zeigte sich auf der Vernissage am Sonnabendnachmittag begeistert von der bunt gemischten Auswahl.

Passenderweise hängen die Ergebnisse nun im Jüterboger Wachsmannhaus – ebenfalls ein Erstlingswerk des deutschen Architekten Konrad Wachsmann.

Japaner verbaut Papierröhren

Während sich die früheren Bauwerke vieler Architekten ganz klar von den Späteren unterscheiden, sind einige Architekten ihrem Stil aber auch treu geblieben.

Felix Dold beschäftigte sich mit dem Japaner Shigeru Ban. „Ich habe ihn aus zwei Gründen ausgewählt. Zum einen, weil er Menschen mit seinen Werken Hoffnung gibt und zum Beispiel Notunterkünfte schafft, und zum anderen wegen seiner innovativen Art“, erklärte Dold. Der japanische Architekt verbaute bereits Mitte der 90er Jahre wiederverwendbares Material. „Er war der Vorreiter dieses recyclebaren Bauens“, berichtet Felix Dold.

So wie in Shigeru Bans Hauptwerk, der Christchurch Cathedral in Neuseeland, verwendete er auch in seinem Frühwerk bereits Papierröhren zum Bauen. Ein markantes Stilelement, welches ihn schnell auf der ganzen Welt berühmt machte. “Er hat ungern Sachen weggeworfen“, so Dold.

Architektur als Ausdrucksmittel

Neben den Studenten hatte am Sonnabend auch Jörn Köppler das Wort. Der Architekt und Buchautor veröffentlichte im vergangenen Jahr sein Buch „Die Poetik des Bauens, Betrachtungen und Entwürfe.“

In einem kurzen Vortrag erläuterte Köppler für die Gäste, inwiefern Poesie und Architektur zusammenhängen und ob dies beim heutigen Bauen überhaupt noch eine Rolle spielt.

Umstrittene Wachsmann-Villa

Großes Interesse gab es unter den Besuchern aber auch für den Ausstellungsort selbst. Denn die 1929 im Stil der klassischen Moderne erbaute Wachsmann-Villa war einst stark umstritten. „Es gab damals viele Luftaufnahmen, bei denen das Haus einfach rausradiert worden ist“, berichtet Nils Estrich.

Nils Estrich führte die Gäste durch das Haus seiner Großeltern. Quelle: Isabelle Richter

Seine Großeltern, Emmi und Georg Estrich, hatten das Haus damals zusammen mit Konrad Wachsmann als Arztpraxis und Wohnhaus geplant. Der im goldenen Schnitt gehaltene quadratische Würfel mit Anbau war ein Ausnahmeobjekt in Jüterbog. Noch heute hat die Wachsmann-Villa für Besucher einen ganz besonderen Charme.

Für einen spannenden Einblick in das Haus und in die Geschichte berühmter Architekten ist die Ausstellung „Opus.One“ noch einige Monate für Besucher geöffnet.

Von Isabelle Richter

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