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Vergleichsinstrument gegen Mietwucher

Mietspiegel für Ludwigsfelde Vergleichsinstrument gegen Mietwucher

In Ludwigsfelde gibt es einen neuen Mietspiegel. Das sieht die Mietervereinigung Teltow als gutes Instrument gegen Mietwucher. Zum Entwurf des Koalitionsvertrages bleiben für sie jedoch Wünsche offen.

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Die LWG-Baustelle Zetkinstraße im Ludwigsfelder Stadtteil West.

Quelle: Foto:Abromeit

Ludwigsfelde. Es soll für Ludwigsfelde 2018 einen neuen Mietspiegel geben, das beschlossen die Stadtverordneten einstimmig und ohne Diskussion. Damit hat die Autowerkerstadt das zehnte Jahr in Folge sowohl für Mieter als auch für Vermieter ein Vergleichsinstrument mit ortsüblichen Mieten. Wie bisher plant die Stadt zum Erstellen dieses alle zwei Jahre zu erneuernden Dokuments wieder 25 000 Euro ein.

Zahn: Mieten-Entwicklung muss länger berücksichtigt werden

Lothar Zahn vom Vorstand der Mietervereinigung Teltow kennt sich in der Ludwigsfelder Wohnungsszene bestens aus. Er ist froh über diesen erneuten Beschluss. Und er verfolgt die Gesetzeslage genau. Den seit Mittwoch bekannten Entwurf des Koalitionsvertrages zwischen SPD und CDU im Bund hat er bereits mit den Augen eines Mieter-Vertreters unter die Lupe genommen. Positiv findet er, dass der Geltungszeitraum für Mietspiegel von bisher zwei auf drei Jahre verlängert werden soll. „Leider aber will man den Betrachtungszeitraum für Vergleichsmieten nur prüfen, aber nicht verlängern“, so Zahn. Der beträgt im Moment vier Jahre. Das heißt, für Mietspiegel wird die Mietenentwicklung der zurückliegenden vier Jahre herangezogen. „Wir als Mieterbund fordern aber acht Jahre bei der Betrachtung. Das würde die Bestandsmieten, die im Durchschnitt berechnet werden, stabiler machen und Steigerungen würden damit prozentual nicht so hoch ausfallen“, erklärt er.

Kaltmieten von zehn Euro je Quadratmeter

Im Zuzugsort Ludwigsfelde herrscht Wohnungsnot. Bei beiden Großvermietern  – der städtischen Wohnungsgesellschaft Märkische Heimat und der Wohnungsgenossenschaft mit jeweils etwas mehr als 3000 Wohnungen  – gibt es lange Wartelisten für fast alle Wohnungsgrößen. Auf jedem neuen Areal, für das Baurecht geschaffen ist, wachsen neue Ein- oder Zweifamilienhäuser wie die sprichwörtlichen Pilze aus dem Boden. Das alles wäre ohne Mietspiegel wunderbarer Boden für Mietwucher. „Mit der gestiegenen Nachfrage und höheren Baupreisen haben wir auch in Ludwigsfelde Kaltmieten von zehn Euro je Quadratmeter“, so Zahn. Diese Miethöhen fallen seit Erstellung des Ludwigsfelder Mietspiegels 2016 in eine separate Kategorie, dafür hatte der regionale Mieterverein gekämpft. „Dass wir diese Kategorie haben, erweist sich jetzt als sehr sinnvoll“, so Zahn. „Sonst würden diese Mieten den Durchschnitt aller in der Stadt regelrecht explodieren lassen und wir hätten die untere Kategorie mit vier bis fünf Euro kaum noch.“

Lobenswert finde der Mieterbund Vorschläge, Bauland günstig anzubieten, Besteuerung zu vereinfachen und mit Planungserleichterungen sozialen Wohnungsbau wieder attraktiver zu machen, so Zahn.

Von Jutta Abromeit

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