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Vergleichsweise niedrige Mieten in Ludwigsfelde

Mietspiegel Vergleichsweise niedrige Mieten in Ludwigsfelde

Die Mieten in Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) sind in den vergangenen zwei Jahren gestiegen, sind aber immer noch vergleichsweise gering. Der neue Mietspiegel, den die Mitglieder des Sozial- und des Hauptausschusses bereits verabschiedet haben, erfassen Mieten von bis zu zehn Euro kalt je Quadratmeter.

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Der vor 15 Jahren in Ludwigsfelde begonnene Wohnpark am Hirschweg wird jetzt mit den letzten 43 Wohnungen zu Ende gebaut.

Quelle: Jutta Abromeit

Ludwigsfelde. Für rund 80 Prozent der zurzeit etwa 8000 Mietwohnungen in Ludwigsfelde sind die Mieten in den zurückliegenden zwei Jahren gestiegen. Solche Fakten und viele Details dazu enthält der neue Mietspiegel der Stadt. Dieses aktualisierte Vergleichsinstrument für ortsübliche Mieten liegt den Stadtverordneten jetzt vor, sowohl die Mitglieder des Sozial- als auch des Hauptausschusses empfehlen dem gesamten Stadtrat einhellig, das neue Zahlenwerk anzuerkennen. Voraussichtlich passiert das auf der nächsten Sitzung am 20. September.

Die meisten Mieten liegen zwischen 5,50 Euro und 7 Euro

In den Sitzungen beider Fachgremien verwies Bürgermeister Andreas Igel (SPD) darauf, dass die Ludwigsfelder Mieten „zum überwiegenden Teil unter dem Mittel liegen.“ Er meint damit, dass sich die meisten Mieten in der Stadt noch im Bereich der Förderrichtlinien für sozialen Wohnungsbau befinden. Diese Spanne liegt zwischen 5,50 Euro und 7 Euro Kaltmiete je Quadratmeter. Etwas anders wertet Lothar Zahn, Vorsitzender des Mietervereins in der Region Ludwigsfelde und stellvertretende Landesvorsitzende, die im Mietspiegel festgestellten Mietpreise. Zahn gehört zum Ludwigsfelder Arbeitskreis Mietspiegel.

Größte Vermieter lieferten Zahlen

Dort arbeiteten Vertreter der beiden größten Vermieter – der städtischen Wohnungsgesellschaft Märkische Heimat und der Ludwigsfelder Wohnungsgenossenschaft – sowie Vertreter von der SWS Immobilien Service GmbH, der Firma Vonovia, einem privaten Vermieter, der ungenannt bleiben will, sowie vom Institut für Stadtforschung und Strukturpolitik als Fachberater mit.

Kritik vom Mieterbund

Zahn erklärt: „Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Wir Mietervertreter fordern zwar die Miethöhe in diesem Segment, aber für preisgebundenen Wohnraum.“ Der werde jedoch im Mietspiegel den Vorgaben entsprechend nicht erfasst und könne langfristig nur mit Fördergeld geschaffen werden, so Zahn.

573 Wohnungen mit Mietpreisbindung

Grund: Private Investoren und Vermieter ließen sich auf lange Sicht mietmäßig kaum binden. Sie investieren Geld ohne Förderbedingung und finden wegen der großen Wohnungsnachfrage Mieter, die höhere Mieten bezahlen. Zahn: „Die Preisbindung über den gesamten Förderzeitraum von 15 bis 20 Jahren ist aber wichtig. Wenn wir da nicht gegensteuern, haben wir bald kaum noch Wohnungen mit Mietpreisbindung.“ Der Mieterbund-Vertreter beruft sich auf Zahlen der Landesregierung: Zurzeit gebe es in Ludwigsfelde noch 573 mit Fördergeld gebaute Wohnungen, für die noch eine Mietpreisbindung gilt. Zahn: „Wenn sich nichts ändert, sind das aber im Jahre 2030, also schon in 14 Jahren, nur noch ganze 289 Wohnungen.“

Neue Wohnungen sind teurer

Im Gegensatz zum bisherigen Ludwigsfelder Mietspiegel stellt der neue auch Mieten für neue Wohnungen fest, die weit über der diskutierten Spanne liegen. Mit dem Blick voraus erklärt Zahn: „Für den Mietspiegel 2018 wird schon ein Segment diskutiert, für das es bisher zu wenige Wohnungen gibt, um in die Wertung zu gehen: bis zu zehn Euro Kaltmiete je Quadratmeter. Bis dahin werden aber noch eine ganze Reihe davon gebaut.“

Mieterbund: Land soll Mieter fördern

Für ihn wäre ein Weg, dass Ludwigsfelde dieser Mietpreisspirale entgegenwirkt: „Das Land müsste von der Objektförderung weg hin zu subjektiver Förderung von bezahlbarem Wohnraum kommen. Das heißt, Miete müsste nach Einkommen bezahlt werden.“

Von Jutta Abromeit

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