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Teltow-Fläming Verjüngungskur für den Boulevard
Lokales Teltow-Fläming Verjüngungskur für den Boulevard
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19:06 29.01.2014
Vision: So könnte der Luckenwalder Boulevard nach der Sanierung aussehen. Quelle: RCL/Atelier 8
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Luckenwalde

Der Luckenwalder Boulevard soll auf einer Länge von 350 Metern für 2,5 Millionen Euro, darunter Fördermittel, saniert und neu gestaltet werden. Die besondere Herausforderung: Die Fußgängerzone ist denkmalgeschützt und von hohem Leerstand gekennzeichnet.Etliche Geschäfte sind nicht barrierefrei zu erreichen, die Kunstwerke verschlissen. Außerdem sind zunehmende Außengastronomie und neue Nutzergruppen wie Skater und Elektro-Radler zu beachten.

Die Bietergemeinschaft aus dem Luckenwalder Ingenieurbüro Redeker Consult und dem Baruther Büro Atelier 8 hat die europaweite Ausschreibung gewonnen. Heinz Nagler, Chef der Wettbewerbskommission, lobt deren behutsamen Umgang mit dem Bestehenden und die kluge topografische Lösung hinsichtlich des Höhenniveaus. "Die Mitte bleibt auf dem bestehenden Niveau. Zur Seite hin soll die Ebene leicht geneigt und angehoben werden", sagt er. Damit könnten einige Geschäfte barrierefrei angeglichen werden, ohne das Aufstellen von Tischen und Stühlen zu behindern.

In der Mitte bleiben großformatige Platten, die in Farbe und Format an die bisherigen angelehnt sind. Der äußere Flanierbereich erhält komplett neue Beläge. "Zu den Geschäften hin kommt gesägtes und geflammtes Kleinsteinpflaster und damit ein sehr hochwertiges Material zum Einsatz", erklärt Markus Blümner von Redeker Consult. Die Bänke sollen erneuert, die Kunstwerke aufgearbeitet werden.

Ein Wermutstropfen: Alle knapp 50 Bäume sollen weg, werden aber laut Denkmalschutz-Forderung an gleicher Stelle durch neue ersetzt. "Die bestehenden Linden sind liebreizend, aber alle unterschiedlich entwickelt und haben zum Teil schon Faulstellen", sagt Horst Heinisch vom Atelier 8. Mit der Neupflanzung könne man der Stadt eine nachhaltige hohe Qualität sichern. Blümner verweist zudem darauf, dass alle Leitungen unterirdisch neu verlegt werden müssen, was mit dem vorhandenen Baumbestand äußerst kompliziert wäre.

Um mehr junge Leute auf den Boulevard zu locken und sie zum Verweilen zu motivieren, stellt Heinisch eine unkonventionelle Idee vor: "Wir wollen an mehreren Punkten das drahtlose Netzwerk W-Lan anbieten und freuen uns, wenn wieder junges Leben ins Zentrum kommt."

Auch die Fahrradständer sollen den neuen Trends zum E-Bike oder elektrischen Rentner-Mobil gerecht werden. "Ich könnte mir gut Strom-Tankstellen vorstellen", sagt Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide. Sie vergleicht das gesamte Bauvorhaben mit einer "Operation am offenen Herzen". "Es geht nicht darum, ein paar Platten zurechtzurücken, sondern wir werden tiefe, wandernde Baugruben haben", sagte sie in der Stadtverordnetensitzung. Man wolle Anlieger und Geschäftsleute einbeziehen und versuchen, auf ihre Belange Rücksicht zu nehmen. Um die Öffentlichkeit umfassend zu informieren und als Ansprechpartner vor Ort zu sein, wird ab 1.April in der Breiten Straße 24 ein Baubüro mit öffentlichen Sprechzeiten eingerichtet.

Die Planer hoffen, dass die Stadtverordneten bis Mai den Ausbaubeschluss fassen. Baubeginn wird laut Blümner an der östlichen Seite zwischen Lämmergasse und Dahmer Straße sein. "Wir hoffen, dass der erste Bauabschnitt zum Stadtjubiläum im Jahr 2016 fertig ist", sagt Planungsamtsleiter Peter Mann. Elisabeth Herzog-von der Heide macht aber deutlich, dass die Fußgängerzone zum Zeitpunkt des Turmfestes 2015 nicht zur Verfügung stehen wird. Ob man aufs Turmfest verzichten muss oder ob es Alternativen geben kann, soll im Herbst dieses Jahres entschieden werden.

Von Elinor Wenke

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