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Verkehrsaufkommen regt Dorfbewohner auf

Kummersdorf-Alexanderdorf Verkehrsaufkommen regt Dorfbewohner auf

Willi Tietz reicht es. Lange genug hat der 73-Jährige mit dem erhöhten Verkehrsaufkommen in Kummersdorf-Alexanderdorf gehadert. Rumpelnde Laster, rasende Pkws und Risse in den Wänden seines Hauses brachten das Fass nun zum Überlaufen. Mit einem von 134 Mitbürgern unterzeichneten Schreiben wandte sich Tietz an Landrätin Kornelia Wehlan (Linke).

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Viele solcher schwer beladenen Transporter strapazieren die Nerven der Straßenanwohner in Kummersdorf-Alexanderdorf.

Quelle: Frank Pechhold

Kummersdorf-Alexanderdorf. Rumpelnde Lastwagen. Rasende Pkws und Motorräder. Risse in der Hauswand. Das alles geht Willi Tietz und vielen anderen Anwohnern der Landesstraße 70 in Kummersdorf-Alexanderdorf mächtig gegen den Strich. Aus diesem Grund wandten sich 134 Dorfbewohner im Rahmen einer von Tietz ins Leben gerufenen Unterschriftensammlung an Landrätin Kornelia Wehlan (Linke).

„Wegen der Lärmdusche wache ich manchmal schon morgens mit Kopfschmerzen auf“, sagt Tietz. Früh um halb fünf ist für ihn die Nacht vorbei. „Dann brettern viele, die nach Berlin zur Arbeit fahren, in ihren Pkws mit einem Affenzahn durch das Dorf.“ Diese Raser wüssten, dass um diese Zeit weder ein Polizist, noch ein mobiles Blitzgerät da stehe. „Also fahren die Pkws volle Pulle, manchmal mit mehr als zirka 100 Sachen.“ So ab sieben Uhr kämen alle, die ihre Fahrerlaubnis behalten wollten. Die führen viel vernünftiger. Ganz im Gegensatz zu einigen Berufskraftfahren, deren beladene oder leere 40-Tonner mit Tempo 70 unterwegs seien. Wegen der damit verbundenen Erschütterungen und Schalldruckpegel hätten sich nicht nur in seinem Haus Risse gebildet, so Tietz.

Willi Tietz zeigt einen Riss im Haus

Willi Tietz zeigt einen Riss im Haus.

Quelle: Frank Pechhold

Verkehr nimmt seit drei bis vier Jahren enorm zu

„Vor allem an den Wochenenden beeinträchtigen Motorradfahrer die Lebensqualität im Dorf massiv“, sagt der ortsansässige Bürgermeister Frank Broshog (parteilos). Manche Motorräder machten mehr Krach als die Lkws. „Das ist schon eine heftige Belastung für alle Bürger, die direkt an der Straße wohnen.“ Broshog zufolge habe der Verkehr zwischen Trebbin und der Bundesstraße 101 sowie Sperenberg beziehungsweise Rehagen seit drei, vier Jahren enorm zugenommen. Über die Ursachen könne er nur spekulieren. Vermutlich habe das erhöhte Verkehrsaufkommen mit der Einführung der Mautgebühr auf der B101 zu tun. Deshalb wichen Lkws und überwiegend mit Baumstämmen beladene Schwerlaster in Richtung Zossen oder Industriezentrum Baruth auch über Kummersdorf-Alexanderdorf aus.

Eine Patentlösung, um die in dem Brief an die Landrätin aufgeführten Probleme zu lösen, hätten er und seine Mitstreiter nicht, sagt Willi Tietz. Aber alle seien der Meinung, „dass wir das Recht haben, dass unsere Gesundheit und unser Eigentum geschützt“ werden, heißt es in dem Schreiben. Darin wird gefordert, die erlaubte Geschwindigkeit im ganzen Dorf von 50 auf 30 Kilometer pro Stunde zu senken, Verkehrsinseln zu schaffen und einen stationären Blitzer aufzustellen. „Um den Grad der Beeinträchtigung beurteilen zu können, wurde der Straßenbaulastträger (Landesbetrieb Straßenwesen in Wünsdorf, d. Red.) aufgefordert, Verkehrsdaten und eine Lärmberechnung vorzulegen“, sagt Hubert Grosenick, Leiter des Straßenverkehrsamtes Teltow-Fläming.

Von Frank Pechhold

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