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Teltow-Fläming Verkehrschaos auf der Umleitungsstrecke
Lokales Teltow-Fläming Verkehrschaos auf der Umleitungsstrecke
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05:35 26.07.2016
Hintereinander weg fahren Autos und Lastwagen durch Hohengörsdorf. Besonders schlimm ist es morgens zwischen 7 und 9 Uhr. Quelle: Uwe Klemens
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Hohengörsdorf

Die Umleitungsstrecke für den Straßenbau in Markendorf, die den Verkehr seit Montagmorgen über die B102 leitet, hat ein erstes „Opfer“. Eine Straßenlaterne, die die enge Eingangskurve in der Ortslage von Hohengörsdorf ausleuchten soll, lag bereits am Vormittag zerstört am Boden. Vom Unfallverursacher fehlt derzeit jede Spur.

Ortsvorsteher und Bürgermeister verärgert

Vorausgesagt, dass etwas derartiges passieren würde, hat nicht nur Ortsvorsteher Roland Mihatsch, sondern auch Bürgermeister David Kaluza (parteilos). Seit Monaten hat die Gemeindeverwaltung Niederer Fläming versucht, das Landesamt für Straßenverkehr zu einer anderen Umleitungsstrecke zu überreden – trotz Zusage einer einvernehmlichen Lösung vergeblich, wie spätestens mit dem Aufstellen der Umleitungstafeln Anfang voriger Woche zu sehen war.

Eine Straßenlaterne wurde bereits umgefahren. Quelle: Uwe Klemens

Dass die Streckenführung durch den Ort mit seinen beiden Eingangskurven und der waghalsigen Doppelkurve dazwischen für größere Fahrzeuge nicht ohne Risiko ist, wissen Brummifahrer, Gemeindeverwaltung und Einwohner schon lange. Bereits in den 1970er Jahren war deshalb eine Ortsumfahrung im Gespräch. „Die etwa eineinhalb Kilometer lange Strecke war damals bereits vermessen und abgesteckt“, erinnert sich Mihatsch. Warum die Umfahrung bis heute nicht gebaut wurde, kann er nicht erklären.

Lkw-Fahrer setzen auf die Kraft des Stärkeren

So schwierig die Situation damals schon war – besser geworden ist sie seither nicht. Im Gegenteil. Deutlich zugenommen haben seit der Wende nicht nur die Verkehrsdichte, sondern auch die Größe der Lastzüge. Deren Fahrer können gar nicht anders, als in der S-Kurve die Gegenfahrbahn zu schneiden.

Dass viele Brummifahrer dabei auf die Macht des Stärkeren setzen und ohne Einsicht in den Streckenverlauf zügig in die Kurve gehen, bringt täglich dutzende andere Verkehrsteilnehmer in Bedrängnis. Dreimal reichte allein im vergangenen Jahr die Zeit zum Reagieren nicht mehr aus, weshalb der Kurvenbereich inzwischen bei der Polizei als typische Unfallstelle geführt wird.

Landesbetrieb setzt auf die kürzeste Verbindung

„Wir müssen niemanden fragen“, lautet die Antwort von Mark Schönborn auf die Frage, warum man seitens des Landesstraßenamtes nicht auf den Vorschlag der Gemeinde zur Umleitungsstrecke eingegangen ist. „Wir gehen grundsätzlich davon aus, dass eine Bundesstraße den Verkehr einer anderen Bundesstraße mit aufnehmen kann“, sagt der Sachbearbeiter für Bauüberwachung, der als Projektleiter für die Erneuerung der B115 in der Ortslage Markendorf zuständig ist.

„Der zweite Grundsatz lautet: Umleitungsstrecken so kurz wie möglich, sonst werden sie nicht angenommen. Notfalls suchen sich Fahrer mit dem Navi einen anderen Weg.“ Der in der Markendorfer Einwohnerversammlung kürzlich genannte Grundsatz „Wir bauen mit ihnen, nicht gegen sie“ scheint für Umleitungen nicht zu gelten.

Dass Problem wird den Hohengörsdorfern erhalten bleiben. Denn die B102-Ortsumfahrung ist mit der Überarbeitung 2015 aus dem Bundesverkehrswegeplan herausgenommen worden.

Von Uwe Klemens

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