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Teltow-Fläming Verletzter Jack Russell erholt sich
Lokales Teltow-Fläming Verletzter Jack Russell erholt sich
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15:42 29.05.2015
Die Hündin ist nach der OP erschöpft. Quelle: Martina Burghardt
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Jüterbog

So einen Fall gab es in Jüterbog noch nicht: Eine am 20. Mai bei einem Verkehrsunfall in der Zinnaer Vorstadt schwer verletzte, herrenlose Hündin musste operiert werden. Einschläfern kam nicht in Frage, eine Unterbringung im Tierheim ebenfalls nicht, weil dort die ausreichende Pflege nicht gewährleistet werden könnte.

Die Stadtverwaltung war der Retter in der Not, fand einen Tierarzt, legte die 1000 Euro für die Operation in einer Berliner Klinik erst einmal aus und organisierte eine Pflegefamilie. Dort erholt sich die etwa drei Jahre alte Hündin vom Bein- und dreifachen Beckenbruch, die sie sich zuzog, als sie angefahren wurde. Platten und Drähte halten die Knochen zusammen.

Einen Namen hat der Hund noch nicht, schließlich soll er ja dem Besitzer zurückgegeben werden. Nachforschungen liefen bis jetzt ins Leere. Alle in Jüterbog gemeldeten Jack-Russell-Terrier sind wohlauf. Der Fundhund muss bereits seit Wochen allein unterwegs gewesen sein, der Körper des kleinen Tieres ist total ausgemergelt.

Nur unter Schmerzmitteln darf die Hündin sich etwas bewegen, aber im Moment ist sie schnell erschöpft, hat bislang noch nicht einmal gebellt. Joachim Wasmansdorff, stellvertretender Bürgermeister, ist von der Hilfsbereitschaft der Jüterboger positiv überrascht. „Ich ziehe den Hut“, sagte er. „Die Stadt dankt allen Spendern.“ Seit dem MAZ-Bericht am Sonnabend wurden 300 Euro auf das OP-Konto eingezahlt. Die Pflegefamilie übernimmt die zusätzlichen Kosten, zum Beispiel für Spritzen statt Tabletten, weil das Tier die besser verträgt.

Acht Wochen wird es dauern, bis sich die Hündin wieder vollständig erholt hat. Hat sich der Besitzer, der die Auslagen erstatten muss, nicht gemeldet, muss ein neues Herrchen oder Frauchen gefunden werden. Bis dahin schmust die Patientin mit der Pflegemutter.

Von Martina Burghardt

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