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Vermittlerin kanadischer Indianerkultur

Luckenwalde Vermittlerin kanadischer Indianerkultur

Jennifer Fröhling ist nach Kanada ausgewandert. Jetzt ist die Luckenwalderin zurück und hat Dennis Shorty mitgebracht. Gemeinsam mit dem indianischen Künstler vermittelt sie in der Kreisstadt das Verständnis für Kunst und Kultur der Ureinwohner Kanadas. Am Samstag sind beide im „Waldidyll“ zu erleben.

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Jennifer Fröhling, die aus Luckenwalde stammt, mit dem kanadischen Indianer und Künstler Dennis Shorty.

Quelle: privat

Luckenwalde. Eine Auswandererin ist zurück in der Heimat. Jennifer Fröhling aus Luckenwalde lebt in Kanada. Derzeit ist sie aber mit einem besonderen Angebot wieder in der Kreisstadt.

Früh zog es sie in die weite Welt hinaus. „Reisen war immer das, was ich wollte und auch tat“, erzählt die junge Frau. So war sie lange Zeit in Australien unterwegs, dann in Kanada. Bei einem Aufenthalt in Ross River im Jahr 2006 traf Jennifer mitten in der kanadischen Wildnis auf Dennis Shorty, einen kanadischen Ureinwohner. Sein Zuhause war 30 Kilometer von der „Zivilisation“ entfernt, 500 Kilometer waren es bis zur nächst größeren Stadt. Er lebte wie ein Einsiedler, allein unter Bären und Wölfen.

Die Busfahrerin und der Ureinwohner

„Als wir uns kennenlernten, fühlten wir sofort eine enge Verbindung, die wir uns nicht erklären konnten“, erinnert sich Jennifer. Schnell stand es für beide fest, dass sie zusammen gehörten: Die junge Busfahrerin aus Deutschland, und der Indianer – genauer gesagt, ein Mitglied der „First Nation“ vom Stamm der Kaska und Angehöriger des Wolfsclans. Seitdem leben und arbeiten sie im Yukon-Territorium, dem Land der „First Nation“. Er als Künstler und Musiker, sie als seine Managerin.

Jennifer Fröhling und Dennis Shorty mit traditioneller Kunst

Jennifer Fröhling und Dennis Shorty mit traditioneller Kunst.

Quelle: privat

Für wenige Wochen im Jahr kehren sie zurück in Jennifer Fröhlings Heimatstadt. Zum einen wollen sie Familie und Freunde besuchen, zum anderen geht es ihnen darum, über Kunst und Weltanschauung der kanadischen Indianer zu informieren. Deshalb laden sie auch für Samstag ab 16 Uhr zu einer mehrstündigen Diashow über das Leben im Yukon ein. Die Veranstaltung findet im „Waldidyll“ im Elsthal Luckenwalde statt.

Show mit Bildern, Musik und Kunst

Die Show wird von Jennifer Fröhling und Dennis Shorty auch musikalisch begleitet. Mit Gesang, Gitarre und Drums führen sie die Gäste in die Traditionen der kanadischen Ureinwohner ein. Dennis Shorty zeigt einen Ausschnitt seines künstlerischen Schaffens.

In Kanada ist er ein gefragter Künstler. So nahm er an vielen Ausstellungen sowie Festivals teil und gewann einige Auszeichnungen. Seine Schnitzereien sind in öffentlichen wie auch privaten Sammlungen zu sehen. Selbst in Australien sind seine Werke begehrt. Er sieht sich nicht nur als Künstler, sondern auch als Botschafter seiner Kultur, der Sprache der Kaska und deren Lebensweise. „Kunst zu kreieren und diese mit anderen zu teilen ist meine Art von Kommunikation“, sagt er, „ich sehe es als meine Aufgabe, das, was ich von meiner Familie erlernt habe, mit anderen Menschen zu teilen.“

Von Iris Krüger

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