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Verschönerung für das Bahnhofsumfeld

Rangsdorf Verschönerung für das Bahnhofsumfeld

Fast eine Million Euro Fördergeld könnte Rangsdorf für ein neues Bahnhofsumfeld bekommen. Die am Dienstag im Bauausschuss vorgestellten Planungen trafen noch nicht so richtig den Nerv der Gemeindevertreter. Bis Montag sollen die Planer nachbessern. Viel Zeit bleibt der Gemeinde nicht, sonst ist das Geld weg.

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Rangsdorfs Bahnhofsumfeld soll ein neues Gesicht bekommen.

Quelle: Foto: Zielke

Rangsdorf. Wer mit dem Regionalzug aus Berlin in Rangsdorf ankommt, den erwartet hinter dem Bahnsteig ein Provisorium aus Schotter und holprigem Pflaster.

Pläne, das Bahnhofsumfeld zu verschönern, gibt es seit 2013. Damals hatte die Gemeinde eine Machbarkeitsstudie erstellt, die als Grundlage dienen. Jörn Blank vom Büro Aquaplan aus Stahnsdorf stellte am Dienstag im Bauausschuss die ersten Planungen vor. Diese sehen den Ausbau der Goethestraße vom Kreisverkehr bis zum Spessartweg vor. Das derzeitige Pflaster wird durch eine Asphaltschicht ersetzt. Auf der Ostseite sollen 28 Pkw-Parkplätze und ein Gehweg mit einem Meter Breite entstehen.

Fußgänger sollen sicher die Straße überqueren

Die größten Veränderungen stehen zwischen Bahnhof und Fontaneplatz an. Autos bekommen eine eigene Vorfahrt zum Bahnhof mit vier Kurzzeitparkplätzen – was aus Sicht der meisten Ausschussmitglieder zu wenig ist. Der Asia-Imbiss auf dem Fontaneplatz soll einer Buswendeschleife weichen, könnte aber auf dem Bahnhofsplatz wieder aufgebaut werden und zusammen mit zwei Hochbeeten als künstliche Barriere für Fußgänger dienen.„Wir wollen vor allem die Schüler sicher auf die andere Straßenseite führen“, sagte Jörn Blank.

Bei den Ideen, wie sich motorisierter und unmotorisierter Verkehr künftig gestalten gingen die Vorstellungen zwischen Planer und Ausschussmitgliedern weit auseinander. Matthias Gerloff (Grüne) schlug vor, mit Aufpflasterungen und einer Mischverkehrsfläche auf dem Fontaneplatz den Fußgängern und Radfahrern mehr Raum zu geben. „Damit würde man gleichzeitig ein Zeichen gegen die Mutti-Taxis setzen“, sagte Gerloff.

Eine solche Platz-Situation habe er aus Sicherheitsgründen vermeiden wollen, sagte Planer Jörn Blank. Sein Konzept sieht eine strikte Trennung von Autoverkehr und Fußgängern und Radfahrern vor. Optische Einengungen aus Pflastersteinen sollen die Goethestraße schmaler wirken lassen und Autofahrer dazu bringen, das Tempo zu reduzieren. „Aufpflasterungen und verkehrsberuhigte Bereiche bringen nicht mehr Sicherheit, sondern mehr Emissionen“, sagte der Tiefbauplaner. Er hält auch den schmalen Gehweg auf der Ostseite der Goethestraße für ausreichend.

Fast eine Million Euro Fördergeld hat das Land zugesagt

Ein abschließendes Urteil will sich der Bauausschuss am kommenden Montag bilden. Am 7. September werden die Planungen bei einer Einwohnerversammlung präsentiert.Viel Zeit bleibt der Gemeinde nicht. Bis Ende September müssen die Planungen bei der Fördermittelstelle sein. Von den 1,6 Millionen Euro Gesamtkosten für das Bahnhofsumfeld sollen 956 000 Euro vom Land kommen – das Geld ist laut Bürgermeister seit langem zugesagt. Der Eigenanteil der Gemeinde liegt bei 400 000 Euro.

Neben der Zeitknappheit unterliegt das Projekt Bahnhofsumfeld einer weiteren Ungewissheit. Sollte die Gemeinde das beantragte Fördergeld für den neuen Hort bekommen, wäre dies das Aus für den Bahnhofsvorplatz. Bürgermeister Klaus Rocher: „Für beide Projekte ist schlicht kein Geld im Haushalt.“

Von Christian Zielke

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