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Teltow-Fläming Versetzungsgefahr für Pädagogen
Lokales Teltow-Fläming Versetzungsgefahr für Pädagogen
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00:22 09.11.2015
Die Gesamtschule in Dabendorf. Quelle: Nadine Pensold
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Dabendorf

Zwei Lehrer der Dabendorfer Gesamtschule „Geschwister Scholl“ wurden versetzt. Weil dort in diesem Schuljahr nur 838 Schüler  und damit deutlich weniger als erwartet lernen, baut das Landesschulamt (LSA) den Lehrerüberhang ab. „Alles andere könnte ich gegenüber jenen Schulen nicht verantworten, wo Lehrer fehlen“, sagt Schulrätin Janina Kolkmann von der LSA-Regionalstelle Brandenburg/Havel.

Von den geplanten Umsetzungen erfuhren die Schüler kurz vor den Herbstferien. „Neben den Querelen um den Neubau der Gesamtschule gab es nun schon wieder eine Nachricht, die alle schockierte“, schreibt Nina Ruden aus der Klasse 10c in einem Brief an die MAZ. Mitgeteilt worden sei, „dass aufgrund des Überhangs mindestens drei Lehrer die Schule verlassen müssen“. Um das zu verhindern, sammelten Schüler und Eltern rund 400 Unterschriften. Die Unterschriftenlisten wurden dem Landesschulamt übergeben.

Dort kennt Janina Kolkmann die Fakten. 19 junge Leute weniger als erwartet drücken dieses Schuljahr in der Sekundarstufe I die Schulbank, 50 Schüler weniger in der Sekundarstufe II. „Das entspricht einem Überhang von 4,5 Lehrerstellen.“

Das spiegelt den Widerspruch zwischen der vorhergesagten und tatsächlichen Schülerzahl wieder. Im Mai habe man die Schülerzahlen für das neue Schuljahr an das LSA gemeldet“, sagt Schulleiter Dirk Zobywalski. Nach den gemeldeten Schülerzahlen wird der Lehrerbedarf berechnet. Beispielsweise sei man in der Jahrgangsstufe 11 von 127 Schülern ausgegangen. „Aber am ersten Schultag sind nur 111 bei uns angekommen. Das entspricht einer kompletten Lehrerstelle“, so Zobywalski. In der Jahrgangsstufe 12 kamen statt der erwarteten 113 nur 100 Schüler, in der Jahrgangsstufe 13 von 115 Schülern nur 94. „Daraus resultieren zwei weitere Überhangstellen.“ Im Sommer hätten sich viele Schüler dafür entschieden, lieber einen Beruf zu lernen als Abitur zu machen. Zudem seien Schüler weggezogen. „Dadurch sind die Schülerzahlen so drastisch gesunken, dass der Lehrerüberhang am Ende fast fünf Stellen betrug“, sagt Zobywalski.

Von dem Stellenüberhang erfuhr das LSA am 3. September. Weil eine Lehrerin Ende des Schulhalbjahres in den Mutterschutz geht und spätestens dann für Vertretung gesorgt werden müsste, entschied das Schulamt, nur drei Überhangstellen abzubauen und Lehrer in die Oberschulen Großbeeren, Wünsdorf und Ludwigsfelde zu versetzen. Nach Ludwigsfelde sollte eine Lehrerin für Biologie und Chemie gehen, diese wechselte stattdessen freiwillig an das Gymnasium in Kleinmachnow. In Wünsdorf wurde ein Englisch-Lehrer gesucht, der eine Lehrerin ersetzen sollte, die ab dem 2. November ein Schulverweigererprojekt betreuen wollte. Weil dieses Projekt vom Land nicht gefördert wird, muss niemand nach Wünsdorf gehen. „Besonders verärgert waren die Eltern über die Umsetzung einer Deutsch-Lehrerin nach Großbeeren“, sagt LSA-Mitarbeiterin Janina Kolkmann. Im Gespräch habe sich diese Kollegin bereiterklärt, sowohl in Großbeeren zu lehren als auch in Dabendorf ihre  10. Klasse bis zum Schuljahresende zu unterrichten.

Insgesamt wurden in diesem Schuljahr zwei Dabendorfer Lehrer umgesetzt. Aktuell gibt es 74 Pädagogen in der Gesamtschule. Laut Janina Kolkmann prüfe das LSA „eine weitere Umsetzung zum Ende des ersten Halbjahres.“

Von Frank Pechhold

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