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Verwitterte Balkenköpfe

Oberlaubenstall Lichterfelde Verwitterte Balkenköpfe

Beim Lichterfelder Oberlaubenstall müssen 16 Jahre nach seiner umfassenden Sanierung Witterungsschäden an Balken und Toren beseitigt werden. Der Hauptausschuss von Niederer Fläming hat der Maßnahme zugestimmt, der Bürgermeister stellt aber klar, dass das Denkmal nur angefasst wird, wenn Fördermittel fließen.

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Einige Balkenköpfe der Galerie im Hof des Oberlaubenstalls müssen saniert werden.

Quelle: Peter Degener

Lichterfelde. Die hölzerne Galerie im Hof des Oberlaubenstalls von Lichterfelde ist derzeit mit einem rot-weißen Flatterband gesperrt. 16 Jahre nach der Restaurierung des historischen Gebäudes bewegen sich die langen Bohlen des Oberlaubengangs merklich, wenn man darüber läuft. Schuld sind die teils verwitterten und durch Holzschädlinge beschädigten Köpfe der tragenden Querbalken. Der Hauptausschuss der Gemeinde Niederer Fläming hat einstimmig die Sanierung des Gangs beschlossen.

„Der Kern der Balkenköpfe ist noch gut, aber sie müssen abgearbeitet und anschließend verstärkt oder ganz ausgetauscht werden“, erklärte Bauamtsleiter Torsten Braune die Maßnahme. Sechs Balken sind betroffen, außerdem werden die Bohlen ausgetauscht. An der Straßenseite des Hauses sollen zudem zwei Holztore erneuert und erstmalig eine Regenrinne angebracht werden.

„Die Schäden an den Toren stammen vom Spritzwasser im Sockelbereich bei Regen. Ohne die Rinne sind wir in fünf Jahren in derselben Situation“, sagte Braune. Die denkmalrechtliche Genehmigung des Landkreises liegt nach längerem Hin und Her vor. Erst bei einem Vor-Ort-Termin im Oktober konnte die Behörde laut Braune von der Rinne überzeugt werden.

Auflage der geplanten Sanierungsmaßnahme ist seitens der Denkmalpflege die Ausführung der Fallrohre aus Zinkblech. Die Holztore müssen zudem „baugleich“ erneuert werden. In seiner Genehmigung weist die Denkmalpflege allerdings auf die „in Teilen nicht denkmalverträgliche Sanierung“ von 1999 hin, die „ohne Beteiligung der Denkmalbehörde durchgeführt“ worden war. Das im Jahr 1824 erbaute und noch bis 1991 landwirtschaftlich genutzte Gebäude beherbergt heute das Standesamt der Gemeinde und ein Kino und wird von einem Förderverein genutzt und vermietet.

Die Nutzung des Trauzimmers im üppigen Dachboden, der Oberlaube, sei weder jetzt, noch während der Erneuerung beeinträchtigt, versichert Standesbeamtin Heike Kensy: „Meine Paare kommen sicheren Fußes ins Trauzimmer“. Sie wählen wegen der etwas weniger steilen Treppe regelmäßig den hinteren, nicht betroffenen Aufgang zur Galerie.

Bürgermeister David Kaluza (parteilos) äußerte die Hoffnung auf Fördermittel der LAG „Rund um den Fläming“ und eine Mittelauszahlung im laufenden Jahr. Er stellte gegenüber dem Ausschuss aber klar: „Die Sanierung findet nur statt, wenn es Fördermittel gibt.“ Der 25-prozentige Eigenanteil der Gemeinde in Höhe von 8000 Euro sei im Haushalt 2016 eingeplant.

Von Peter Degener

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